Gastautoren Kathrin

Kolumne: VOM WARTEN UND LAUWARMEN INGWERTEE

11. Januar 2016

Ihr Lieben, ich habe wunderbare Neuigkeiten für euch. Ab sofort wird mich meine liebe Kathrin auf dem Blog unterstützen. Sie berichtet ab sofort über die Themen Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Baby. Viel Freude mit ihrer ersten Kolumne auf „Oh Wunderbar“.


Vom Warten und lauwarmen Ingwertee..

Sind neun Monate nicht ohnehin schon eine sehr lange Wartezeit? Ich weiß es noch wie heute, am 1. Mai 2015 habe ich mich ganz still und leise in unser Bad geschlichen und auf den langersehnten Test gewartet. Die sicherlich längsten Minuten meines Lebens, die ihren Höhepunkt in einem einfachen und doch so bedeutsamen Wort gefunden haben: schwanger! Oder anders formuliert – Beginn der Wartezeit. 
Es war ganz wundervoll. Der Kopf ist am Anfang so vollständig überflutet mit Glückseligkeit und Liebe für den noch so kleinen Bauchbewohner. Endlich habe ich eine Ahnung was unter einer Schwangerschaftsdemenz zu verstehen ist. Wohl eher ein „Lochkopf“. Alle Informationen die hineinkommen, werden durch die vielen kleinen Hormönchen sogleich transformiert. Error. Das hieß für mich, immer ganz schnell alle wichtigen Dinge aufschreiben, bevor sie von den vielen wunderschönen Babygedanken eingenommen werden. 
Nach ein paar Wochen des Wartens stand unser erster Ultraschalltermin an. Sehnsüchtig haben wir ihm entgegengefiebert. Es war einmalig und ganz besonders, das kleine Herzchen auf dem Bildschirm pulsieren zu sehen. Uns war in diesem Moment sofort klar, wie viel Liebe wir bereits jetzt schon für dieses kleine Wesen empfinden. Drei Monate vergingen und die Sehnsucht nach unserem kleinen Menschenkind wuchs – genau wie mein Bauch zu einer stattlichen Kugel.
Die Vorfreude war nicht mit Worten zu beschreiben und ich muss gestehen, ich wurde von Tag zu Tag ungeduldiger. 
Eine große Frage stand zu diesem Zeitpunkt immer noch aus. Rosa oder Blau – ausgedehnte Shoppingausflüge oder Nachmittage auf dem Fußballplatz. Der Tag der Entscheidung – auf einmal war er da. Wir waren so aufgeregt. Im Vorfeld habe ich viel mit unserem Minimenschlein gsprochen – wie schön Kleider sind, mit oder ohne Schleifen. Es muss diesem kleinen Wesen gefallen haben. Denn das Minilein machte uns an diesem Tag zu zukünftigen Eltern einer kleinen Tochter. 
Nun, da wir hemmungslos für unser kleines Mädchen Besorgungen machen konnten, vergingen wieder ein paar Wochen des Wartens wie im Flug. Je näher ich dem errechneten Geburtstermin kam, desto überzeugter war ich.. unser kleines Herzchen kommt ganz bestimmt früher als erwartet. Ihr ahnt es sicher schon, die kleine Dame scheint sich erst noch hübsch machen zu wollen. Ausgiebig. Von wem sie das wohl haben mag? Ganz bestimmt vom Papa. 
Auch wenn ich fest überzeugt bin, die kleinen Bauchbewohner kommen dann, wenn sie soweit sind, ist das Warten auf die langersehnte Ankunft und das erste Familienkuscheln unerträglich. So vertreibe ich mir die letzte Woche des Wartens mit Weisheiten zur Unterstützung der Wehen oder eben um überhaupt das ganze Geschehen etwas anzutreiben. Himbeerblättertee und Ingwer mit Zimt und Nelken sind also fester Bestandteil meines neuen täglichen Küchenrituals, bevor es dann für einen Spaziergang an die herrlich frische Winterluft geht. 
Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen kleinen Hausmittelchen?
Hoffnungsvolles Warten auf das was kommen mag – mein Herzchen, wir sind bereit für dich. 

Das gefällt Dir vielleicht auch

6 Kommentare

  • Antworten Hanna Schrade 11. Januar 2016 at 13:56

    Wie süß das geschrieben ist♡♡♡.Total toll.Freu mich auf mehr 🙂 Und dir und deiner Familie noch alles Gute

  • Antworten Hanna Schrade 11. Januar 2016 at 13:57

    Wie süß das geschrieben ist♡♡♡.Total toll.Freu mich auf mehr 🙂 Und dir und deiner Familie noch alles Gute

  • Antworten Anonym 11. Januar 2016 at 21:41

    Bei Nr.1 war ich auch darüber und habe fast alles ausprobiert, Zimt (ich glaube soviel Zimt kann man gar nicht essen, dass sich da was tut), scharf essen, heiß baden, Treppen steigen ?, bin dann sogar mal nach einem Ctg-Termin zwei Stunden nach Hause gelaufen(!!!), etc. hat alles nix gebracht. Es wurde dann an Vet+9 eine Einleitung und eine schnelle, einfache Geburt, sind sogar direkt wieder nach Hause! Fazit des Romans:die kommen doch eh wann sie wollen, also wünsche ich noch alles Gute und etwas Gedult und am Besten nicht ans Telefon gehen, um diesen doofen Nachfragen zu entgehen…P.S. Nr.2 kam dann nur drei Tage zu spät ?

  • Antworten Anonym 11. Januar 2016 at 22:42

    Und was ist, wenn die kleine Tochter ihre Nachmittag lieber auf dem Fußballplatz anstatt beim Shoppen verbringen möchte? 😉

  • Antworten Katherina Herbst 12. Januar 2016 at 0:29

    Bei meiner Tochter habe ich auch alles ausprobiert. Treppensteigen, Ingwer, Akupunktur, unterschiedlichste Teesorten… Nichts hat funktioniert. Selbst Fensterputzen nicht 😉 Ich hatte mir eingebildet, dass die Fenster noch dringend geputzt werden müssen, da die Kleine sonst gleich motzt. Zwei Tage nach berechnetem Termin, versteht sich. Es hat dann noch einmal 48 Stunden gedauert. Euch zweien ein tolles Kennenlernen.

  • Antworten Anonym 12. Januar 2016 at 1:34

    Ich habe sehr sehr sehr viel Ingwertee getrunken hatte aber auch schon ca drei Tage wehen die für mich schmerzhaft waren. Ich bin aber auch eine Mimose? am nächsten Tag ist die blase gesprungen. Man kann sich allerdings auch ein Rezept geben lassen womit du in die Apotheke gehst,und die mixen dir nen Tee der nochmal Schwung gibt. Aber das weißt du bestimmt schon ☺Alles Gute

  • Schreibe eine Nachricht