Family Kolumne Partnerschaft

Baby Kolumne: DIE SACHE MIT DER ZWEISAMKEIT

15. November 2015

Zweisamkeit? Immer her damit!

Was ist die erste Zeit mit Baby spannend, wunderschön, einmalig, aufregend, traumhaft.. Da ist man als Mama und auch als Papa die ersten Wochen, manchmal auch Monate im siebten Baby-Himmel. Romantische Zweisamkeit – pah, daran denkt man oft gar nicht. Doch irgendwann ist es wieder da, das große Verlangen nach Zeit mit dem Partner, nach romantischen Stunden und Nähe. Klar, man ist jetzt Mama und Papa, aber man ist noch genau so Mann und Frau und gewisse Bedürfnisse, ja – die hat man nun einmal. Ich sehe schon Fragezeichen in manchen Augen, wovon redet die Frau Wunderbar da?! Na, ist doch ganz klar – von intimer Zweisamkeit. Ha, jetzt wird es interessant, nicht wahr?! 

Häufig bekomme ich Nachrichten und E-Mails mit der immer gleichen Frage: Wie macht ihr das? Wir würden so gern mal wieder etwas „Zeit“ füreinander haben, hast du Tipps? Nicht nachdenken, machen – das ist mein erster Tipp. Die Zeit während das Kind schläft nutzen, spontan sein oder sich ganz bewusst Zeit dafür frei schaufeln. Das Elternsein ist wunderbar, aber gerade das erste Kind verändert viel. Als Eltern muss man sich erst einmal in die Rolle einfinden, sich neu strukturieren und ganz klar, lernen auch Paar zu bleiben. Und eine Partnerschaft gehört gehegt und gepflegt, damit sie auch auf Dauer funktionieren kann. Ja, und nicht nur das – denn zu einer glücklichen und ausgeglichenen Partnerschaft gehört in der Regel auch diese wunderbare körperliche Zweisamkeit – Nähe, Kuscheleinheiten und eben auch Sex. Tadaa, da hat sie es ausgesprochen, das gefürchtete Wort. Nur wie komme ich zu ungestörter Zeit mit meinem Partner?!

Erst einmal – oft dauert es, bis sich Frau in ihrem „post pregnancy body“ wieder wohl fühlt und das ist auch völlig normal und in Ordnung so. Der Körper hat fast zehn Monate ein kleines Wesen beherbergt und es letztendlich auf die Welt gebracht. Außerdem herrscht in den ersten Wochen und Monaten oft akuter Schlafmangel, da kommt eher weniger Lust auf. Verständlich. Aber irgendwann, irgendwann dann ist man neben emotionaler Nähe auch wieder bereit und offen für körperliche Nähe. Und genau dann ist der richtige Zeitpunkt – der Zeitpunkt, wieder das Paar sein zu leben {und zu genießen}.

Erst einmal, wer spontan ist, hat die besten Karten {oder: die besten 30 Minuten Eltern-Auszeit/ Freizeit}. Macht das Kind Mittagsschlaf und man hat 1. die Lust und 2. die Möglichkeit, dann nutzt man sie. Ran an den Speck, ööhm den Mann. Er wird sich freuen, das ist sicher. 

Besonders toll sind feste, regelmäßige Dates. Stunden oder Nachmittage bzw. Tage, an denen man sich als Eltern fest verabredet, um eine schöne Zeit zu haben. Hach ja, einfach mal die Seele baumeln lassen und Paar sein, sich lieb haben und sich genießen. Warum das Kind bzw. die Kinder nicht jeden Freitagnachmittag zu den Großeltern bringen, um sich zu Hause für ein paar Stunden einen schönen Lenz zu machen – mit allem, was gut tut und Spaß macht?! So fest geplante Dates sind super – sie steigern die Vorfreude enorm. Sie helfen außerdem, sich als Paar nicht zu vergessen. Ist keine Unterstützung seitens der Familie verfügbar, tut es auch ein guter Babysitter. Meiner Meinung nach ist das sehr gut investiertes Geld. Oh ja. 

Sprengen wöchentliche Dates den zeitlichen Rahmen, kein Problem. Dann packt man einmal im Monat sein kleines Köfferchen und macht Paar-Urlaub, z. B. in einem kleinen Hotel. Fernab von vollen Windeln, Wäschebergen und Haushalt. Stattdessen ein leckeres Dinner in einem tollen Restaurant oder Sushi im Hotelbett, ein guter Film, ein Glas Wein oder Gin Tonic und ganz viel Liebe. Oder man verlegt diesen schönen Abend auf die heimische Couch / in das heimische Bett. 

Und sonst heißt es wieder einmal, spontan sein. Der Mann kommt spät von der Arbeit, das Kind schläft schon?! Warum nicht fix lecker kochen, etwas hübsches anziehen, die schönen Pumps aus dem Schrank kramen und den Partner mit einem romantisches Abend daheim überraschen. Man muss die Gelegenheiten nehmen, wie sie kommen – oder nicht?

Gewinnerin der ErgoBaby-Trage:
Liebe Kathrin Elisa – das Los hat entschieden, du hast gewonnen. Schau doch bitte in dein Mail-Postfach. Herzlichen Glückwunsch. 

Allen anderen, ab morgen könnt ihr eine weitere Trage bei Instagram gewinnen. Ich drücke euch die Daumen!


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12 Kommentare

  • Antworten Anonym 15. November 2015 at 19:42

    Ich bin ja eher eine stille Leserin, muss dir aber mal ein Kompliment für deine tollen Beiträge hinterlassen! An wenigen Blogs bleibe ich hängen, aber bei dir schaue ich regelmäßig rein. Erst vor kurzem habe ich den Blog von deinem Mann zufällig gefunden, hat mich an meinen Ex erinnert…er ist auch jagen gegangen. Was musste ich Kritik einstecken! Freundinnen die sagten: sowas geht gar nicht…“wie kann man so jemanden lieben der so etwas tut“ Du hast deine ganz eigene tolle Art mit Kritiken und Neidern umzugehen, dieses Selbstbewusstsein hat mir damals manchmal gefehlt. Schön ist, dass du alles was du hast (glückliche Beziehung, gesunde Kinder…) nicht als selbstverständlich an siehst, es wertschätzt und es in vollen Zügen genießen kannst. Bleib so wie du bist 🙂

  • Antworten Anonym 15. November 2015 at 19:51

    Ich bin ja eher eine stille Leserin von dir, muss dir aber mal ein Kompliment für deine tollen Beiträge hinterlassen! Erst kürzlich habe ich den Blog von deinem Mann entdeckt, mein Ex ist auch auf die Jagd gegangen. Was musste ich damals Kritik einstecken…“wie kann man so etwas machen, wie kann man mit so jemanden zusammen sein“ Du hast eine tolle Art damit und mit Neidern (wie auf Insta manchmal) umzugehen. Man merkt, dass du wirklich glücklich bist, alles sehr schätzt und es nicht als selbstverständlich ansiehst in deinem Leben. Schön, dass wir daran teilhaben dürfen 🙂

  • Antworten Katha rina 15. November 2015 at 20:55

    Oh wie recht du hast. Auch wir mit unseren Twins mussten in den ersten Wochen nach der Geburt erstmal wieder zueinander als Paar finden, aber genau das was du sagt: man muss spontan sein und man darf als Frau auch nicht seinen Mann vergessen zwischen, Wäsche, Essen und Haushalt etc. das finde ich ganz wichtig und anfangs war nämlich genau das mein Problem, mittlerweile läuft´s wieder ;-P

  • Antworten Beautylinski 16. November 2015 at 0:59

    Ehrlich gesagt hatte ich etwas Angst auf diesen Artikel zu klicken, aber war doch ganz anständig-toll geschrieben. 😀 *Daumen hoch*

  • Antworten Jenny 16. November 2015 at 12:58

    Ganz ganz toll geschrieben, geschmackvoll, einfühlsam und mit so viel Wahrheit!!

    Liebe Grüße
    Jenny

  • Antworten Anonym 16. November 2015 at 21:35

    Sorry, dieser Artikel geht leider ziemlich an der Realität vorbei. Ich kenne in unserem Bekanntenkreis keine Familie, die es sich zeitlich leisten kann, einmal die Woche ohne Kinder auszugehen. Einmal pro Monat, ja, das ist drin. Ich kenne auch niemanden, bei denen es zeitlich drin ist, einmal pro Monat übers Wochenende wegzufahren. Bei uns ist Wochende z.B. Familienzeit und wir genießen es, zusammen etwas zu unternehmen oder auch am Dpielfeldrand zu stehen und unseren Großen beim Fußball anzufeuern.

  • Antworten Janinchen von W 16. November 2015 at 21:44

    Das sehe ich anders. Man kann sicherlich ein paar Stunden gemeinsam eine Auszeit nehmen. Wir haben das immer gemacht. Und wenn es nur zwei Stunden waren für ein gutes Essen im Restaurant oder einen Kinobesuch. Jetzt ist der Mann leider weit weg, da ist das nicht mehr ohne weiteres möglich – aber dafür dann eben am Wochenende. Und auch dann ist es völlig legitim, sich als Eltern mal zwei Stunden rauszuziehen und die Beziehung zu stärken. 🙂 Aber vielleicht habt ihr da andere Prioritäten, was auch in Ordnung ist. Denn letztendlich weiß jeder, was für ihn und seine Partnerschaft am Besten ist. Aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass es enorm wichtig ist und viele Partnerschaften und damit auch Familien genau daran scheitern – an zu wenig Paarzeit.

  • Antworten Anonym 17. November 2015 at 0:44

    Sich mal zwei Stunden rauszuziehen, wie du schreibst, ist ja etwas anderes, als jetzt einmal pro Woche groß auszugehen oder sogar einmal pro Monat übers Wochenende wegzufahren. Da ziehe ich das heimische Sofa mit einem guten Glas Wein, ein paar Leckereien und natürlich meinem Angetrauten vor. Dann braucht man keinen Babysitter und nichts. Mich hat beim Lesen einfach irritiert, dass du von einmal pro Woche und einmal im Monat geschrieben hast. Wie gesagt, wir haben einen großen Bekanntenkreis und ich kenne wirklich niemanden, der einmal pro Monat sich ein Wochenende Auszeit nehmen kann. Wenn, dann machen wir so etwas über den Hochzeitstag. Darf ich einfach interessehalber fragen, wo Anna bleibt, wenn du unterwegs (also z.B. in Straßburg) bist?

  • Antworten Anonym 17. November 2015 at 17:05

    Vermutlich hat Anna auch einen Vater (!!!) und Großeltern. Oder es gibt Freunde, Bekannte und/oder Babysitter.
    Außerdem hat sie nur ihre Sicht der Dinge dargestellt und nicht eine Anweisung für alle anderen…

  • Antworten Annika 20. November 2015 at 15:54

    Ich verstehst den Aufruhr auch nicht. Die einen müssen halt nicht jede Minute mit den Kindern verbringen und sind gerne mal zuzweit, die anderen hängen am Spielfeldrand ab. Janina schreibt Javier keine Gesetze fest, an die sich jeder zu halten hat.

  • Antworten Annika 21. November 2015 at 16:29

    Danke, Autokorrektur, für das tolle Ausbessern meines Kommentars 😉

  • Antworten Anonym 15. Januar 2016 at 8:27

    Hallo!
    Ich habe eben deinen Blog entdeckt und finde es faszinierend, wie du ihn schreibst und vor allem was du schreibst. Großes Kompliment!

    Habe die ganze Zeit überlegt, an wen du mich erinnerst und bei diesen Fotos hier ging mir die Glühbirne auf. Du siehst, gerade hier auf diesen Fotos, aus wie die Tochter (oder inzwischen auch Enkelin) von Debbie Harry, einer amerikanischen Sängerin, besser bekannt in den 70ern als „Blondie“.

    Tolle Ausstrahlung!

    Ganz liebe Grüße,
    Suse von
    http://allemeineleidenschaften.wordpress.com/

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