Family Kolumne

KINDERBETREUUNG // KITAPLATZ VERZWEIFELT GESUCHT!

9. November 2016

 

24 Kindergärten!

…und nicht ein einziger Platz für unser Kind.

Ich bin frustriert. Ich bin verärgert. Ich verstehe einfach nicht, warum es einem Sechser im Lotto gleicht, einen Platz in der Krabbelgruppe zu ergattern. Da wird von Vereinbarkeit gesprochen. Müttern soll der Berufseinstieg nach der Geburt erleichtert werden. Frauen sollen unabhängig sein. Doch wie soll all dies möglich sein, wenn es schlichtweg an Betreuungsmöglichkeiten mangelt. Während der Schwangerschaft, noch im Studium, war ich entsannt. Ach, wir werden schon einen Platz bekommen – dachte ich mir. Irgendwie fügt sich ja doch immer alles. Nein, das tat es nicht. Ich habe so ziemlich jeden Kindergarten in der Umgebung abgegrast. Ich habe angerufen, Anmeldungen abgegeben, ich habe Klinken geputzt, mich mit Müttern auf dem Spielplatz unterhalten und bin jedem noch so kleinen Tipp nachgekommen. Nichts. Fakt ist, wir stehen auch 2017 ohne Kitaplatz da. Und das, obwohl ich voll berufstätig bin.

Anfangs hatte ich noch Wünsche. Ich wagte, von einem Platz im Montessori-Kindergarten zu träumen. Nicht, weil es hip ist. Nein. Wir sind von diesem Konzept überzeugt, wir leben es hier zu Hause.

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich, ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht enger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.

Ich bin überzeugt, dass es genau das ist, was unser kleines Mädchen braucht. Dass es ihr gut tun würde, und die Einrichtungen sind toll, die Pädagogen herzlich und vertrauensvoll. Ich hab gehofft. Aber man war von Anfang sehr ehrlich und transparent, die Chancen, einen Platz in der Einrichtung zu bekommen, sind verschwindend gering. Geschwisterkinder werden vorrangig behandelt, ebenso die Kinder der Pädagogen. Verständlich. Und dennoch schmerzt es. Es schmerzt deshalb, weil wir unserer kleinsten Tochter nicht das anbieten können, was sie bräuchte. Schade Schokolade, könnte ich nun sagen. Aber dafür ist die Enttäuschung einfach zu groß.

Wir suchten also weiter. Gingen Alternativen durch. Nichts, keine Chance. Letztendlich warfen wir alle Wünsche, Ansprüche und Vorstellungen über Bord und gingen ganz pragmatisch an die Kiatplatz-Suche heran. Auswahlkriterien gab es kaum noch bis keine. Hauptsache ein Platz, nur einer, bitte. 24 Kitas haben wir abgekapptert. Nichts. „Wir sind voll, bitte sehen Sie von Telefonanrufen ab!“ stand auf der einen Website. So oder so ähnlich. Ja. Das macht Mut. Danke auch.

Ich sehe mich, wie ich völlig verzweifelt bin, und ich sehe meine Freundinnen, im schönen Hamburg, denen die Sorge um einen Betreuungsplatz förmlich fremd ist. Gibt es nicht. Warum? Weil es dort ausreichend Betreuungsplätze gibt, weil das von der Stadt Hamburg gefördert, ja, sogar finanziell bezuschusst wird. Warum also funktioniert das in Hamburg und hier nicht? Ich arbeite, ich arbeite sogar ziemlich viel und muss zusehen, wie ich mein Kind betreut bekomme – das ist ein Drahtseilakt und zehrt an meinen Nerven.

Wäre eine Tagesmutter die Lösung?

Nachdem wir alle Kindergärten in der Umgebung abgeklappert hatten, überlegten wir, was es für Alternativen gibt. Eine Tagesmutter, warf ich ein. Immerhin habe ich genug Mamas hier kennengelernt, die ihre Kinder {auf Grund der desaströsen Kita-Situation} bei Tagesmüttern oder in Elterninitiativen untergebracht haben. Und so machte ich mich an die Recherche. Als nächstes klapperten wir also die Elterninitiativen ab. Ich bin ehrlich, ich war desillusioniert. Einen Betreuungsplatz teuer bezahlen, dafür, dass man letztendlich einspringen muss, wenn jemand krank ist, Wäsche waschen, usw? Das erschien mir irgendwie seltsam, aber in Not frisst der Teufel fliegen. Und auch hier: Keine Chance. Ich schickte Henry noch einmal los, die Kitas abklappern. Ohne Kuchen, versteht sich. Was ich in den letzten Monaten nicht an Tipps bekommen habe. Die Leiterin mit Kuchen und einer Flasche gutem Wein bezirzen, spenden, freundlich-penetrant immer wieder anrufen und nachfragen. Ach ja, manche Ratschläge waren nahezu kurios. Erschienen sie mir zumindest so. Und so entschied ich mich, nein, so machen wir es nicht. Wir sind höflich, stellen uns vor, fragen nach, reichen unsere Bewerbungsunterlagen ein und warten ab. Was soll ich sagen, bisher fahren wir damit schlecht. Kein Platz in Sicht.

Ich begann also nach einer Tagesmutter in der Nähe zu suchen. Nachdem ich in den letzten Monaten schon fast resigniert habe, hatte ich nun wieder Hoffnung {und Motivation}. Ich telefonierte ab, fragte auf dem Spielplatz herum, nichts. Die Tagesmütter sind voll. Mit Warteliste wohlgemerkt. Hallo, ernsthaft? Deshalb bat ich Henry vor einigen Wochen darum, sich einen Urlaubstag zu nehmen. Mein Plan, wir würden uns auf den hiesigen Wochenmarkt stellen und  jede Frau mit Bollerwagen ansprechen. Merkt ihr was? Ja, wir sind so verzweifelt, wir sind uns für nichts mehr zu schade. Gesagt, getan. Und so standen wir da, an diesem kühlen, grauen Herbsttag und sprachen jede Frau mit 4 oder mehr Kindern an. Tatsächlich, ein Großteil davon war entweder Tagesmutter oder eben eine Elterninitiative. Und doch war auch hier bald klar, no way. Aussicht auf eine Kinderbetreuung rutscht immer weiter in die Ferne. Also hinterließ ich meine Telefonnummer samt Mail in all den kleinen Läden, in denen die Mütter dieser Ecke ihre Freizeit verbringen. Kinderläden, Cafés, Fitnessstudio. Tatsächlich bekam ich irgendwann eine Nachricht und ich wollte schon jubeln, ich sah mich schon voller Freude im Kreis hüpfen, bis, ja, bis, mir die Dame sagte, sie könnte mir nur 3 Tage die Woche für knapp 3 – 4 Stunden zu 400 Euro anbieten. Und das, hmmm, wie soll ich es sagen… nicht angemeldet {wie es sein müsste}. Boom. Ok. Natürlich bin ich verzweifelt. Natürlich brauche ich dringend einen Platz. Aber das kam für mich dann doch nicht in Frage. Nun sitze ich noch immer hier und versuche Arbeit und Kind unter einen Hut zu bringen. Es fällt mir zunehmend schwerer und etwas bleibt immer auf der Strecke.

Ich frage mich, wie kann das sein? Wie kann es sein, dass es nicht genug Betreuungsmöglichkeiten gibt. Das muss doch im Interesse unseres Landes liegen. Wäre ich nicht selbstständig, dann könnte ich nicht zur Arbeit gehen. Sprich, ich wäre über kurz oder lang arbeitslos und würde dem Staat nur Kosten verursachen. In welcher Form auch immer. Aber auch als Selbstständige kann ich auf lange Sicht nicht mehr beides – einem Kleinkind den Tag über gerecht werden und meinen Job gut machen. Das geht einfach nicht. Deshalb bleibe ich am Ball, werde weiterhin Gesuche aufgeben, mich auf Märkte stellen, andere Mütter ansprechen und bei den Kindergärten vorbeischauen. Und  während ich all dies tu, spüre ich diese Enttäuschung und auch ein wenig Wut. Denn ja, ich bin enttäuscht, von unserem Bundesland, welches es nicht schafft, sich so wichtigen Dingen anzunehmen. Aber as ist eine andere Geschichte.

Drückt mir die Daumen. Ich suche weiter. Denn irgendwo muss ja ein Platz auf uns warten, nicht wahr?!

 

Und wer mag, der liest einmal HIER die Geschichte von Madame M.
Auch sie war auf der Suche nach einem Krippenplatz, jetzt ist ihr Mäuschen bei der Tagesmutter.

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71 Kommentare

  • Antworten Madame M. 9. November 2016 at 12:51

    Oh Janina!
    Fühl dich gedrückt! Uns erging es ähnlich.

    Hier in Österreich (Graz) darf man sich allerdings nur für drei Krippen anmelden. Ich war mir schon siegessicher (Der Herr und ich sind beide berufstätig – was soll da auch schon schiefgehen?), bis dann die Absage kam. Mir hat es auch erst den Boden unter den Füßen weg gezogen und haben uns dann auch nach Alternativen umgesehen. Bis uns eine Freundin den Tipp mit einer Tagesmutter gegeben hat, die sogar noch einen Platz frei hatte. Zwar sehr zerrissen (Dienstag, Mittwoch und Freitag) und nur für 20 Stunden aber immerhin!

    Bei uns ist es zum Glück auch geregelt, wie viel Tagesmütter verlangen dürfen, so kommen wir auf 220 Euro im Monat für die 20 Stunden, was auch nicht gerade wenig ist…

    Über unsere Geschichte musste ich auch einen Post am Blog verfassen, den du hier gerne nachlesen kannst: http://www.maunzimadame.com/2016/10/eingewoehnung-tagesmutter.html

    Alles in Allem bin ich froh, dass wir keinen Krippenplatz bekommen haben, denn unsere Tagesmutter ist wirklich spitze!

    Ich wünsche dir noch viel Glück bei der Suche! Ihr werdet bestimmt noch was passendes finden, davon bin ich ganz fest überzeugt!

    Liebe Grüße
    Lisa

    • Antworten Christina 10. November 2016 at 19:22

      Hallo Janina,
      vielleicht kannst du dich an die Stadt wenden, also an den jeweiligen Fachbereich „Soziales, Kinder“?! Keine Ahnung, ob das hilft.
      Ich arbeite selber als Erzieherin mit Kindern unter drei Jahren, auch in Niedersachsen, allerdings etwas ländlicher. Hier ist es nicht so schwierig einen Platz zu bekommen und die meisten Eltern melden ihr Kind in 2-3 Kitas an und müssen auch keine Bewerbung abgeben.
      Ich konnte dir zwar nicht groß weiterhelfen, wünsche dir aber trotzdem alles Gute und dass ihr bald einen Platz findet.
      LG Christina

  • Antworten Anika 9. November 2016 at 12:54

    Jedes Kind hat ein Recht seit 2015 auf ein betreuungsplatz das ist gesetzlich festgelegt , eventuell gehst du mit diesem Gesetz zu eurer Stadt und wirfst denen das vor
    Mit welcher Begründung darf Mimi 2017 nicht in die Kita ?

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 13:59

      Die Begründung ist überall: Sie haben ellenlange Wartelisten. :S

      • Antworten Cynthia 9. November 2016 at 18:18

        Das ist völlig egal. Reich mal vom Anwalt einen Brief beim Jugendamt ein. Bei uns hilft das Jugendamt manchmal mit, da die Kita’s u Tagesmütter ihre Plätze melden müssen. Alternativ gib Mimi in eine private Kita. Bei uns trägt die Mehrkosten die Stadt vorausgesetzt man hat keinen öffentlichen Platz angeboten bekommen.
        Falls das alles nicht hilft …neulich gab es ein Urteil, in dem einer Mutter Anspruch auf Verdienstausfall zugesprochen wurde.

        • Antworten Katrin 9. November 2016 at 20:25

          Das kann ich so unterschreiben. Wir sind damals in NRW zum Jugendamt gestiefelt, haben die Fakten mit Nachdruck auf den Tisch gelegt und hatten pünktlich zum ersten Geburtstag den bezuschussten Platz bei der Tagesmutter. So konnte ich entspannt wieder arbeiten und war froh, dass wir uns alle bei der Tagesmutter pudelwohl fühlten und unser sensibles Töchterlein nicht in eine überfüllte Krippe musste. Seit 1,5 Jahren leben wir nun in BaWü und haben hier sofort einen bezahlbaren Kitaplatz und Teilzeitkrippenplatz für unseren Mini bekommen.

      • Antworten Vanessa 9. November 2016 at 20:00

        Den Anspruch hat man nur auf Kindergartenplätze, sprich ab 3 Jahre.

        • Antworten Cynthia 9. November 2016 at 20:49

          So ein Quatsch der Anspruch beginnt ab 12Monaten bereits seit 2014 o 2015 da bin ich nicht ganz sicher. Deshalb wurde in Düsseldorf und Umgebung in den letzten Jahren die U3 Betreuung massiv ausgebaut. Und die Urteile gibt es bereits aus verschiedensten Ländern.

  • Antworten Jannika 9. November 2016 at 12:55

    Also wir haben hier in Hannover total easy einen Kitaplatz bekommen. Unsere Kita wurde neu gegründet und konnte deswegen viele neue Kinder aufnehmen. Ihr könntet doch gezielt nach so etwas suchen? Erfordert nur ein bisschen Geschick beim Googeln 🙂
    Ansonsten gibt es noch die Betreuungsbörse der Stadt Hannover. Da kann man in eine Suchmaske eingeben nach was man sucht und die spuckt einem freie Plätze aus – in Kitas und bei Tagesmüttern.
    http://hannover.betreuungsboerse.net

    Liebe Grüße

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 13:58

      Liebe Jannika,

      das freut mich wirklich sehr für euch. Wie schön.
      Bei Anni damals war das auch kein Problem, ich hatte sofort eine Zusage für ihren Krabbelgruppenplatz.
      Allerdings, und wir wohnen jetzt ganz zentral, ist es hier deshalb einfach nicht ganz so einfach. Und zu viel Fahrtweg ist halt auch nicht drin. Aktuell habe ich wirklich alles in der Umgebung abgeklappert. Ich kann es aber nicht jeden Tag leisten, nach Richtungen rauszufahren, nur um mein Kind in den Kindergarten zu bringen. Das schaffe ich einfach nicht. Diese Börse kenne ich. 🙂

      Viele liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Bini 9. November 2016 at 13:03

    Liebe Janina,
    das tut mir schrecklich leid für dich, für euch, dass das solch ein verzweifelter Kampf sein muss.
    Wir haben nun lange überlegt, ob wir nach Hannover ziehen und P. dort in einer Krippe anmelden, doch das wäre aussichtslos gewesen. Wir haben uns also entschieden auf dem Land wohnen zu bleiben und am Montag die Bewerbung abgegeben. Noch bevor ich der guten Dame die Bewerbung in die Hand drückte, hatten wir die Zusage für Februar 2017. Wir hatten viel Glück, dass wir bei unserer Erstwahl sofort angenommen worden sind, aber müssen dafür an anderen Stellen viele Abstriche machen und weiterhin jeden Tag 4 Stunden pendeln.
    Ich würde so gern helfen, wenn ich könnte!
    Ich wünsche euch, dass ihr bald fündig werdet! Bis dahin ganz viel Geduld!

    Verschneite Grüße aus der Heide,

    Bini

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 13:56

      Liebe Bini,

      erst einmal: Ich freue mich riesig mit euch. Wie toll, ein Platz. Dann studiert es sich ja auch gleich viel ruhiger und besser, wenn man weiß, die Betreuung ist abgedeckt. Wie schön.

      Ich weiß auch nicht weiter. Aktuell bin ich so verzweifelt, dass ich nach Häusern auf dem Land schaue. Aber eigentlich kann das ja auch nicht die Lösung sein.

      Sei mir ganz lieb gegrüßt
      Janina

      • Antworten Fee 9. November 2016 at 18:23

        Die Frau pendelt vier Stunden fürnihr Kind…das ist doch nichts wozu man „oh herzlichen Glückwunsch ein Platz“ sagt…

  • Antworten Nina 9. November 2016 at 13:07

    Ich verstehe dich. Nicht aus Sicht einer Mutter, sondern von der anderen Seite. Ich werde, wie viel zu wenig Menschen in diesem Land, Erzieherin. Es gibt viel zu wenig von uns. Aber die Ausbildung wird uns nicht bezahlt, wir zahlen sogar oft viel Geld aus eigener Tasche drauf. Unsere Ausbildung wird mit einem Studium gleichgesetzt. Deutschland ist eines der wenigen Länder, die daraus keinen Bachelor gemacht haben. Ja, weil wir eben so viele Fachkräfte brauchen. Annähernd 25.000 Stellen in Deutschland sind unbesetzt. Theoretisch. Denn an der Betreuung unseres Nachwuchses wird konsequent gespart und somit keine Stellen neu aufgemacht. Und dann stehen dort, wie du, Mütter die dringend Unterstützung bräuchten. Uns werden Steine in den Weg gelegt, Menschen wie dir ganz unkompliziert zu helfen. Ich wünsche dir Kraft und Durchhaltevermögen diesen Weg zu schaffen. Aber das packst du!

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 13:54

      Genau darüber habe ich erst vor zwei Wochen mit einer Freundin gesprochen. Wie kann es sein, dass wichtige Berufe, wie nun einmal der einer Erzieherin / Pädagogin oder Lehrerin nicht wertgeschätzt wird. Ich keinster Weise – sei es finanziell honoriert oder von der Anerkennung. Das ist mir ein Rätsel. Immerhin seid ihr es, die unser wichtigstes Hab und Gut, unsere Kinder, betreuen. Da sollte so viel mehr Anerkennung sein, auch finanziell. Und vor allem auch von Seiten der Eltern.

  • Antworten Charlotte 9. November 2016 at 13:35

    Hallo, ich weiß zwar nicht so Sie wohnen, aber haben Sie sich schonmal ans Jugendamt gewendet? Eventuell können die Ihnen behilflich sein.
    Naja und zum Thema keinen Platz bekommen, ich denke man ist sich doch in der heutigen Zeit darüber im Klaren, dass man sich eigentlich schon einen Platz in der Schwangerschaft suchen sollte und es sollte keine Überraschung mehr sein, wenn man keinen Platz bekommt.

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 13:51

      Herzlichen Dank!

      Dann bekommen wir zukünftig einfach alle keine Kinder mehr, um gar nicht erst Gefahr zu laufen, keinen Platz zu bekommen. Finde ich eine super Idee.

      • Antworten Miu 9. November 2016 at 14:49

        Selbst wenn man den Vorschlag auf- und ernst nehmen würde, viele Kitas akzeptieren keine Anmeldungen für ungeborene Kinder.

        • Antworten Jeannette 21. Dezember 2016 at 10:43

          bei uns gibt es viele kitas die das akzeptieren da man sonst bei der langen warteliste keinen platz mehr bekommt…. (zumindest nicht in der wunschkita, sondern nur in der einen eher unbeliebten wo alle hin müssen die sonst keinen platz mehr bekommen haben…. )

    • Antworten Cynthia 9. November 2016 at 20:56

      Bitte keine Überraschung??? Frau an den Herd oder was…sorry aber dies kann ich nicht verstehen. Es soll Frauen geben, die sehen ihre Erfüllung nicht im Hausfrauendasein… Der Anspruch auf einen Betreungsplatz besteht und dann muss dies auch eingehalten werden. Meine Steuern muss ich auch Zahlen und werde gerügt, wenn ich dies nicht veranlasse.

  • Antworten anfuet 9. November 2016 at 13:57

    Mhh. Das ist alles wirklich sehr traurig. Hier in den neuen Bundesländern sind wir quasi Vorreiter. So etwas kann man sich ja gar nicht vorstellen. Aber laut Betreuungsgesetz steht dir doch ein Platz zu. Es gab doch auch schon mittlerweile Fälle, bei denen die Städte bzw. Koumnen verklagt wurden.
    Ich drücke dir weiterhin die Daumen und wünsche dir viel Geduld und vor allem ein starkes Nervenkostüm.

    Grüße aus Dresden,
    Anett

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 14:01

      Liebe Anett,

      ganz lieben Dank. In Hamburg, quasi nebenan, ist das auch ja auch alles toll geregelt. Da kennt es keiner, das Problem, keinen Platz zu bekommen.
      Wir müssen mal schauen, was wir jetzt noch machen können. Eine Lösung muss in jedem Fall her.

      Sei mir ganz lieb gegrüßt
      Janina

  • Antworten Janina 9. November 2016 at 14:05

    Hallo Janina,

    wir haben unseren Kleinen bei den Leibniz Kids gegenüber der Herrenhäuser Gärten fr März 2017 angemeldet. Dort wurde uns gesagt, dass es in den meisten Fällen mit einem Platz klappt.
    Dort gibt es zwar nur eine Krippe, aber die Kinder die dann 3 werden, bekommen in 95% der Fälle einen Platz in den 3 Kindergärten die direkt nebenan sind.

    Liebe Grüße

  • Antworten Janina 9. November 2016 at 14:16

    Liebe Janina,

    wir haben unseren Kleinen bei den Leibniz Kids gegenüber der Herrenhäuser Gärten zum 1.3. angemeldet. Dort sagte man uns, dass eigentlich jedes Kind einen Platz bekommt, manchmal vielleicht 1- 2 Monate später, aber wenn ein Kind abspringt, werden sofort die nächsten Eltern informiert. Die Leibniz Kids sind zwar nur eine Krippe bis 3 Jahre aber danach gibt es noch 3 Nachbarkindergärten die in unmittelbarer Nähe sind und die Kinder der Krippe aufnimmt. Vielleicht wäre das noch eine Alternative für euch. Ansonsten ist bei uns hier in Bothfeld auch noch ein Kindergarten der zumindest bei unserem letzten Gespräch noch freie Plätze hatte.

    Liebe Grüße

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 14:17

      Tut mir leid fürs doppelt posten🙈 Dachte, dass das erste Kommentar nicht an kam.

  • Antworten Janina 9. November 2016 at 14:25

    Hallo Liebes,
    ach ja.. wie gut kann ich dich verstehen. Vor zwei Jahren standen wir genau vor demselben Problem. Es war furchtbar. Und ich dachte auch, es gäbe wirklich keinen Ausweg (wenn dich unsere Geschichte dazu interessiert, kannst du sie auf dem Blog nachlesen, ich mag hier jetzt keinen Link reinsetzen). Und dann, auf einmal, kam der Anruf von einer Kita, wo wir auf der Warteliste standen. Ich wünsche dir genau das Gleiche Ergebnis, denn ihr habt es verdient!
    Übrigens waren wir bei beiden Kids erst bei einer Tagesmutter und das war wirklich toll! Klar, man hat manche Sachen noch selbst zu erledigen, aber für die Kinder ist es ein sanfterer Einstieg in die Fremdbetreuung. Ich fand es klasse, aber klar, man kann es sich echt nicht mehr aussuchen… leider.
    Hoffentlich habt ihr ein Happy End!
    Ganz liebe Grüße,
    Janina

  • Antworten Laura von trendshock.de 9. November 2016 at 14:51

    Ich bin so gespannt wie es bei uns wird. Nach Arics Geburt haben wir uns damals sofort für einen Kindergartenplatz beworben – jedoch ist es bei uns so, dass als aller erstes die älteren Kinder genommen werden. Was natürlich verständlich ist.

    Mal sehen wie es bei uns mal endet – ich habe Sommer 2018 angestrebt, ob es dazu kommt ist wieder eine andere Frage.

    Hoffentlich bekommt Ihr bald einen Platz <3

  • Antworten Denise 9. November 2016 at 14:55

    Hey Janina! Ich bin selbst Erzieherin und bekomme täglich dir Not der Eltern mit! Vielleicht hilft dir der eine oder andere Tip! Du könntest dich mal direkt beim Kreis Jugendamt und/ oder beim Jugendamt melden, vielleicht wissen die etwas! Und die Idee ist nicht für jeden etwas, aber ich schlage es dir trotzdem vor!😜Wie wäre es mit einem au pair?!? Ich selbst war au pair in den USA und ich und die Familie haben davon profitiert! Ansonsten könntest du auch einen kitaplatz einklagen! Es muss doch eine Kita für Mimi geben! Drücke für die Daumen!

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 15:21

      Liebe Denise,

      ganz ganz lieben Dank. Wir haben über ein Au-Pair nachgedacht. Ich finde, das ist auch eine tolle Idee, aber obwohl die Wohnung hier groß ist, ist sie für noch eine erwachsene Person mehr doch wieder zu beengt. Leider. Aber da ich ja eh momentan wieder schaue. Sollten wir etwas noch größeres finden, dann ist das wohl unsere erste Lösung. 🙂

      Ich danke dir, wirklich sehr!

      Sei lieb gegrüßt
      Janina

  • Antworten Sandra 9. November 2016 at 15:46

    Was arbeitest du denn überhaupt vollzeit? Nichts für ungut, ich lese deinen Blog sehr gerne aber du wirkst aufgrund der ganzen Posts, instastories etc den ganzen Tag lang nicht wie die typische vollzeit arbeitende muddi. Da musste ich jetzt wirklich lachen.

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 16:02

      Ich arbeite knapp 50 Stunden die Woche. Also sehr wohl Vollzeit und darüber hinaus. Da ich von zu Hause arbeite, mag das manchmal nicht so erscheinen. Aber, das sind halt auch nur kurze Ausschnitte.

      Einerseits ist mein Blog mein Job, eigentlich Arbeit für zwei, plus bin ich dazu selbständig als PR Beraterin, Social Media Managerin und Texterin tätig.
      Ich hab also echt ordentlich zu tun. Ich finde es immer recht traurig, warum Frauen Frauen immer so angehen und degradieren müssen.

      Liebe Grüße Richtung Essen
      Janina

    • Antworten Jule Hebammezauberschoen 9. November 2016 at 18:36

      Hallo Sandra, ich muss tatsächlich ein bisschen (und sehr müde) über deinen Kommentar lachen. Meinst du wirklich die ein Bild von der Arbeit einer anderen Frau durch das lesen eines Blogs und einer App machen zu können?
      Und hast du eine leise Ahnung davon, wieviel Arbeit und Arbeitsstunden in diesem Blog stecken? Vermutlich nicht im geringsten. Sonst würdest du nicht so einen wenig wertschätzenden Kommentar schreiben.

      Dir, liebste Janina sende ich eine feste Umarmung! Deine Jule

  • Antworten Sarah 9. November 2016 at 17:40

    Liebe Janina,

    wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann macht bitte von eurem Recht gebraucht und klagt euch einen Platz ein! In Deutschland muss die Regierung endlich aufwachen und was tun. Ich in Erzieherin und Mutter- ich sehe beide Seiten und von beiden Seiten aus kann es so nicht mehr weitergehen!

    • Antworten Cynthia 10. November 2016 at 7:06

      Ganz deiner Meinung liebe Sandra 🙂

    • Antworten Susa 10. November 2016 at 14:33

      Ich muss Sarah hier auch zustimmen.
      Du kannst den Platz einklagen.
      Das klingt total Banane. Ist es auch.

      Man sollte als Eltern nicht zu so einem Schritt gezwungen werden, aber anders wird den Ländern, Städten und Gemeinden auch nicht klar, dass dringend Handlungsbedarf besteht.

      Bei uns gibt es so eine Art Meldestelle in der Stadt, bei der man sich tatsächlich schon in der Schwangerschaft melden kann, damit der Bedarf ermittelt und rechtzeitig für Plätze gesorgt werden kann. Dieses Jahr wurde deshalb und eben auch auf Grund von Klagen eine Not-Kinderkrippe in einem alten Jugendtreff geschaffen. Für 100 Kinder.

      Ich drücke die Daumen und würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden hältst, ob ihr euch für eine Klage entschieden habt.

      PS: Ich finde es übrigens toll, wie es die Stadt Hamburg macht. Dort wird ja glaube ich sogar bis 20 oder 30 h der Betreuungszeit bezahlt.

  • Antworten Rosi 9. November 2016 at 17:52

    AMEN!!
    same same hier in München! Es ist absolut Scheiße was der Staat/Bundesland/Stadt tur: nämlich gar nichts! Ich war dann sogar soweit, dass ich dem Herrn Bürgermeister persönlich eine Mail geschrieben habe: Ich weiß ja nicht, wie man es sich in der Landeshauptstadt Bayerns mit Mieten von 1300EUR für 65qm leisten kann, das nur einer Arbeiten geht. Und sein, entschuldige, geschissenes Erziehungsgeld in Höhe von 300EUR reichen da mal so überhaupt nicht. Mir half es sehr alles von der Seele zu schreiben, dir mit diesem Post hoffentlich auch, gelesen hat es der Herr Reiter wahrscheinlich eh nicht, aber mein Zorn war erstmal etwas verflogen.

    Du bist nicht allein!

    alles liebe,
    Rosi

    • Antworten Jeannette 21. Dezember 2016 at 10:58

      wenigstens gibt es in bayern ja noch das erziehungsgeld…. ich hatte meine elternzeit extra auf 18mon geplant und pünktlich zum ersten b-day des kleinen wurde es dann gestrichen…. und dann stand ich ein halbes jahr ohne geld da…. zum glück war meine chefin so nett das ich urlaubsvertrutung bei meinen kllegen machen konnte und auch danach noch 4-5h die woche arbeiten konnte so das wenigstens etwas geld rein kamm…..
      wobei man ja dazu sagen muss das unsere mieten zum glück nicht so hoch sind wie eure, aber wenn man das geld fest eingeplant hat ist das halt echt bescheiden es dann einfach so ein paar wochen vorher gestrichen zu bekommen…..

  • Antworten evelyn 9. November 2016 at 17:52

    Schonmal über Au pair nachgedacht? Ganz liebe Grüße

  • Antworten Janina 9. November 2016 at 18:04

    Liebe Janina,
    Wir leben im gleichen Bundesland, allerdings auf dem Land und auszuwählen gibt es hier ohnehin nichts an verschiedenen pädagogischen Konzepten o.ä. und einen Platz haben wir auch nicht bekommen. Nicht mal eine Absage… So schade ich es für unseren Sohn finde, dass man ihn einfach nicht berücksichtigt, ist es für mich doch mehr ein klarer Fall von schallendem Gelächter inbezug auf die Gleichstellung von Männern und Frauen. Denn meistens ist es ja doch die Mutter, die dann zu Hause bleiben muss, weniger arbeitet oder irgendwie alles unter einen Hut zubringen versucht, wie Du z.B. Da sind wir in Deutschland leider noch so viele Lichtjahre von den viel zitierten Nachbarn bei uns in Europa entfernt, dass ich für mein Berufsleben nicht mehr dran glaube, da noch eine wirkliche Veränderung zu erleben.
    Liebe Grüße
    Janina

  • Antworten Katrin 9. November 2016 at 18:20

    Unglaublich! Mir war die Problematik mit Betreuungspätzen zwar bewusst, aber das es dann doch so heftig ist, dass ist mehr als traurig. Schade das die Bundesländer dafür verantwortlich sind und es nicht Deutschlandweit eine Regelung gibt. Hier in RLP hingegen leben wir im wahren Luxus. Einen zugesicherten Kita Platz im Ort ab Geburt, ab dem 2. Lebensjahr sogar kostenfrei. Ich habe einfach angerufen wann Felix kommen wird und das war’s… Das ist ungerecht!

  • Antworten xx 9. November 2016 at 18:22

    Lass dir doch einfach einen Kindergartenplatz sponsern! <3

  • Antworten Tanja 9. November 2016 at 18:31

    Wir hatten mit unseren beiden Kindern wahnsinniges Glück. In beiden Fällen hat hier in der Gemeinde eine neue Krippe aufgemacht und wir eine Zusage. Bei meiner Tochter hatte ich parallel noch die Zusage meiner betriebsinternen Krippe.

    Ich kenne aber auch ganz viele Geschichten von Münchner Müttern, die auch keinen Platz bzw. noch nicht mal eine Absage bekommen – außer man ist bereit hohe Summen (ca. 1000€ pro Monat zu zahlen. Leider geht es in München dann im Anschluss an die Krippe mit dem Kindergartenplatz und dem Platz im Hort weiter …

    Ich wünsche Euch, dass ihr ganz bald einen schönen Platz für Mimi findet!

    Liebe Grüße
    Tanja

    I

  • Antworten Hoffmann 9. November 2016 at 18:38

    Hallo Janina, ich kann Dir raten, Dich an das Familienserviceburo der Stadt Hannover zu wenden. Die Stadt hat auch Krippen für Kinder, die keinen Platz erhalten haben. Diese Plätze werden über das Familienserviceburo vermittelt. Ansonsten weiß ich, dass die Kollegen/Kolleginnen vor Ort sehr bemüht sind, eine Lösung zu finden.
    Wir haben damals ab August 2015 angefangen uns auf Krippenplatze zu bewerben und insgesamt auch fünfundzwanzig Bewerbungen geschrieben. Ab Ende Februar 2016 trudelten nach und nach Zusagen ein. Der letzte Platz wurde uns sogar im Oktober noch angeboten. Ich denke daher, dass sich bei euch ganz sicher gegen Frühjahr nächsten Jahres noch etwas tun wird, denn dann werden die meisten Plätze ja erst vergeben.
    Ich drücke dir die Daumen.
    Julia aus Hannover

  • Antworten Fee 9. November 2016 at 18:39

    Ich hab die Konstellation hier ähnlich,zwar hab ich keine vier Jobs,aber arbeite neben Kind und Haushalt als Journalistin.ist gerade abends nicht einfach,wenn man zu ner Theatervorstellung muss. Allerdings sehe ich das etwas differenzierter,denn es ist absoluter Luxus für mich von zu Hause aus arbeiten zu können.ich hab weder früh eine vorgegebene Zeit zu der ich anfangen muss,noch einen Feierabend der mich zwingt unbezahlte Überstunden zu machen. Eigentlich hab ich nur einen vorgegebenen Zeitraum in dem ich Abgabe habe und das lässt sich mit Organisation auch bei zwei Kleinkindern bewältigen. Und finanziell gibts genug berufe,die sich weniger lohnen,deshalb bin ich da ganz ehrlich: ich verstehe,warum eine Frau die von 9-17 Uhr arbeitet eher einen Kita Platz bekommt als jemand der selbstständig ist. Klar,es wäre hier aufgeräumter wenn ich den halben Tag ohne Kids hätte,aber andererseits ist’s auch ganz nett die beiden bis zum dritten Geburtstag daheim begleiten zu können. Für die sozialen Kontakte haben wir hier vor Ort ne tolle spielgruppe,da sind sie dann zweimal pro Woche für zwei Stündchen,vielleicht wäre das auch was für dich zur Überbrückung?

  • Antworten Marike 9. November 2016 at 18:40

    Liebe Janina,

    Das klingt wirklich furchtbar anstrengend! Wir sind vor kurzem von Hamburg nach Berlin gezogen und mussten auch hier feststellen: Kita-Platz? In zwei Jahren vielleicht!

    Mit sehr viel Glück haben wir dann einen Platz in einer kleinen Gruppe bei zwei Tagesmüttern gefunden, als ich mich selbst schon als ewige Hausfrau und Mutter enden sah (nicht falsch verstehen, das war nur einfach nicht mein Plan).
    Ich muss meine Tochter jetzt jeden Tag 15 Minuten fahren, dann 15 Minuten nach Hause fahren (ich arbeite im Home Office), dann wieder 15 Minuten fahren, um sie abzuholen und 15 Minuten nach Hause. Wenn es sich staut sogar mehr. Aber das ist mir egal. Hauptsache, sie kommt unter Kinder und ich kann wenigstens ein paar Stunden am Tag meinen Aufträgen nachgehen.

    Mir bleibt nichts anderes übrig, als dir viel Glück zu wünschen und: Bleib dran! Es ist unglaublich nervenaufreibend, aber vielleicht habt ihr bald auch mal Glück bei der Suche!

    Liebe Grüße!
    Marike

  • Antworten Sarah 9. November 2016 at 18:50

    Hallo Janina,
    Ich kann deinen Frust sehr gut verstehen, auch wenn du als Selbständige sogar noch wirklich gut dran bist. Ich kenne einige Frauen, die vor ihrer Arbeit erstmal eine halbe Stunde in die entgegengesetzte Richtung zur Kita fahren, also eine Stunde früher aus dem Haus müssen. Weil sie, wie du so richtig geschrieben hast, sonst ihren Job verlieren würden.

    An der Situation wird sich aber nur dann etwas ändern, wenn ganz viele betroffene Familien klagen. Solange alle nur darüber reden dass es schlecht läuft, gibt es doch keinen Grund neue und teure Kitaplätze zu schaffen. Also kann ich allen Betroffenen nur raten: kämpft für euer Recht und werdet unbequem!

    LG Sarah

    • Antworten Janina 9. November 2016 at 18:54

      Liebe Sarah,

      ich verstehe das Argument mit der Selbstständigkeit gut. Aber dennoch ist es so, dass ich durch die nicht vorhandene Betreuung meiner Arbeit nicht richtig nachkommen kann, sprich, ich verliere Aufträge. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass mir ein Teil meiner Einnahmen wegbringt, weil ich es einfach nicht mehr schaffe, voll berufstätig zu sein und ein Kind zu betreuen. Das ist einfach unmöglich. Nachmittags hilft mir Anni sehr viel, aber das ist eben auch nicht ihre Aufgabe.

      Ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

  • Antworten Katharina 9. November 2016 at 19:24

    Oh weia! Ich wusste nicht, dass es in Hannover so schlimm steht um die Betreuungsplätze – das tut mir leid für Euch!
    Ehrlich gesagt würde ich alle Mittel nutzen und womöglich klagen. Es kann doch nicht sein, wie das läuft. Völlig undurchsichtig und falsch! Ich verstehe auch nicht, wieso unser Kitaplatz um einiges teurer ist als in der Nachbarstadt. Es ist letztlich vor allem eine Rechnerei, ob und wie lange man sein Kond betreuen lässt und wie sich das mit dem (Teilzeit)job rechnet. Ich finde dieses System absolut nicht in Ordnung und finde es schrecklich, das wir Mütter uns dem fügen müssen.
    Ich drücke Euch die Daumen!
    Liebe Grüße
    Katharina

  • Antworten Leni 9. November 2016 at 19:27

    Hallo Janina,
    Das tut mir wirklich leid für euch!!
    Bei uns auf dem Land ist es ähnlich. Wir haben 3 Kindergärten und es hatten in diesem Jahr (trotz Überbelegung) 23 Kinder keinen Kindergartenplatz . Letztlich würden diese Kinder dann auf die 3 Kindergärten verteilt. Das heißt mehr Stress für uns und eine weniger gute Qualität die sich auf das Wohl der Kinder auswirkt. Das ist echt einfach nur traurig! Gerade in der heutigen Zeit, wo es sich kaum noch eine Mutter leisten kann zuhause zu bleiben. Ich wünsche euch ganz viel Glück und würde euch auch raten euch einen Kitaplatz einzuklagen. Damit ist nicht nur uns Erzieherininnen geholfen sondern vorallem den Kindern, die eine anständige Betreuungsqualität bekommen.

  • Antworten Nonna 9. November 2016 at 19:28

    Sodass habe ich echt noch nicht gehört und ich komme auch aus Niedersachsen und kenne viele Mütter dort. Wie wäre es vielleicht mal bei der Gemeinde bzw Stadtverwaltung anzurufen? Die haben da ja Berater. Manchmal wird ja auch kurzfristig ein Platz frei, wegen Umzugs oder so…So war es bei meiner Schwester. Steht Mimik denn jetzt auf sämtlichen Wartelisten und seit Wann? Man muss sich ja durchaus mit gewissem vorlauf bewerben. Zur not hilft wohl wirklich nur einklagen. Würde Ich echt tun. drücke weiterhin die Daumen.

  • Antworten Carolin 9. November 2016 at 19:30

    Liebe Janina,

    ich studiere Kindheitspädagogik. Besonders schlimm ist, dass die Einrichtungen machtlos sind. Die müssen sich an die Vorgaben des Trägers halten und haben eh schon Probleme, neue Fachkräfte zu finden. Allgemein – wie Du schon oben angeschnitten hast – ist es so traurig, wie in Deutschland „das bisschen Kinder erziehen“ angesehen wird – in Hinblick auf den Tarif und die gesellschaftliche Anerkennung. Das Problem ohne genug Fachpersonal in den Griff zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Ich wünsche Dir alles Gute für die Suche nach einer KiTa, es ist so schade und macht wütend, dass trotz des Rechtsanspruchs eine derzeitige Betreuung für Mimi nicht gegeben ist. Hast Du schon bei pme gefragt? Ich mache bei denen bald ein Praktikum und habe im Kopf, dass die in Hannover mehrere KiTas haben. Ich drücke Dir die Daumen! Liebe Grüße

  • Antworten Laura 9. November 2016 at 20:40

    Hallo Janina

    dieses doofe hin und her und warten kenne ich nur zu gut. Ich melde mich nicht als Mutter, sondern als Erzieherin zu Wort.

    Ich kenne dieses Problem nur zu gut, jeden Tag , rufen Eltern an, kommen vorbei, schreiben Emails um ihre Kinder bei uns anzumelden. Wir freuen uns klar, dass es so viele Eltern gibt, die ihr Kind genau zu uns in die Einrichtung schicken wollen, weil sie bsp. selbst als Kind bei uns waren.
    Allerdings ist es um so trauriger ihnen zu sagen, das die Chancen auf einen Platz nicht die Besten sind.

    Ich arbeite in einem „Dorfkindergarten“ kein sonderlich großes Dorf …. ca. 3000 Mitbewohner .. Die nächste Großstadt sind Bonn und Koblenz . Jede ca 30 Minuten von uns entfernt.
    Selbst wir haben die Probleme mit den Plätzen. Unsere Plätze sind nahezu alle belegt, bzw die Kinder werden dieses Jahr noch eingewöhnt.

    Problem bei uns ist das neue Neubaugebiet welches sich über mehrer Bauabschnitte erschließt . Den Leuten wurde zugesichert, dass es rundherum genug Kindergartenplätze gibt. Aber Pustekuchen. Nichts ist da… Wirklich .. ein Hauch von Nichts .. Die Politiker versprechen den Leuten Dinge , Kinder haben den Anspruch auf den Kindergartenplatz ab 2 Jahren. Aber Kapazitäten sind keine da. Selbst nach dem Anbau für 25 Kinder … reicht es nicht ….

    Ich kann dir nur den Tipp geben dich ans Jugendamt zu wenden, den da aufs Dach zu steigen. Die haben Nummern von anerkannten Tagesmüttern.

    Es gibt auch eine Internetplattform Namens Juniko.de – die Kümmern sich quasi darum, dass du in drei meine ich deiner Wunschkitas einen Platz bekommst und die gehen damit wohl auch vors Gericht. Dem Kindergarten kann man dort meist nicht die Schuld geben, weil einfach der Platz nicht da ist .
    Aber vielleicht lernt das Land aus seinen Fehlern und schafft Plätze.

    Ein Au Pair Mädchen wäre wahrscheinlich auch nicht das Richtige, weil Mimi der Kontakt zu gleichaltrigen sicher unheimlich gut tut.

    Übrigens werden Kinder (zumindestens bei uns) nach Alter auf genommen. Leider ist es egal ob du das Kind schon ein paar Tage nach der Geburt angemelt hast. Kommt ein Kind welches ein paar Tage, Monate älter ist als dein Kind, dann hat dies ehr das Anrecht auf den Platz.. frag nicht warum …. dies verstehe ich selber nicht

    Ich drücke euch noch ganz ganz doll die Daumen…
    Alles Liebe .. und viele Grüße

  • Antworten Teresa 9. November 2016 at 21:27

    Liebe Janina,
    schon lange folge ich dir bei Instagram und lese hier mit. Bisher eher still, aber heute möchte ich gerne etwas zu deinem Beitrag sagen. Ich bin 23 und Mama von einem 6 Monaten alten Sohn und verstehe deine Einwände (und die der anderen Eltern) sehr. Ich bin nämlich Erzieherin, habe 4 Jahre in einer Krippe gearbeitet und bis zur Elternzeit in einem Kindergarten. Ich lebe in Frankfurt am Main und was soll ich sagen, die Lage hier ist ähnlich, es gibt viel zu wenige Betreuungsplätze und dadurch, dass man nur 1 Jahr volles Elterngeld beziehen kann, lässt einige Eltern ins schwitzen geraten. Immer wieder höre ich von vielen Eltern wie das sein kann, es sollte doch möglich sein, dass Mütter, Kind und Job vereinbaren können. Nun hier in Frankfurt am Main ist es so, dass die letzten Jahre sehr viele Krippen eröffnet wurden, aber die Situation hat sich nicht wirklich geändert.
    Nun woran liegt das und das ist mir wirklich wichtig hier loszuwerden. Ich bin Erzieherin, habe 5 Jahre Ausbildung gemacht. Das ist in Deutschland so, in wenigen Bundesländern sind es 4 Jahre die man machen muss, in der Regel 5 Jahre. So nun habe ich die ersten 4 Jahre kein Gehalt bekommen, das bekommt man in dieser Ausbildung nämlich nicht, auch nicht, wenn man als Praktikant in Ausbildung angestellt ist. Das ist leider traurige Wahrheit. Nun habe ich und viele andere Pädagogen, 4 Jahre kein Geld bekommen, im 5. Jahr gibt es das erste Gehalt, allerdings nur sehr wenig. So nun hat man 5 Jahre Ausbildung gemacht, hat nach den ersten 2 Jahren die erste Abschlussprüfung, für den ersten Teil, dann nach weiteren 2 Jahren ein großes mündliches und schriftliches Examen, im letzten Jahr (dem Anerkennungsjahr) hat man 3 Facharbeiten zu schreiben und am Ende eine große mündliche Prüfung mit 3 Prüfern. Und was verdient man am Ende nach 5 Jahren Ausbildung? Davon kann man keine Familie ernähren!
    Und hier kommen wir nämlich zum eigentlichen Problem, das Problem liegt am Ruf und Stand diesen Berufes. Und würde der Erzieherberuf ENDLICH mal aufgewertet werden und wir nicht nur als Bastel-Spiel-Tanten abgestempelt werden und wir endlich ein angepasstes Gehalt erhalten würden, dann gäbe es mehr Erzieher, dementsprechend auch mehr Kapazität an Betreuungsplätzen.
    Hier in Frankfurt gibt es einige Krippen die 6 Gruppen, für jeweils 10 Kinder haben, aber nur 2 offen sind, weil kein Personal da ist, um die weiteren 4 zu eröffnen. Das finde ich ziemlich traurig.
    Größtenteils liegt das daran, dass der Erzieherberuf in Deutschland noch unter dem Begriff „Fürsorge“ und nicht „Bildung“ zu finden ist. Und das finde ich einen großer Fehler, denn wir sind auch im Bereich „Bildung“ tätig, genau so wie das z.B. ein Grundschullehrer ist. Wir schreiben pädagogische Konzepte, machen Angebote/Projekte, gehen auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder ein, auf deren Interessen, wir schreiben Entwicklungsberichte über die Kinder (grobmotorische, feinmotorische Entwicklung, Sozialverhalten, Sprache usw.), wir erkennen entwicklungsauffällige Kinder, beraten, betreuen und ich könnte die Liste noch ewig weiter führen!
    Das ist so viel mehr, als es vlt noch vor 20/30 Jahren war und dennoch findet es kein Gehör. Ich persönlich finde aber, dass man sich dann nicht wundern darf, wenn zu wenige Betreuungsplätze da sind, denn es fehlt schlichtweg einfach am Personal und genau da sollte man anfangen!
    Denn ich finde es ziemlich schade, dass man sich mittlerweile nicht mehr Aussuchen kann in welche Einrichtung man sein Kind schickt. Dass man nicht mehr nach Konzept auswählen kann. So gerne wie du deine Tochter in eine Montessori Einrichtung geben möchtest, würde ich mir für meinen Sohn auch gerne eine Einrichtung nach Konzept aussuchen, aber leider geht das nicht, weil es keinen Platz gibt und ein 6er im Lotto zu gewinnen, genauso realistisch ist. Traurig aber wahr.
    Ich möchte mit meinem Text niemanden angreifen, mir brennt dies schon so lange auf der Seele und mir war es wichtig loszuwerden. Danke für deinen Beitrag aus Sicht einer Mama, die ihren Beruf liebt und ich hoffe ich konnte evtl. etwas Beitragen, aus der Sicht einer Pädagogin. 🙂

  • Antworten Mamas poulette 9. November 2016 at 23:18

    Dieses Thema ist so, so frustrierend! Wir haben solch frustrierende Erfahrungen gemacht. Und private KiTas sind auch keine Alternative. Stichwort „Auch nicht alles Gold, …“ Bei der Kohle, die wir da gelassen haben, hätte ich auch gleich zu Hause bleiben können. Beim Zweiten hatten wir den Bonus „Geschwisterkind“. Ansonsten vor (Mitte) 2018 nix zu machen!?
    Egal mit wem man spricht, man hört zu dem Thema nichts Gutes.
    Ich sehe bei dem Thema in der Politik rot. Seit Jahren wird darüber geredet. Und nix passiert. Das Thema geht Hand in Hand mit „Wohnungssuche für Familie“. Ein Teufelskreis.

  • Antworten Susanne 10. November 2016 at 7:33

    Liebe Janina, ich kann dich total gut verstehen, hier in Köln ist die Situation genauso. Wir hätten wohl mit einer Fake-Geburtsurkunde losgehen müssen- das wurde mir nämlich geraten!!! Was die Eltern hier teilweise veranstalten, um ihr Kind unterzubringen, ist schon fast pervers. Von einem Kitaplatz (ellenlange Wartelisten…) haben wir uns jedenfalls längst verabschiedet, selbst die Privaten sind voll (Wartelisten! und für uns ohnehin unbezahlbar) und auf die städtische Unterstützung, die uns eine Tagesmutter (dazu sind sie ja schließlich verpflichtet- haha) schicken soll, warten wir bisher vergebens, obwohl Juli im Januar Betreuung bräuchte. Wir haben uns gegen das Einklagen entschieden, da man hier in Köln dann jeden Platz nehmen muss, der innerhalb 5 km Luftlinie liegt. Was das bedeutet, brauche ich wohl niemandem zu erklären, der in einer Großstadt wohnt…Ich drücke dir dennoch feste die Daumen, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder- wie wunderbar wäre das 😉

  • Antworten Ina 10. November 2016 at 11:13

    Hallo, vielleicht ist unter deinen Leserinnen ja eine Anwältin, die mal einen Beitrag schreiben möchte, wie das wirklich ist, mit dem Rechtsanspruch und wie man vorgehen muss, um seinen Platz einzuklagen, was die Vor- und Nachteile sind etc. Das fände ich super!!

  • Antworten Meri 10. November 2016 at 12:37

    Ein Tipp der viellicht Gold wert ist bzw. es hat bei uns geklappt.

    Wir haben uns auch in 10 Kitas angemeldet und alles sagten keine Chance, Warteliste…Bla Bla! Aber jeder Kita sagte wir sollen uns in regelmäßigen Abständen melden und das tat ich auch. In 2 der 10 Kitas bin alles 6 Wochen persönlich hingegangen (oft mit Kind) und habe bisschen Smalltalk gehlaten und gesagt, dass wir einen Platz brauchen., weil ich in meine Vollzeitstelle zurück will. Jede 6. Woche tanzte ich immer wieder an. Glaube mir, dass wird vermerkt und drauf wird sehr geachtet, denn schließlich will man ja etwas von der Kita und nicht anders herum. Also immer melden und präsent sein. Als ich das 7. mal in unserer favorisierten Kita ankam, sagte mir die Leitung, das zwar 10 Kinder noch vor unserem Kind sind, aber sie gibt uns den Platz, weil die anderen sich wenig oder gat nicht mehr gemeldet haben nach der Anmeldung. Wir bekamen den Platz, weil sie die Dringlichkeit bei uns gesehen hat, dass wir den Platz brauchen, weil ich halt da jede 6. Woche aufglaufen bin. Könnte evtl. auch bei dir zum Erfolg führen .

    Viel Erfolg noch!
    meri von http://the-stylelicious.com/

  • Antworten Pia 10. November 2016 at 14:05

    Hier auf dem Land in Ostfriesland ist es genau andersherum, denn wir haben genug freie Plätze, aber keine Kinder!
    Wir mussten um unseren Kindergarten kämpfen, da eine Schließung drohte, weil einfach zu wenig Kinder angemeldet sind.
    Da kann man sehen, wie unterschiedlich Stadt und Land Leben doch sind.
    Drücke Dir trotzdem weiterhin die Daumen bei der Suche nach einem Platz!
    Liebe Grüsse Pia

  • Antworten Luzi Engelfried-Hornek 10. November 2016 at 18:10

    Liebe Janina,

    ich kann deine Verzweiflung 100% nachvollziehen – es ist so unfair! Man möchte arbeiten aber hat keine Betreuung fürs Kind… Bei meinen Eltern war es damals so, dass mein Bruder (6 Jahre jünger als ich) auch bei einer Tagesmutter untergebracht war und dann auch einige Zeit bei den Eltern meiner Mutter ihrer Freundin. Irgendwann haben meine Eltern dann den Entschluss gefasst ein Au Pair auf Frankreich für 2 Jahre zu holen und was soll ich sagen… Es war auch für mich die schönste Zeit. Die Französin hat alles mögliche mit uns Kindern gemacht, sie hat sich unglaublich toll um uns gekümmert, war für mich irgendwann sowas so etwas wie eine Freundin oder große Schwester und war eine große Hilfe für uns, nur so konnte meine Mutter die Karriere einschlagen, die sie jetzt nach ganz oben gebracht hat. Mein Vater ist auch selbstständig und auch er war froh uns Kinder immer in guten Händen zu wissen. Wäre nicht auch so etwas eine Lösung für euch? Natürlich kostet sowas viel Geld aber es ermöglicht einem wiederum mehr Kraft und Kopf in die Arbeit zu stecken – wer weiß, vielleicht ergeben sich ja dann weitere lukrative Geschäfte…

    Ganz liebe Grüße
    Luzi

  • Antworten Juliana 10. November 2016 at 19:14

    Hey! Wir wohnen hier auf einem
    Dorf und sind, was Ganztagesbetreuung angeht eher die Sonderlinge, trotzdem haben wir keinen Platz bekommen. Nach einem Gespräch mit dem Jugendamt, einigen Telefonnummern und Telefonaten meinerseits ist unsre Tochter bei einer Tagesmutter und es ist so so toll. Die Gruppe ist viel kleiner als in der Kita und das Ganze erscheint mir individueller. Trotzdem ist es Wucher was wir zahlen. Aber hey, dafür wird sie gut betreut und es gefällt ihr. Und trotzdem lohnt es für mich fast nicht arbeiten zu gehen, was vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit ja irgendwie auch nicht sein kann, aber ich will unbedingt und ich verstehe wie es dir geht. Ständig das Gefühl zu haben, man macht eines der beiden – Arbeit oder Kind – nur halb. Das strengt auch unheimlich an. Aber du machst das so gut! Du bist echt ne Rakete und ich bewundere wie du das machst. Ihr findet sicher ganz bald noch eine Betreuungsmöglichkeiten. Ich drücke Euch die Daumen!

  • Antworten Bianca 10. November 2016 at 19:30

    Oh man die Geschichte ist ja der Hammer und einfach kaum zu glauben. Jetzt bin ich froh, in der ostdeutschen Provinz zu leben, denn hier ist die Kita-Landschaft so super ausgebaut, dass wirklich jeder einen Kita-Platz bekommt. Das wird alles über die Stadt organisiert, es gibt kein Klinkenputzen bei Kita-Leiterinnen oder Vorstellungsgespräche. Meist klappt es auch mit der Wunsch-Kita und berufstätige Eltern rutschen auf einer Warteliste automatisch weiter nach oben….
    Wir hatten 4 Wochen nach Anmeldung bei der Stadt eine Zusage für unsere Kita-Wunsch-Platz.
    Ich drücke euch die Daumen für einen baldigen Platz.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

  • Antworten Francis 10. November 2016 at 19:40

    Liebe Janina,

    es ist wirklich sehr traurig soetwas zu lesen. Ich bin Pädagogin und kenne deshalb diese Situation von der anderen Seite. Gerade durch den gesetzlichen Anspruch, sind vor allem Krippen gerne mal einfach voll. Und keiner Leitung macht es Spaß Familien abzulehnen. Aber sie müssen es, sonst geht ganz schnell jegliche Qualität der Betreuung veloren. Das hilft euch natürlich keineswegs weiter. :/ Den Vorschlag den Anspruch beim Jugendamt einzufordern, finde ich dagegen sehr gut. So würdet ihr hoffentlich bei der Suche unterstützt werden.
    Eine Alternative, die ich aus eigener Erfahrung kenne, die zumindest eine vorübergehende Lösung sein könnte, sind Pädagogen in Ausbildung. Ich weiß nicht, ob es das ist, was du dann doch abgelehnt hast, aber ich habe selbst während des Studiums eine Familie mit 3 Kindern mehrere Tage in der Woche unterstützt, um der Mutter den Einstieg in ihren alten Job erleichtern zu können und allgemein mehr Freiraum zu schaffen.
    Natürlich muss man dieser Person tatsächlich vertrauen, aber auch bei einer solchen Zusammenarbeit lässt sich einiges umsetzen, wenn man die richtige Person findet. ( es gibt sicher genügend, die sich mit der Montessori Pädagogik auskennen und identifizieren)
    Ich wünsche euch sehr, dass ihr bald einen Platz für eure kleine große Maus findet! Aber an dieser Stelle glaube ich daran, wie es passiert hat es einen Sinn 😘

    Liebe Grüße
    Francis

  • Antworten Jojo 10. November 2016 at 21:14

    Liebe Janina,

    hast du die Kita in der Schillerstraße 30 gegenüber Galeria Kaufhof auch schon abgeklappert? Da wollte ich meinen Sohn damals anmelden die war zu dem Zeitpunkt auch noch Privat und hat mehrere Gruppen von Klein bis Groß. Die Mitarbeiter waren sehr nett (ich habe im gleichen Gebäude gearbeitet).

    LG und viel Erfolg bei der Suche.

  • Antworten Blogprinzessin 11. November 2016 at 10:43

    Liebe Janina, du bist nicht allein!
    In Schleswig Holstein ist es auch bescheuert geregelt, dazu (habe ich grade irgendwo gelesen) auch die höchsten Kittgebühren überhaupt. Wir haben 2013 auch keinen Platz für unsere Tochter gefunden, der mit unseren Arbeitszeiten irgendwie kompatibel gewesen wäre. Umziehen war auch keine Option, und so sind wir jetzt Selbstbetreuer geworden. Nicht aus völliger Überzeugung sondern aus der Not heraus.

    (Was bei euch natürlich keine Option ist, das meine ich damit auch gar nicht). Ich drücke euch jedenfalls die Daumen das es doch noch irgendwie ne Lösung gibt.
    xo,
    Katarina

  • Antworten Charlyori 11. November 2016 at 11:44

    Liebe Janina,
    Erst mal drücke ich euch die Daumen das ihr so schnell wie möglich einen Kitaplatz für die kleine bekommt. Ich finde das ist so wichtig. Wir hatten Glück und haben gleich einen Krippenplatz bekommen allerdings kommt die kleine Maus jetzt in den Kindergarten und wir stehen wieder am Anfang.. wir haben zwar einen Platz bis 13:30 Uhr bekommen ( Das hört sich am Anfang viel versprechend an ) allerdings arbeite ich im Einzelhandel und mein Arbeitgeber macht mir da einen Strich durch die Rechnung, Da sie mir nicht erlauben mit meinen Stunden runter zu gehen. Also trotz Kitaplatz muss ich mir wahrscheinlich einen anderen Job suchen und Das kann es doch wirklich nicht sein in Deutschland. Und das schlimme ist es fühlt sich keiner dafür verpflichtet. Alles Gute. Liebe Grüße aus Mannheim

  • Antworten Svenja 11. November 2016 at 16:50

    Liebe Janina!
    Das ist auch bei uns, obwohl wir in Hamburg wohnen, ein riesengroßes Bauchschmerz-Thema! In Hamburg ist das ganz individuell, je nachdem in welchem Stadtteil man wohnt… Natürlich ist das großartig, dass die Stadt Hamburg einen 5 Stunden Gutschein finanziert, hilft uns aber leider auch nicht, wenn wir keinen Platz bekommen. Ich für meinen Teil kann nun meinen alten Job nicht antreten!
    Es gibt ja auch die Möglichkeit eines Tages Au-Pairs oder man teilt sich ein Au-Pair-Mädchen mit einer anderen Familie! Darum bemühe ich mich derzeit zum Beispiel, oder eine Leihomi und natürlich die alt bekannten Mittel mit Babysitter etc. Vielleicht ist das ja auch eine Idee für euch! Liebe Grüße, Svenja

  • Antworten Katrin 12. November 2016 at 7:09

    Hallo Janina, ich arbeite in der List und meine Kollegin meinte vor kurzem, dass bei Ihnen Plätze frei seien (auch List). Würde euch das helfen oder wohnt ihr in einem Stadtteil auf der anderen Seite Hannovers? Ist zwar auch eine Eltern-Ini, aber mit guten Betreuungszeiten…

    VG
    katrin

    • Antworten Janina 12. November 2016 at 7:36

      Liebe Katrin,

      das hilft mir sehr sehr sehr.
      Ich würde sehr gern eine Bewerbung abgeben.
      Wie heißt die Einrichtung denn?

      Herzliche Grüße
      Janina

  • Antworten Sophie (Kinder haben ...und glücklich leben!) 12. November 2016 at 9:58

    Oh Mann, ich kenne dein Problem zu gut. Hier (Ruhrgebiet) ist es ähnlich. Wir haben die ersten drei Jahre mit Tagesmüttern verbracht – und zwar mit drei verschiedenen. Die erste war super, betreute aber zu wenige Stunden und ich musste bald wieder Vollzeit arbeiten. Die zweite war ein Griff ins Klo, deswegen baldiger Wechsel. Die dritte war dann wieder toll. Jetzt ist das Kind in der Kita – aber auch hier: Betreuung nur bis 14 Uhr. Das reicht manchmal hinten und vorne nicht, war aber das einzige, was wir gekriegt haben. Zum Glück ist die Einrichtung wenigstens OK und das Kind fühlt sich wohl.

    Ich kenne vor allem Familien, die zwar irgendeine Betreuung gefunden haben, damit aber absolut nicht zufrieden sind. Vor allem unter Tagesmüttern gibt es wahnsinnig viele schwarze Schafe! Und da zeigt sich ja das zweite große Problem: Wenn der Ausbau dann stattgefunden hat, mangelt es an der Qualität. Aber dafür ist dann natürlich nicht auch noch Geld da.

    Ich finde mittlerweile, die gesamte Bildungspolitik in diesem Land ist ein Skandal. Eigentlich müsste sich mal ein großer Elternprotest organisieren. Aber wer von uns hat dazu die Kraft, wenn wir uns schon so täglich nur irgendwie durch den Alltag schleppen?

  • Antworten Mrs. Ella 12. November 2016 at 23:11

    Oh man, das ist ja furchtbar 🙁
    Ich drücke euch ganz feste die Daumen, dass das mit einem Kitaplatz sehr bald klappt! Wir hatten echt noch Glück und unsere Kleine konnte zwei Wochen vor ihren ersten Geburtstag ihren Kitaplatz in unserer Wunschkita antreten. Dabei haben wir sie erst 11 Monate vorher angemeldet – aber das Umfeld der Kita gehört auch nicht zu den beliebtesten hier in Berlin 🙂
    Man merkt aber zunehmend, dass es auch hier eng wird. In unserer Kita ist der nächste Platz im April 2018 frei – da muss echt was getan werden!
    Wie gesagt: Die Daumen sind gedrückt! Durchhalten!

  • Antworten Nastasja Klöckner 28. August 2017 at 19:30

    Halli Hallo, ja wir haben dieses Jahr auch keine Zusage erhalten. Ich erzähle einfach mal: Bei uns in NRW haben wir diesen kitanavigator online System dort sucht man sich 5 kitas raus ( mehr geht nicht 😬) finde das total bekloppt. Habe unseren Sohn Anfang Januar 2016 dann für Sommer 2017 vorgemerkt bei 5 verschiedenen kitas. Dann im Herbst 2016 wurden wir von allen kitas eingeladen um uns alles anzusehen. Super alle toll, sie sagten im Februar /März 2017 würden wir dann was hören. Ja nix haben wir gehört, hab dann alle angerufen und eine Absage nach der nächsten. Tja nix mehr zu machen habe dann noch bei 2 anderen kitas nachgefragt, hab die Hoffnung nicht aufgegeben.
    Aber auch alles voll. Am Jugendamt war ich auch, aber die hatten nur noch was zu weit weg für uns.
    Jetzt geht das Spiel von vorne los für Sommer 2018, und das heißt nicht das wir dann Glück haben.
    Bei meiner Bekannten im Kindergarten sagte mir die Erzieherin das Kinder mit 4 und 5 Jahren ganz schlechte Chancen haben.
    Das ist doch nicht zu fassen, was stimmt denn da nicht? Achja mein kleiner wird im Januar’18 3Jahre.
    Und bei 2 Tagespflegestellen hatte ich auch eine Absage.
    Hoffe ihr habt Glück 🍀
    LG

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