Kolumne

OH LIFE// SO HAB ICH MIR DAS NICHT VORGESTELLT!

14. Dezember 2016

Ich hab mir das anders gewünscht!

 

Ich bin heute über diesen Text hier gestolpert. Ich habe ihn geschrieben, da war Mimi noch nicht ganz ein Jahr alt. Genau genommen, wurde dieser Text so ziemlich genau vor einem Jahr verfasst. Im Dezember. Hinter mir lagen viele Monate ohne Schlaf, dafür waren diese Wochen und Monate laut. Sehr sehr laut. Irgendwie war alles so ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Aber so ist das eben, das Leben ist voller Überraschungen und niemals ein Wunschkonzert. Und so bekamen wir unseren kleinen Wirbelwind, der uns jetzt Tag für Tag glücklicher macht.

 

 

6.Dezember 2015 // Zwischen Höhen und Tiefen

 

Es gibt Momente, da kapituliere ich. Da kann ich nicht mehr, da bricht es aus mir heraus und ich fühle mich der Situation nicht mehr gewachsen. In diesen Momenten fühle ich mich schwach und hilflos, überfordert und überfragt. Und das ist in Ordnung so. Das darf so sein, es ist menschlich und normal. Der Mensch hat seine Grenzen, jeder seine ganz eigenen. Und meine sind momentan erreicht. Nicht nur das, sie sind ausgeschöpft und längst völlig überreizt.

Das Kind in der Trage vor meiner Brust, die Wickeltasche baumelt am rechten Arm, die große Porzellanschale mit den noch heißen Zimtschnecken balanciere ich in der linken Hand. Ich schaue noch einmal kurz auf die Uhr, viertel vor zehn. Oh Mist, ich komme zu spät, schon wieder. Das Mimi-Kind brüllt, ich bin gehetzt und von der {mehr als dürftigen} Nacht noch total benommen. Ich brauche Schlaf, und zwar dringend – das denke ich mir noch. In diesem Moment der Unaufmerksamkeit greift Mimi nach der Schale mit den Zimtschnecken und mit einem Ruck fliegt genau diese in einem hohen Bogen Richtung Fußboden, sie schlägt auf und zerspringt in zig Einzelteile. Die Zimtschnecken liegen überall verteilt. Ich schlucke. Habe ich mich für diese Zimtschnecken nach der grausigen Nacht doch extra früh aus dem Bett gekämpft. Ich beginne zu weinen. Meine Nerven liegen mehr als blank. Verdammt nochmal, verdammter Mist. Ich setze mich auf den Stuhl und atme tief durch, Tränen rinnen über meine Wangen und ich fühle mich ausgelaugt. Ausgelaugt und müde. Einsam. Alleingelassen und überfordert. Ich bin traurig, und auch ein wenig wütend. Ach, was rede ich da. Ich bin verdammt wütend. Auf alles. In genau diesem Moment erscheint mir alles ziemlich dunkel. Acht Monate lang plagen mich nun schon die schlaflosen Nächte. In der Regel kommt das Mimi-Mäuschen jede Stunde. Nicht seltenl sogar halbstündig, manchmal {mit sehr viel Glück} zweistündig. Jede Faser meines Körpers ist müde, so müde und geschafft. All die lieben Ratschläge und gut gemeinten Worte von anderen Müttern oder Vätern trösten mich schon lange nicht mehr. Die Hoffnung auf erholsamen Schlaf habe ich aufgegeben. Ich gehe Abends ins Bett und habe Angst vor der Nacht, das ist die Wahrheit. Oft frage ich mich, ob es überhaupt lohnt, sich hinzulegen. Niemals habe ich mir das Leben als Mutter so vorgestellt. Die Tränen fließen noch immer, sie rinnen meine Wangen hinunter.

 

Es gibt viele Tage, an denen ich das Gefühl habe, all dem nicht mehr gewachsen zu sein. Es nicht mehr zu schaffen. Mein Körper schmerzt, er ist ausgelaugt. Ich bin unkonzentriert und fahrig. An ganz schlimmen Tagen rufe ich Henry an und schreie lautstark ins Telefon. In diesen Momenten bin ich sauer. Sauer auf ihn, sauer auf die Welt, sauer, dass ich all das alleine meistern muss. Enttäuscht, dass Henry in diesen Momenten nicht da ist und mich auffängt. Natürlich würde er mir gern helfen, aber er ist nunmal nicht da. Die schlaflosen Nächte und die darauf folgenden ungnädigen, Vormittage zehren an meinen Kräften. Mimi ist ein liebes Baby, sehr gewinnend und putzig. Aber auch sie ist nach den schlaflosen Nächten am nächsten Morgen übel gelaunt. Oft hilft nur das Auto. Ich habe schon Stunden über Stunden in meiner kleinen Möhre alias Frieda gesessen und war dankbar, das kleine Mädchen endlich in den Schlaf gefahren zu haben. Ich fahre und fahre und fahre, Runde für Runde, Landstaße für Landstraße.

 

Manchmal ist es eine echte Herausforderung, Mama zu sein. In diesen anstrengenden und weniger schönen Momenten trotzdem eine gute Mutter zu sein. Manchmal sitzt man da und es laufen die Tränen. Und ganz manchmal fragt man sich, wer bloß die Idee mit dem Baby hatte. Wollte ich das wirklich, also wirklich wirklich?

Das ist natürlich und und das ist in Ordnung. Es ist wichtig und richtig, in diesen Momenten der Schwäche, der Hilflosigkeit und/ oder Überforderung, seine Gefühle herauszulassen, sie mitzuteilen. Ich bin damit nicht allein, da bin ich mir sicher. Fast jede Mutter kennt sie, diese Momente. Es muss nicht immer alles rosarot und perfekt sein, so ist das Leben nicht. Es läuft eben nicht immer alles rund. Und ja, manchmal fragt man sich, wie man das schaffen soll. Manchmal sitze ich dann da, bin frustriert und traurig, manchmal weine oder schimpfe ich vor mich hin – und dann, dann geht es mir schon etwas besser. Oft wähle ich die Nummer meiner Freundin, spreche mit ihr. Sie hört mir zu, sie muntert mich auf, sie findet tröstende Worte. Fast immer schaut meine Welt dann schon wieder etwas freundlicher aus. Und dann bleibt mir der Glauben daran, dass alles nur eine Phase ist. Dass auch mein kleines Mädchen irgendwann besser schläft. Glaubt mir, es ist vollkommen ok, auch Schwäche zu zeigen. Das ist nur menschlich, oder etwa nicht?

Heute, genau ein Jahr später, schläft unser  Mädchen besser. Ja, sie schläft in der Regel sogar recht gut. Nur zusammen schlafen funktioniert nicht mehr. Jeder in seinem Zimmer, jeder in seinem eigenen Bett – das war für uns die Lösung. Auch ist Mimi so viel zufriedener, ja, unglaublich zufrieden und glücklich sogar. Sie teilt sich mit, sie zeigt mir Tag für Tag, warum es sich lohnt, Mama zu sein. So düster die Tage auch schienen, sie sind überstanden. 

 

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41 Kommentare

  • Antworten Frieda´s Mum 6. Dezember 2015 at 13:40

    Oh je… Ich kann dich gut verstehen. Und bei uns sind es in den ersten Wochen nur Nächte die ich an zwei Händen abzählen kann. Und weh diese komnen in Serie. Drei solcher Nächte in Folge und ich könnte heulen. Ich werde dann ungerecht… Frieda gegenüber, meinen großen Jungs und meinem Mann. Dafür schäme ich mich zugleich, denn keiner meint es böse… Vor allem die kleine Frieda nicht… Ich ziehe meinen Hut liebe Janina… Ich würde das nicht Nacht für Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat durchstehen. Du bist immer so liebevoll, fröhlich und wünderschön… Du bist eine tolle Mutter und es ist erlaubt mal schwach zu sein. Es ist nur menschlich…. ��

  • Antworten Janinchen von W 6. Dezember 2015 at 13:58

    Meine liebe Lori,
    danke Dir! <3

    Leider werde auch ich oft ungerecht, weil ich so müde und kaputt bin. Aber Henry versteht das und weiß, dass es dann manchmal einfach nur raus muss. Allein das „rauslassen“ hilft schon so sehr.

  • Antworten Sabrina 6. Dezember 2015 at 15:36

    Liebe Janina ich verstehe dich so so gut..seit 10 Monaten kämpfen wir uns durch die Nächte und am nächsten Morgen ist der kleine Mann putzmunter, will bespaßt werden und man selber will nur noch auf dem Kinderzimmerboden liegen und schlafen. Einfach mal Dampf abzulassen tut gut und ich denke das hält auch jede gute Beziehung und Freundschaft aus..irgendwann wird es sicher besser und bis dahin hilft wenn gar nix mehr geht eine große Tafel Schokolade. Habt einen schönen 2. Advent und Kopf hoch du machst das super! Wir alle machen das super!

  • Antworten _lamue_ 6. Dezember 2015 at 16:10

    Oh du Arme,ich kann deine Situation zwar noch nicht nachvollziehen (da kein Baby 😉 )aber es gibt kaum etwas schlimmeres als andauernden Schlafmangel (arbeitsbedingt kenn ich das leider auch). Wie toll du aber geschrieben hast,du sprichst einem trotz der Unterschiede unserer Situation so aus der Seele.Und ja,ich finde auch,dass man solche traurigen,kraftlosen Momente haben darf.Manchmal geht es einfach nicht mehr anders,schließlich ist man einfach nur menschlich und keine gefühllose und immer starke Maschine.Ich drück dir die Daumen,dass es mit Mimis Schlaf bald besser wird.Kopf hoch du bist wunderbar!

  • Antworten Anonym 6. Dezember 2015 at 16:48

    Oh Gott, was eine harte Nummer! Hast du es mal mit Fläschchen nachts probiert? Ich weiß, du bist eine Still-Mama und große Verfechterin davon – was ich total toll finde, zumal das Stillen ja leider nicht bei allen Mamas so klappt. Aber Mimi ist mit ihren mittlerweile 8 Monaten ja über die Zeit heraus, wo das Stillen das absolut Allerbeste ist. Alle Stunde oder sogar alle halbe Stunde… ich wüsste nicht, ob ich das durchhalten würde. Zudem hast du dir mit dem Blog ja noch mehr Arbeit „aufgehalst“ als eine Nur-Mama schon hat – und das ist ja auch wahrlich genug.

  • Antworten Nadine 6. Dezember 2015 at 19:33

    Diesen Kommentar hättest du dir wahrlich sparen können!

    • Antworten Caroline 17. Dezember 2016 at 20:48

      ich finde das gar nicht so falsch was sie sagt. Wenn ich so fertig bin, dann wird es Zeit, dass ich auch mal an mich selber denke, denn nur so kann ich wieder Kraft tanken und glücklich sein. Es schadet keinem Baby, ihm für die Nacht eine angedickte Flasche zu geben. Man kann auch alles übertreiben.

  • Antworten mrs fantastic life 6. Dezember 2015 at 21:37

    Oh weh, du Arme! Aber ich verstehe dich zu gut. Zwar sind unsere Nächte mit größerer Taktung vom Baby unterbrochen, jedoch kommt bei uns dann noch der 2,5jährige dazu, der sicherlich genau dann was zu Trinken/Pipi machen/kuscheln/aufstehen muss, wenn das Babykind schlägt. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Wir haben uns allerdings als Team arrangiert und entlasten uns gegenseitig wo es geht, anders wäre es auch nicht möglich. Und ich sage mir ganz ganz oft: Alles nur eine Phase. Irgendwann wird's besser, das ist die große Hoffnung. (Und dann ist alles im Nu vergessen und man weint der 'schönen Babyzeit' hinterher ;))

  • Antworten Mel276 6. Dezember 2015 at 21:37

    Scheint mir nur ein Bett gemeinter Ratschlag zu sein …

  • Antworten Nadine 6. Dezember 2015 at 21:55

    Selber Schuld! Gib ein Abendbrei oder die Flasche! Was ein Aufriss hier! Kind schläft nicht weils nicht satt ist! Müsstest Du als überschlaue Mutter doch sehen!
    Aber ist natürlich wichtiger sich Luxusautos (Leute wie bezahlen die 60.000€ für einen Q7???) zu kaufen und teureHandtaschen, als nen Abendbrei!

  • Antworten Sarah 6. Dezember 2015 at 22:14

    Liebe Janina, ich lese schon einige Jahre mit und habe eine kleine Tochter die nur 6 Wochen jünger ist als deine kleine Mimi.

    Meine kleine Sophia war ab der 6 Woche ein „fast“ Schreibaby. Täglich ab 17 Uhr hat sie bis 21 Uhr durchgebrüllt, egal was wir gemacht haben – es half wirklich nichts ……wirklich nichts!!! Ich war am Ende irgendwann, mein Mann auch. Denn der sprang ein sobald er von der Arbeit kam.
    Dann enschied ich mich in der Schreiambulanz anzurufen, aber dort wurde ich damit vertröstet das erst wieder im Oktober Platz bzw. Zeit für Termine wäre!!! Und es war Juni! Schönen Dank auch, bis dahin hätte ich im schlechtesten Fall die Nerven verlieren können und sonst was mit Sophia gemacht.
    Ich fasse es kurz: Ich bin durch Zufall auf ein Buch gestoßen, welches unser Problem von einer Minute zur anderen aufgelöst hat. Sophia beruhigte sich wieder und schlief ab da an besser.

    Jetzt war ich die letzten 2 Wochen gesundheitlich sehr angeschlagen und kam an meine Grenzen und kann somit mit dir mitfühlen. Denn ich war auch auf mich gestellt und war eigentlic ein Fall für's Krankenhaus.
    Mein Mann kommt meist spät heim und somit stand ich da sehr alleine die letzte Zeit. Auch ich saß hier heulend und verzweifelt. Die schimpfenden Anrufe in Richtung Ehemann habe ich auch durch *lach* Aber wenn sie mit Abwesenheit glänzen, dann müssen Sie da einfach durch – kann ja nicht sein das nur wir leiden!

    Nichtsdestotroz mag ich Dir vielleicht ein paar Hilfs-Gedanken da lassen, auch wenn du sicherlich schon fast alles durch hast und so etwas von anderen nicht mehr hören kannst:

    Als aller erstes mag ich mich meiner Vorrednerin anschließen und dir sagen, dass du vielleicht über das Abstillen nachdenken solltest. Du hast wirklich toll durchgehalten und die wichtigsten Zeit, die 6. Monate, hast du gepackt und Mimi kriegt sicherlich auch schon Beikost. Es wäre eine deutliche Entlastung und wenn es der Mama gut geht, dann geht es auch der Mimi wieder gut (nachts). Das Thema Stillen und nicht-Stillen usw. ist so sensibel, aber du bist schon 8 Monate dabei und könntestes es ruhigen Gewissens in Betracht ziehen.

    Dann ist es eigentlich auch ratsam die Mahlzeit (Stillen,Trinken) vom Schlaf zu trennen. Wenn die Kleinen beim Trinken einschlafen und wach werden und dann wieder trinken um einzuschlafen, dann fordern sie das später weiter und es wird zur Angewohnheit. Ohne trinken wird dann nicht mehr von alleine in den Schlaf gefunden, weil Trinken mit dem Einschlafen verknüpft ist. Deswegen wachen sie dann auch gerne so schnell wieder auf.

    Und das mit dem Auto fahren um die Kleinen in den Schlaf zu bringen, weil nichts hilft, verhält sich genau so.
    Es kann zur lästigen Angewohnheit werden bzw. Teufelskreis.

    Trotzdem frage ich mich immer wie du das schaffst so gut auszusehen. Ich sehe im Stress immer völlig zerzaust und verzottelt aus, Pulli hängt auf halbacht, der Schal hängt sonst wo, die Hose rutscht usw. 😀

    Fühl dich gedrückt!
    Liebe Grüße
    Sarah

  • Antworten Saskia 6. Dezember 2015 at 22:18

    Ich musste beim lesen gerade weinen, ich kann dich sooooo gut verstehen! Es geht mir genauso, allerdings ist Levi erst 5 Monate alt und ich hoffe immernoch das es bald besser wird!

  • Antworten Janinchen von W 6. Dezember 2015 at 22:21

    Meine liebste Nadine, vielen lieben Dank für deinen klugen Kommentar. Leider liegt es nicht am fehlenden Abendbrei, wie du vermutest. Sie isst sehr gut und bekommt nun schon dreimal täglich feste Nahrung. Und theoretisch gesehen könnte ich ihr auch noch eine 6. und 7. Portion Brei finanzieren. 🙂

  • Antworten Janinchen von W 6. Dezember 2015 at 22:55

    Irgendwann wird es besser, ganz sicher. Auch wenn einen das manchmal nicht tröstet.

  • Antworten Janinchen von W 6. Dezember 2015 at 23:01

    Liebe Sarah,

    danke dir für deinen lieben und ausführlichen Kommentar. 🙂

    Ich habe darüber nachgedacht, abzustillen. Aber wir sind beide nicht bereit dafür. Mimi braucht die Nähe noch sehr. Allerdings wird sie in der neuen Wohnung ganz langsam in ihr eigenes Zimmer ziehen. Momentan schläft sie noch immer in ihrem Beistellbettchen ein und wandert in der Nacht rüber und kuschelt sich in meinen Arm. Dort bleibt sie bis morgens. Lege ich sie zurück, dann endet das in einem Kampf. Manchmal wundert es mich, wie unterschiedlich Kinder sind. Wie unterschiedlich Geschwister sein können.

    Anfangs hat es mit dem Essen nicht so gut geklappt. Das macht sie nun aber wirklich super. Sie bekommt jetzt immer mit was vom Tisch und liebt es. Auch habe ich es nun mit festem Brei mit Stückchen versucht, das mag sie sehr gern. Ich denke einfach, dass Mimi generell kein guter Schläfer ist. Im Bauch schon war sie immer in der Nacht wach und am Tag eher ruhig. Punkt 6 Uhr in der Früh, wenn der Wecker klingelte, schlief sie immer ein.

    Herzliche Grüße
    Janina

  • Antworten Julie 6. Dezember 2015 at 23:01

    Das kommt mir alles so bekannt vor. Bis meine Kleine 9 Monate alt war, ist sie abends beim Stillen eingeschlafen und danach alle 2h aufgewacht. Sie hatte u.a. Blähungen und wollte danach direkt an die Milchbar. Ich dachte es würde an ihrem Abendbrei liegen und probierte alles durch. Keine Chance. Ich war genauso verzweifelt, ausgelaugt und am Ende meiner Kräfte. Ich hielt so stark daran fest, dass Stillen das allerbeste für sie sei. Für mich überwogen immer die Vorteile, die das Stillen mit sich brachte und mit sich bringen würde. Aber ich konnte nicht mehr. Auf gutes zureden meiner Mutter kaufte ich Milasan 1 und gab meiner Tochter abends nach dem Abendbrei (Gries von Alnatura) ein Fläschchen. Sie trank eine ganze Flasche und schlief die Nacht ohne noch mal nach mir (bzw. der Milchbar) zu verlangen durch. Ich war so unglaublich glücklich. Die Blähungen hörten auf (und ja, ich verzichtete in meiner Ernährung auf sämtliche blähende Lebensmittel) und an der Menge der getrunkenen Milch war ganz eindeutig zu erkennen, dass ihr meine Milch bei weitem nicht gereicht hatte, um satt zu werden! Seitdem hat sie einen viel, viel, viel besseren Schlaf und ich kann auch wieder volle 100% geben. Rückblickend kann ich über diese Nächte und mein knallhartes festhalten am Stillen ein wenig lächeln. Damals jedoch wusste ich einfach nicht mehr weiter, zumal ich unter der Woche auch komplett alleine mit ihr war/bin. Aber du schaffst das. Ich kann dir nur ans Herz legen es einfach mal auszuprobieren. Tagsüber habe ich meinen Käfer auch weiter wie gewohnt gestillt. Aber ab da ganz entspannt! Ich schicke dir ganz Liebe Grüße, du schaffst das!

    Julie

    Als Literatur Tipp kann ich übrigens den Spiegel Bestseller „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind – Erziehungsgeheimnisse aus Paris“ von Pamela Druckerman empfehlen. Warum nur von den Franzosen was über Mode lernen 😉 Die Damen von Welt machen so einiges anders als wir.

  • Antworten Maite 6. Dezember 2015 at 23:05

    Ohje, die liebe Nadine scheint selbst nicht genug Schlaf zu bekommen sonst würde sie sicher nicht so ein unnötiges Kommentar schreiben. Besonders gut informiert ist sie scheinbar auch nicht 🙁

  • Antworten Anonym 6. Dezember 2015 at 23:11

    Entschuldige, dass ich mich da einmischen muss. Aber ich bin gerade etwas entsetzt! Also da lässt eine Mami einfach nur ihre zu Recht unwohlen Gefühle raus und dann wird das dermaßen unpassend kommentiert. Anstatt es toll zu finden und zu motivieren. Denn gerade weil Mimi schon 8 Monate alt ist, finde ich es löblich. In meinen Augen spricht da einfach nur irgendwie der Neid.
    Und wenn man so keinerlei nette Worte hat, sollte man diesen Blog einfach meiden.

    Lisamariepreuss

  • Antworten Susanna 6. Dezember 2015 at 23:38

    Wieso? Ist ein gut gemeinter Ratschlag von ihr. Mütter haben auch das Recht auf ein zufriedenes, entspanntes Leben. Somit war das ein guter Ansatz…

  • Antworten Anonym 6. Dezember 2015 at 23:40

    Ich hatte das mit dem Schlafmangel nicht so extrem wie du es beschrieben hast, aber ähnliche Situationen wo ich teilweise an meine Grenzen komme, und mich als Mutter in frage stelle. Ich wollte eigentlich immer zwei Kinder haben, die nicht soweit vom Alter her auseinander sind aber dann stellt sich immer die Frage schaffe ich das denn überhaupt ? Ich glaube es gibt keine Mutter die sich nicht mit solchen Gedanken auseinander setzen tut, diese Art der Gefühle sind doch völlig normal. Diese Kolumne, gefällt mir mit am besten 🙂

  • Antworten Christina 7. Dezember 2015 at 0:22

    Liebe Janina!

    Auch ich kenne diese Situationen zu gut! Ich habe jetzt ein 8 Monate alten Baby-Buben, der nachts auch ständig aufwacht – bis ich schlafen gehe muss ich sicher max halbstündlich zu ihm und danach kriege ich es nicht mit, da er neben mir liegt, aber das dauernuckeln zehrt manchmal auch sehr. Auch untertags ist er kein besonders guter Schläfer.

    Am schlimmsten sind die Nächte in denen die 3-jährige Schwester krank ist oder aus einem anderen Grund unruhig- da renne ich wirklich von einem zum anderen … und nach ein paar solchen Nächten bin ich streichfähig ?

    Das Gute: meine 3-jährige war auch so & ich weiß, es geht vorbei ? zumindest wird es besser!

    Und mir hilft es oft bewusst daran zu denken, dass die Zeit so schnell verfliegt – dann sind die Kids groß und „brauchen“ die Mama nicht mehr so sehr – ds ertrage ich manchmal eine nicht-enden-wollende-durchwachte-Nacht leichter!

    Aber das weißt du bestimmt am besten mit deiner großen Tochter!

  • Antworten Anonym 7. Dezember 2015 at 10:16

    Wow, alle Achtung, Janina! Dass du in deiner Situation mit einem so uninformierten und unfreundlich geschriebenen Kommentar von Nadine so souverän umgehst. Ich kenne deine Probleme aus eigener Erfahrung und auch die dummen Kommentare Unwissender. Danke für deinen offenen, realistischen Text. Und halte durch! 😉

  • Antworten Mrs Clumsy 7. Dezember 2015 at 11:59

    Liebe Janina!
    Meine Nika und Deine Mimi ähneln sich so sehr, was das Schlafen und Essen betrifft. Mir tut es irgendwie gut zu lesen, dass ich nicht alleine damit bin. Denn auch ich stille mein fast 11 monatiges Baby noch. Zur Zeit fast voll, weil Nika mal wieder das Essen nahezu komplett verweigert. Und Deine Nächte, könnten meine sein. Mein Umfeld meint, dass ich endlich abstillen soll. Habe sogar probiert, auf Fläschchen umzusteigen. Das wollte Nika nicht. Und wenn ich ehrlich bin, ich auch nicht. Manchmal fließen auch bei mir die Tränen vor Erschöpfung, aber diese tiefe Liebe zu meinem Kind macht das alles wett! Ich werde nachts an Dich denken, wenn Nika wach ist und Dich in Gedanken fest in den Arm nehmen. Irgendwann werden unsere Mädchen zur Ruhe kommen. Ganz bestimmt.
    Viele liebe Grüße an Dich und die kleine Mimi!
    Deine Heike

  • Antworten Prislacht 7. Dezember 2015 at 13:08

    Liebe Janina,
    danke für deine ehrlichen Worte. Ich kenne das am eigenen Leib zwar nicht, meine haben sehr gut geschlafen und als es schlechter wurde mit 6 Monaten habe ich abgestillt und dann ging es, aber ich kann mich rein fühlen. Wie entsetzlich und furchtbar muss das sein. Ich weiß gar nicht wie du das aushältst. Und dann noch der Blog und die ganzen Events und dann noch solche unsachlichen, uneinfühlsamen Kommentare. Frauen sind manchmal einfach nicht nett miteinander. Es wird besser, es ist nicht für immer. Halte durch. Umzug ist auch bald geschafft, dann ist es ein Punkt weniger auf der langen to-do Liste.

  • Antworten Anonym 7. Dezember 2015 at 13:41

    ich wollte nur mal so einwerfen, eine freundin hatte wegen den schlechten nächten abgestillt, und ihr sohn schlief über ein jahr immer noch unverändert genauso schlecht…
    übrigens liefert muttermilch auch im 2.lebensjahr noch wichtige nährstoffe.
    ich finde es toll, liebe janina, wie du das alles machst! und man darf die nächte ja auch gerne verteufeln und trotzdem nichts aktiv daran ändern (wie abstillen, dem baby „schlafen beibringen“, o.ä.)

    liebe grüße

  • Antworten Anonym 7. Dezember 2015 at 13:59

    Liebe Janina, ich hatte ein Schreikind, 9 Monate lang. Es war furchtbar. Allerdings hat mein Kind nachts immer gut geschlafen, dafür waren die Tage die Hölle. Es wurde 10 Monate lang tagsüber nicht zuhause geschlafen, immer nur im Auto, in der Manduca während ich mich bewegte oder im Kinderwagen, während in Stechschritt gelaufen bin. Irgendwann konnte ich nicht mehr. Nicht mehr schieben, laufen, tragen…ich wollte auch mal eine Malzeit sitzend einnehmen und nicht immer nur auf die Hand. Ich war körperlich und nervlich am Ende…wirklich am Ende. Und dann musste ich etwas machen. Erst einmal habe ich mir eine Hilfe gesucht, die mein Kidn 2 x die Woche geschoben hat. In der Zeit konnte ich dann zur Massage gehen oder zum Sport etc. Und dann habe ich angefangen, das Kind langsam daran zu gewöhnen, dass es ab jetzt anders laufen muss. ich habe es an das Kinderbett zuhause gewöhnt. Ich fand mit fast 10 Monaten war es an der zeit, das durchzustehen. Ich will damit sagen, dass man irgendwann vielleicht auch mal Gewohnheiten beenden muss und durch andere ersetzen muss. Nicht von heute auf morgen, aber nach und nach. Und natürlich wird das Kind weinen, schreien, zetern, Aufstand machen. Aber man zieht das ja nicht knallhart durch, sondern nach und nach. ich denke, jetzt ist bald das Alter, in dem du das Mimi auch beibringen kannst, dass die nacht zum schlafen da ist. Für alle. Wenn DU dich dafür bereit fühlst natürlich. Aber es kann ja auch nicht sein, dass du dich völlig kaputt machst!

  • Antworten Kathi 7. Dezember 2015 at 20:12

    Mein Sohn ist 2 1/2 und schläft nicht durch. Wenn er das erste Mal aufwacht, kommen am Wochenende, seine Schwestern erst nach hause. ?
    Autofahren hasst er, seid der Schwangerschaft. Als Dank für eine Fahrt, hat er sich jedesmal so gedreht, dass er mir den Ischiasnerv abgedrückt hat und ich nicht mal mehr laufen konnte. Also würde er die ersten Monate getragen, getragen, getragen. Und währenddessen liefen meine 5 Tageskinder mit mir herum ?
    Aber wir sind hart. Vor 20 Jahren habe ich 3 kleine Kinder kurz hintereinander groß bekommen und jetzt fällt es mir zwar schwerer, aber kuschelnd und stillend überleben wir die Zeit, bis er endlich allein durchschläft.
    Wir müssen die schönen Momente sehen und es als Teil des Charakters sehen, dann kann man besser damit umgehen.

  • Antworten Anonym 7. Dezember 2015 at 23:24

    Das ist so toll geschrieben..hatte beim Lesen Tränen in den Augen. Weil ich GENAU so fühle, wie du geschrieben hast. Nur dass meine Kleine erst 3 1/2 Monate ist & wenigstens nachts schläft. Nur bis dahin ist es ein harter Kampf. Meine Kleine schläft einfach nur so schlecht ein..sie ist so unruhig. An ein Mittagsschläfchen in ihrer Wiege ist nicht zu denken. & schreien lasse ich sie nicht..aber momentan schläft sie nicht mal auf meinem Arm ein. Nur wenn ich sie ewig umher trage & etwas singe. Wenn ich diesen Kampf gewonnen habe, schläft sie dann auf meiner Brust, leider meist nur für eine halbe Stunde. Aber immerhin eine halbe Stunde zum Durchatmen..entsprechend dem fehlenden Schlaf ist sie dann meist sehr quengelig..mein Partner ist durch seine Arbeit immer erst abends zuhause, also bin ich auch die meiste Zeit alleine mit diesen Problemen. So ein tolles Gefühl, wenn er abends nach Hause kommt & wir die Kleine gemeinsam ins Bettchen bringen. Ja, es ist schon manchmal echt hart. Aber all' das ist wieder vergessen, wenn man mit diesen süßen Knopfaugen angeschaut wird & einem ein Lächeln geschenkt wird.

  • Antworten Anonym 8. Dezember 2015 at 12:59

    Liebe Janina,
    ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Sohn hat 8 Monate lang ebenso schlecht geschlafen. Er wachte von Anfang an grundsätzlich nach einer halben Stunde auf, und kam dann meist stündlich, mit viel Glück nur alle 2 Stunden, manchmal aber auch schon nach 45 Minuten wieder. Ich habe vor kurzem einen netten Begriff gehört, der auf den Punkt bringt wie man sich fühlt: wir werden zu Mombies! 😉
    Ich denke, nach 8 Monaten mit dieser Tortur (nicht umsonst ist Schlafentzug auch eine Foltermethode), braucht dir auch eigentlich niemand mehr (auch noch so gut gemeinte) Tipps geben, denn da hat man vermutlich schon alles gelesen, was einem eventuell weiterhelfen könnte.
    Ich hatte mich inzwischen fürs erste damit abgefunden, denn kein prophezeites Wundermittel hat geholfen: Er ist ein guter Esser, er trinkt abends ein Fläschchen, ich habe (krankheitsbedingt meinerseits) nach 6 Monaten abgestillt, trotzdem wurde er stündlich wach. Nicht weil er Hunger hatte, er brauchte einfach kurz Zuwendung von Mama. Im Familienbett, mein Tragekind.
    Vor ca. 3 Wochen wurden die Schlafphasen dann plötzlich länger, ohne dass wir irgendetwas geändert hätten! Erst zwei bis drei Stunden, inzwischen schafft er sogar mal 6-7 Stunden, wenn auch längst nicht jede Nacht. Anfangs wurde ich mittendrin wach, und war so erstaunt, dass ich erstmal nicht einschlafen konnte. 😉 Heute Nacht habe ich 6 Stunden geschlafen. Am Stück. Ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Er hat in den letzten Wochen eine grosse Entwicklung durchgemacht in vielen Bereich: er kann jetzt stehen, brabbelt deutlich mehr, und viele viele kleine Dinge mehr. Ich denke das Schlafen können gehört einfach auch dazu, ein Entwicklungsschritt, den wir leider nicht beschleunigen können.
    Ich schreibe dir keine Durchhalteparolen, denn mir half das nie wirklich; aber ich möchte dir doch Mut machen als jemand der dasselbe durchgemacht hat wie du: es geht vorbei. wirklich! Ich kann es selbst noch kaum fassen, aber es ist wahr!
    Liebe Grüsse,
    A.

  • Antworten oomamasellaoo 8. Dezember 2015 at 16:45

    Liebe Janina,
    beim Lesen kamen mir grad die Tränen. Danke für Deine offenen Worte! Mein Mäuschen, jetzt 3, war eine Nucklerin. Einschlafen ging nur mit Stillen und an Abdocken war nicht zu denken. Schnuller wurde nicht akzeptiert. Sie kam auch fast jede Stunde. Besser wurde es um den ersten Geburtstag mit Abstillen, aber auch dann brauchte sie immer jemanden zum Einschlafen und wurde oft wach. Dann saß man in der Nacht teilweise a Stunde daneben, wweil sie auch mit erstem Geburtstag in ihr Zimmer kam. Es war eine harte Zeit und ich frag mich oft, wie ich das geschafft habe. Nach dem Abstillen hat mein Mann auch viel geholfen. Neben ihrem Bett hatten wir eine Matratze liegen für uns. Sie war schon immer sehr kuschelbedürftig und sie sollte immer spüren, dass ich für sie da bin. Jetzt schläft sie durch und alleine ein. Dafür haben wir unseren Mäuserich, 5 Monate, der auch oft aufwacht, aber nicht zum Trinken. Die erste Zeit kam er zwei Mal nachts, kaum zu glauben. Ich bin auch oft geschafft und meine Große bekommts dann ab, was mir dann so leid tut. Du machst das so toll, Du auf Instagram und Dein Blog tut richtig gut!!

  • Antworten Anonym 9. Dezember 2015 at 10:57

    Liebe Janina,
    eigentlich bin ich niemand der oft kommentiert aber heute möchte ich das doch mal tun.
    Ich finde Deinen blog erfrischend ehrlich und freue mich immer wieder ihn zu lesen. Ich bin Mutter von drei Kindern (7,5,2). Das Mutter sein ist oft sehr schön aber auch oft wenig glamurös und einfach anstrengend. In vielen anderen blogs lese ich oft Hashtags wie z.B. #tooblessedtobestressed – ehrlich jetzt?Ich fühle mich oft eher umgekehrt #toostressdtobeblessed…. Und ich glaube eigentlich auch dass ich da eher normal bin. Aber diese #tooblessedtobestressed Darstellung lässt einen ja doch oft zweifeln ob mit einem selbst alles okay ist wenn man nicht den ganzen Tag vor Glück jauchzt.
    Ich finde es toll, dass Du mit der nötigen Selbstironie aber sehr ehrlich das Leben als Mutter beschreibst. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Bleib dabei- ich könnte mir vorstellen das hilft vielen!
    Liebe Grüße, Katharina

  • Antworten Anonym 9. Dezember 2015 at 10:57

    Liebe Janina,
    eigentlich bin ich niemand der oft kommentiert aber heute möchte ich das doch mal tun.
    Ich finde Deinen blog erfrischend ehrlich und freue mich immer wieder ihn zu lesen. Ich bin Mutter von drei Kindern (7,5,2). Das Mutter sein ist oft sehr schön aber auch oft wenig glamurös und einfach anstrengend. In vielen anderen blogs lese ich oft Hashtags wie z.B. #tooblessedtobestressed – ehrlich jetzt?Ich fühle mich oft eher umgekehrt #toostressdtobeblessed…. Und ich glaube eigentlich auch dass ich da eher normal bin. Aber diese #tooblessedtobestressed Darstellung lässt einen ja doch oft zweifeln ob mit einem selbst alles okay ist wenn man nicht den ganzen Tag vor Glück jauchzt.
    Ich finde es toll, dass Du mit der nötigen Selbstironie aber sehr ehrlich das Leben als Mutter beschreibst. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Bleib dabei- ich könnte mir vorstellen das hilft vielen!
    Liebe Grüße, Katharina

  • Antworten Anonym 9. Dezember 2015 at 11:12

    Liebe Janina,
    eigentlich bin ich niemand der oft kommentiert aber heute möchte ich das doch mal tun.
    Ich finde Deinen blog erfrischend ehrlich und freue mich immer wieder ihn zu lesen. Ich bin Mutter von drei Kindern (7,5,2). Das Mutter sein ist oft sehr schön aber auch oft wenig glamurös und einfach anstrengend. In vielen anderen blogs lese ich oft Hashtags wie z.B. #tooblessedtobestressed – ehrlich jetzt?Ich fühle mich oft eher umgekehrt #toostressdtobeblessed…. Und ich glaube eigentlich auch dass ich da eher normal bin. Aber diese #tooblessedtobestressed Darstellung lässt einen ja doch oft zweifeln ob mit einem selbst alles okay ist wenn man nicht den ganzen Tag vor Glück jauchzt.
    Ich finde es toll, dass Du mit der nötigen Selbstironie aber sehr ehrlich das Leben als Mutter beschreibst. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Bleib dabei- ich könnte mir vorstellen das hilft vielen!
    Liebe Grüße, Katharina

  • Antworten Anonym 9. Dezember 2015 at 11:48

    Liebe Janina,
    auch ich muss ein kurzes Dankeschön loswerden. Viel zu selten sprechen Mütter auch über die schwierigen Seiten mit Baby, wo doch geteilter Leidensdruck gleich viel leichter zu ertragen ist. Auch wenn sie gut gemeint sind: Ich bin mir sicher, dass dir all die Ratschläge schon zu den Ohren raushängen. Aber so ist der Mensch. Er versucht immer für alles eine Erklärung und eine Lösung zu finden. Bei meiner Tochter hat der beste Abendbrei und das größte Fläschchen Gute-Nacht-Milch nichts gebracht. Erst um ihren zweiten Geburtstag herum fing sie plötzlich an durch zu schlafen. Lass dir also bloß nicht das Abstillen aufschwatzen, wenn du und Mimi noch nicht dazu bereit seid.
    Was außerdem viel zu oft vergessen wird: Durchschlafen ist in dem Alter nicht natürlich. Evolutionsbedingt haben Babys einen unruhigen Schlaf, weil sie früher in der Wildnis keinerlei Überlebenschancen gehabt hätten. Die guten Schläfer unter den Zwergen wären früher vermutlich vom bösen Wolf gefressen worden. 😉
    Halte durch, Janina, du machst das ganz großartig und ich ziehe meinen Hut davor, was du trotz Schlaflosigkeit und Strohwitwentum alles schaffst!

  • Antworten Lisa 9. Dezember 2015 at 17:18

    Ich selbst bin noch keine Mama, aber ich finde es ganz toll, dass & wie du das Thema hier so offen ansprichst. Das ist wichtig und richtig und macht sicherlich vielen anderen Müttern Mut! Dein Schreibstil gefällt mir immer wieder gut, ich lese deinen Blog wirklich gern <3

    Lisa x

  • Antworten Anonym 9. Dezember 2015 at 19:21

    Ja, die lieben Kleinen können einen zur Verzweiflung bringen. …. hat einem vorher keiner gesagt 😉 und: zu keinem Thema bekommt man so viele unqualifizierte und vor allem ungefragte Ratschläge wie zum Thema Baby. An manche hier daher einen schönen Gruß aber: Ratschläge Ding such Schläge!

  • Antworten Peggy B. 13. Dezember 2015 at 0:27

    Hallo liebe Janina,

    Ich les Deinen Blog das erste Mal und kommentier sonst nie Blogs ?
    Allerdings hatte ich über 18 Monate das gleiche Problem wie du.
    Meine Maus war aber der Geburt „intensiv Schreikind“ sie hat Tags wie Nachts Meistens nie mehr als 20 bis 30 Min. am Stück geschlafen, dafür 1 bis 2 Std durch geschrien, das ging 18 Monate so. Ich war auch bei allen Möglichen Ärzten Hausarzt, Osteopath, Physio, Homöopath etc. aber keiner konnte helfen.
    Ich hab noch einen jetzt 5 Jährigen und bin Alleinerziehend. Die Zeit war die Hölle für meinen großen wie auch für mich.
    Die Maus wurde auch gestillt, teilweise jede halbe Std. Nachts mit 14 Monaten hab ich abgestillt weil ich nicht mehr konnte und die Hoffnung hatte das es dadurch Nachts besser wird aber leider hat das nichts geholfen.
    Als sie sich dann irgendwann besser verständigen konnte hat sie immer auf den unteren Bauch gezeigt und Aua geschrien, das hat mich zum Nachdenken gebracht. Unterbauch Schmerzen, ständig Durchfall = Laktoseintoleranz?
    Ich hab dann gleich Laktosefreie Milch gekauft und seit dieser Nacht wacht sie höchstens noch zwei bis dreimal auf. Sie ist nun 27 Monate und schläft seit 4 Tagen durch ? ich hab schon nicht mehr damit gerechnet wobei zweimal aufwachen schon Luxus war nach der Zeit.

    Kein Arzt ist auf die Idee gekommen das sie Laktoseintolerant ist da ich ja gestillt habe aber meine Maus hat die seltene Alaktasie bei der, der Körper auch die Laktose aus der MuTtermilch nicht verträgt.
    Sie hatte auch ständig Durchfall und war sehr oft Krank.

    Seitdem sie nun fast gänzlich Milchfrei ernährt wird ist sie ein fröhliches, ausgeglichenes Kind geworden das seitdem auch nicht mehr Krank war oder Durchfall hatte.

    Ich möchte jeder Mama raten deren Kind ähnliche Symptome hat mit dem Arzt über die Möglichkeit einer Laktoseintoleranz bzw Alaktasie zu sprechen. Denn wenn das solang unentdeckt bleibt ist es eine Qual für alle insbesondere für die Kinder.
    Eine Alaktasie kann in manchen Fällen auch sehr gefährlich werden da das Kind austrocknen kann.

    Herzliche Grüße

  • Antworten Anonym 17. Dezember 2015 at 20:14

    Liebe Janina, ich folge dir nun schon länger bei Insta. Ich freue mich immer über die schönen Bilder von deinen süßen Kindern. Dass du schon so lange stillst ist hochachtungsvoll. Dennoch brauchst du deinen Schlaf um den Tag über 100% für deine Kinder da zu sein. Vor allem da Henry dich nur am Wochenende unterstützen kann. Meine Söhne 3 Jahre und 7 Monate schlafen 11 Std. durch und trotzdem bin ich am Ende des Tages total geschafft. Versuch doch mal der süßen Mimi nachts ein Fläschen zu geben, tagsüber kannst du ja trotzdem stillen? Oft ist es wirklich so, dass die gehaltvolle Babymilch die Kleinen so umhauen,dass sie durchschlafen. Und wenn Mimi die Milch nicht mag kannst du sogar die abgebrochene Pakung zurück geben. Ich empfehle dir die Beba Ha 1, sie ist hypoallergen und da man sie von Geburt an füttern darf, kannst du bestimmt nichts falsch machen. Ich wünsche Dir alles Gute. Liebe Grüße Silke

  • Antworten mara winter 15. Februar 2016 at 22:48

    Die ersten Jahre sind schrecklich und zauberhaft, beides. Ich liebe meine Kinder abgöttisch, ich bin stolz, gerührt und zu Tode genervt! http://marawinter.de/kolumne-verzweifelte-mutter-lustig/

  • Antworten JesS von feierSun.de 14. Dezember 2016 at 12:24

    Hach Liebes, manchmal bin ich auch einfach nur müde. Ich schrieb darüber (wenn der Link nicht ok ist, lösch ihn gerne wieder): http://feiersun.de/gedanken/ich-bin-erschoepft/ Müde und erschöpft auch ohne Kleinkind, aber mit dem Leben.
    Für mich ist und war das eine große Herausforderung das zu akzeptieren und an zu nehmen. Mir zuzugestehen das das ok ist. Seit dem geht es leichter. Nicht immer, aber oft. Und wenn es mal nicht so einfach ist, dann hole ich den Text hervor und versuche zu sehen, was ich schon geschafft und nicht das was ich noch auf dem Zettel habe.

    Sehen was ich schon erreicht habe und nicht das, was noch vor mir liegt.

    Ich drücke Dich und das jedes mal wenn wir uns sehen live – sonst virtuell!
    JesS

  • Antworten Fromhearttoheel 14. Dezember 2016 at 15:34

    Damals, habe ich deinen Text meiner Mama vorgelesen. Zu dieser Zeit war Carlo knapp drei Monate alt und hat jede Nacht durchgeschlafen. Ich war schockiert, wie eure Nächte laufen und war gleichzeitig dankbar, dass mir diese Erfahrungen (bis dato) erspart geblieben sind.

    Am 28.12. 2015 mit dem Tag als Carlo 3 Monate alt wurde, hatten wir Horrornächte. bis Ende Juni bin ich alle 45 Minuten aufgestanden und habe mehr als gelitten. Ich war so dankbar über deine Texte. ‚Mit dem abstillen nach 10 Monaten wurde es endlich besser. Ich bin ein großer Supporter des Stillens, aber es ist körperlich so unfassbar anstrengend. Seitdem schläft er, oder mein Mann übernimmt.

    Danke für deine ehrlichen Worte, sie haben mir in der unglaublich anstrengenden zeit, das ich nicht alleine bin.

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