Kolumne Schwangerschaft

SCHWANGERSCHAFTSVORSORGE DURCH HEBAMME // BABY BUMP UPDATE SSW 10 & 11

29. Januar 2017

 

Meine Begleiterin durch die Schwangerschaft,
meine Hebamme!

…und warum ich mich gegen eine ärztliche Vorsorge entschieden habe.


Eines wusste ich sofort, dieses Mal mache ich es anders. Dieses Mal möchte ich mehr in mich und meinen Körper vertrauen, und ich werde eine Hebamme an meiner Seite haben, die genau das unterstützt und fördert.

 

Das war meine Vision, als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Ich möchte es dieses Mal besser machen, anders. Und so kam es, dass wir nur zwei Tage später, ich muss in der 2. oder 3. Schwangerschaftswoche gewesen sein, nach Hebammen googelten, die Hausgeburten und eine gute Schwangerschaftsvorsorge anboten. Als wir das Bild unserer {jetzigen} Hebamme im Netz entdeckten, war klar, das ist sie. Sie soll uns als Eltern durch diese spannende und emotionale Zeit der Schwangerschaft begleiten. Ich kann es nur schwer in Worte fassen, aber wir waren uns sicher, dass sie die Richtige ist. Auf ihrem Foto strahlte sie Ruhe und Güte aus, Besonnenheit und noch dazu wirkte sie sehr sympathisch und offen.

Henry war es, der direkt bei ihr anrief. Ich saß währenddessen aufgeregt neben ihm, zu groß war die Angst, dass sie bereits ausgebucht sein könnte. Viele von euch wissen sicherlich, wie schwierig es ist, eine gute Hebamme zu finden. Noch schwieriger ist es aber, eine Hebamme zu finden, die auch Hausgeburten begleitet. Wir erreichten leider nur die Mailbox, Henry hinterließ eine Nachricht und rief mich zwei Tage später fröhlich aus dem Büro an. Die Hebamme hatte zurückgerufen und das Beste, sie hätte für den August noch wenige Kapazitäten. Ich konnte mein Glück kaum glauben. Denn ich hatte mich, obwohl ich sie ja noch gar nicht persönlich kennengelernt hatte, direkt für sie entschieden. Ich wusste einfach, dass sie es sein sollte.

Ihr glaubt gar nicht, wie aufgeregt ich vor ihrem ersten Hausbesuch war. Die Nacht davor bekam ich kaum ein Auge zu und nervös räumte ich den halben Nachmittag in der Wohnung herum. Als sie dann am Abend zur Tür hereinkam, war ich augenblicklich erleichtert und schwer begeistert. Wir saßen bei einer Tasse Tee zusammen und lernten uns erst einmal ein wenig kennen, um zu schauen: Passt das, harmoniert das?! Wir sprachen über die beiden vorhergegangenen Schwangerschaften und über das Baby, welches jetzt in meinem Bauch wächst, über meine Wünsche und Ängste. Ich hatte fast ein wenig das Gefühl, dass mich dieses erste Kennenlerngespräch ein wenig befreite. Es fühlte sich gut an, und richtig. Als die Hebamme später ging, fiel ich glücklich auf die Couch. Genau so werden wir es machen. Mit kaum ärztlicher Vorsorge, dafür mit ihr. Einer hauptsächlich hebammengeleiteten Vorsorge. Ich fühle mich gut aufgehoben und sicher. Mein Besuch beim Gynäkologen, der noch folgen sollte, um die Schwangerschaft auch offiziell festzustellen, bestätigte mich noch einmal in meinem Beschluss. Genau das möchte ich nämlich nicht mehr. Verunsicherungen, Tests hier, Tests da, das Spielen mit Ängsten und Unsicherheit. Ich glaube daran, dass wir Frauen, wenn wir es nur zulassen, ein gutes Gefühl für uns und unseren Körper haben. Dass wir nur drauf vertrauen brauchen. Aber das wird uns nach und nach abtrainiert. Eine Geburt, die seit Menschengedenken etwas ganz Natürliches ist, wird mehr und mehr verkompliziert. Es ist sogar schon soweit, dass wir durch all die {und medizinisch oftmals gar nicht nötigen} Eingriffe die Evolution beeinflussen, dass sich durch die vielen Kaiserschnitte sogar schon die weibliche Anatomie verändert hat. Wollen wir das wirklich? Das wohl einschneidendste und schönste Ereignis im Leben einer Frau derart mit Ängsten belasten? Ich möchte das nicht. Nicht mehr. Meine wohl letzte Schwangerschaft möchte ich genießen, die Geburt bewusst erleben. Und ich habe Hoffnung, damit auch mein letztes Geburtserlebnis aufarbeiten zu können. Mich zu versöhnen.

Ich wünsche mir sehnlichst eine Schwangerschaft voller Liebe und Vertrauen, möglichst angstfrei und gekrönt durch eine selbstbestimmte Geburt. Ich möchte mein Kind in aller Geborgenheit empfangen und zwar genau so, wie ich es in dem Moment der Geburt brauche, meinen Bedürfnissen entsprechend.

 

Schwangerschaft Hebamme Vorsorge

 

Baby Bump Update,
Schwangerschaftswoche 10 und 11


Wie weit bin ich?

Auch heute weiß ich es gar nicht recht. Ich vermute, in der 10. Schwangerschaftswoche. Der ET ist Anfang August. Dieses Mal ist es eh so, dass ich eigentlich nie weiß, in welcher Schwangerschaftswoche ich nun eigentlich bin. Fast immer muss ich mein Handy zücken und nachschauen. Verrückt.

Das Baby müsste aktuell etwa 2,5 cm groß sein. Und da ich es bereits aus den beiden Schwangerschaften davor kenne, wird unser kleines Menschenskind in meinem Bauch ausschauen wie ein kleiner, süßer Gummibär.

 

Hallo Dickbauch, Gewicht?

Vorgestern stand ich tatsächlich kurz auf der Waage. 64 kg zeigte sie an. Könnte weniger sein, aber nun ja. Da wächst eben ein kleiner Mensch in mir, der Raum braucht.

In den letzten beiden Schwangerschaften kam der Bauch immer sehr früh. Da war er dann, direkt recht groß. Dieses Mal, bilde ich mir ein, dauert es etwas länger. Vorgestern Nacht fand ich nur schlecht in den Schlaf und ich schlug mich ein wenig mit Unwohlsein herum. Der Bauch drückte ganz arg, ich kann es nicht so recht in Worte fassen. Aber ich fühlte mich in etwa so, wie sich die gestopfte Gans sich zu Weihnachten gefühlt haben muss. Am Morgen, als ich aufstand, war mir dann auch klar warum – der Bauch schien über Nacht gewachsen zu sein. Plötzlich war da ein Bäuchlein, plopp. Und seitdem ist er nur noch schwer zu verbergen. Ich trage weite Oberteile und Kleider. Aber es wird schwierig. Irgendwann müssen wir die Überraschungsbombe wohl platzen lassen. <3

 

Umstandsmode?  

Tatsächlich passen mir meine Hosen nicht mehr und auch die meisten Kleider sitzen aktuell nicht mehr ganz so doll. Ich bin aber noch lange nicht bereit, mir Umstandsmode zu ordern. Und im Februar geht es ja eh in die Sonne, dann reichen meine Asia-Shorts und ein Basic-Shirt.

 

Neuzugänge für das Baby?

Ich gestehe. Ja. Ich habe ein Set bei TK Maxx gekauft. Es ist neutral, in hellblau und weiß, und einfach viel zu süß. Das war so ein klassischer Impulskauf. Ich werd euch das Teil die Tage zeigen.

 

Habe ich Schwangerschaftsstreifen?  

 

Ja, reichlich. Keine neuen Streifen bisher, aber die kommen sicher mit dem wachsenden Bauch.

Wie schlafe ich? Schlafverhalten?

Grottig. Schlecht. So schnell geht es. Von erholsamen Schlaf zu schlaflos in nur zwei Wochen. Ich kann nachts einfach nur sehr schlecht in den Schlaf finden. Und wenn, dann wache ich ständig wieder auf. Der Bauch drückt, der Kopf schmerzt, ich hab Durst, ich muss auf Toilette. Ach naja, das übliche eben.

 

Mein schönster Augenblick der Woche  

Wir hatten einen wunderschönen Silvesterabend. Ganz entspannt haben wir beisammen gesessen, Raclette gegessen und die Stimmung genossen. Nur bei Kerzenschein. Mimi ist währenddessen schon sehr früh eingeschlafen und lag in unserem Sessel neben dem Esstisch. Ein entspanntes Abendessen war das. Im Anschluss haben wir uns zu dritt auf die Couch gekuschelt und Happy New Year, den Film, geschaut.

 

Gab es diese Woche einen Scheckmoment?

Nein. Zum Glück gab es keinerlei Schreckmomente. Und auch die leichten Ängste, die ich zu Beginn der Schwangerschaft hatte, sind wie weggeblasen.

 

Verspüre ich Kindsbewegungen?

Dafür ist es noch immer viel zu früh. Aber ich bin gespannt, wann ich wohl die erste „Luftblase“ in meinem Bauch platzen spüre.

 

Habe ich Heißhungerattacken?

Ja. Und wie. Ich habe stääääändig Hunger. Ständig. Wie oft habe ich Henry schon zum Supermarkt geschickt und er musste noch fix einen Becher Eis holen. Meine größte Leidenschaft momentan: Brot mit Kräuterquer und Tomaten. Smoothie Bowl. Ein Glas Fanta. Und ich muss ständig an einen Nuss-Eisbecher denken.

 

Habe ich Abneigungen gegen gewisse Lebensmittel, Gerüche oder ähnliches?

Mineralwasser. Das hatte ich ja schon bei Mimi. Es fällt mir deshalb unglaublich schwer, ausreichend zu trinken.

 

Junge oder Mädchen?

Wir wissen es nicht.

 

Gibt es erste Geburtsanzeichen?   

Gott sei Dank noch keine. Wir haben ja auch noch rund 30 Wochen Zeit. 🙂

 

Irgendwelche Symptome?

Müdigkeit. Extreme Müdigkeit. Abgeschlagenheit. Mal Hunger, mal Appetitlosigkeit. Ja, und meine Haut bricht aktuell auch wieder sehr aus. Ich hoffe nur, dass die Akne nicht zurückkommt. Davor habe ich tatsächlich Angst.

 

Bauchnabel, rein oder raus?

 Natürlich noch da, wo er hingehört.

 

Aktuelle Stimmung?

Aktuell ist es eher so, dass ich noch gar nicht so richtig merke, schwanger zu sein. Zu sehr fordert der Alltag. Mimi braucht mich, Anni ist auch da und möchte ihre Zeit bekommen, Haushalt, Arbeit und am Abend falle ich dann hundemüde ins Bett. Da bleibt irgendwie kaum Zeit, um mich auf das wachsende Baby in meinem Bauch zu besinnen. Aber ich hoffe sehr, dass sich das spätestens dann ändert, wenn ich die ersten Kindsbewegungen spüre.

Ja, und sonst? Sonst sind wir sehr glücklich, und gespannt. Wie das wohl sein wird mit drei Kindern? Aktuell ist das noch so weit weg, ich habe keine Vorstellung.

 

Augustbaby 2017

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29 Kommentare

  • Antworten Bini 29. Januar 2017 at 18:58

    Oh, wenn ich deinen Bauch und dein Strahlen sehe, muss ich einfach lächeln!

    <3

  • Antworten Regina 29. Januar 2017 at 19:41

    Ich kann deine Sorgen total gut nachempfinden. Du weißt ja, dass ich das Glück einer Beleghebamme hatte und es wirklich jeder Frau ans Herz lege, wenn sich die Gelegenheit anbietet . Die Betreuung hat mir als Erstgebärende JEDE Sorge, die ich bezüglich der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenenbetts hatte, genommen. Ich hatte eine abwechselnde Vorsorge durch die Ärztin und meine Hebamme und jedes Mal habe ich mich darüber gewundert, wie schnell man ein intensives Gefühl für seinen Körper und die Entwicklung des Babys entwickeln kann, wenn man nur lernt, wie.
    Ich wünsch dir von Herzen eine wunderbare Schwangerschaft und freue mich sehr über deine Updates!

    Liebe Grüße,
    Regina

  • Antworten Danijela 29. Januar 2017 at 19:57

    Ich finde dich toll, mach das so wie ihr es für richtig hältst, liebe Grüsse 😉

    • Antworten Janina 30. Januar 2017 at 6:08

      Danke schön, liebe Danijela. Es fühlt sich so auch viel besser an. 🙂

  • Antworten Laura 29. Januar 2017 at 20:02

    Ich wünsche dir alles Gute für die nächsten Wochen der Schwangerschaft .

    Wie hast du es Henry und Anni gesagt & wie haben sie darauf reagiert :)?

    Lieben Gruß

    • Antworten Janina 29. Januar 2017 at 20:23

      Liebe Laura,

      schau mal in der letzten Schwangerschaftskolumne, das steht, wie ich es erfahren habe und auch, wie ich es Henry gesagt habe. 🙂

      Liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Marlin 29. Januar 2017 at 20:14

    Also mein ET ist der 30.07. und ich bin ab heut in der 15. SSW. Da dürftest du nicht sovweit weg sein mit Anfang August 😉

    • Antworten Janina 29. Januar 2017 at 20:22

      Liebe Marlin,

      doch das dürfte ich sein, denn mein ET ist im August 😉

      • Antworten Marlin 29. Januar 2017 at 20:29

        Ok, war irritiert, weil du im Text Anfang August geschrieben hast und mir kommt das nicht soweit weg von meinem ET vor 😅 Wünsche dir auf jedenfall eine schöne Schwangerschaft!

        • Antworten Janina 30. Januar 2017 at 6:00

          Danke dir, die wünsche ich dir auch. 🙂

          Es handelt sich bei dem Update um einen Rückblick, da ich ja erst nach der 12. Woche die Schwangerschaft bekannt gegeben habe, werden die Updates auch erst jetzt veröffentlicht. 😀

      • Antworten Vera 29. Januar 2017 at 20:55

        Das verstehe ich jetzt aber nicht bzw. finde Deine vorschnelle Antwort ein wenig unfair. Du hast doch bereits mehrmals, inkl. diesem Post, geschrieben, dass Dein ET Anfang August ist. Für mich bedeutet das irgendwann innerhalb der ersten Monatshälfte. Marlins ET ist Ende Juli wie sie oben schreibt und der Abstand zu (maximal) Mitte August beträgt lediglich zwei Wochen. Wo bist Du denn dann weiter weg in Deiner Rechnung?

        Ich gehe mal davon aus, dass Du das Datum von Marlin nicht genau angeschaut oder 30.06. gelesen hast, aber das war nicht Fehler. Finde es sehr schade, wie schnell da leicht pampig von Dir geantwortet wird. Dies ist mir nun schon mehrmals aufgefallen 🙁

        • Antworten Janina 30. Januar 2017 at 6:07

          Hallo Vera,

          das verstehe ich nicht ganz. Wo genau bin ich denn pampig?
          Man kann aber auch suchen, um zu finden.

          Genau, mein ET ist Anfang August und der Text ist, wie schon oftmals angemerkt, ein Rückblick. Da ich die Schwangerschaft ja erst nach der 12. SSW bekannt gegeben habe und vorab schon immer meine Gedanken niedergeschrieben hatte.

      • Antworten jeanne 30. Januar 2017 at 17:31

        Aber zwei Wochen ist doch nicht viel. Da seid ihr doch dann schon nah beieinander.

  • Antworten Jasmin 29. Januar 2017 at 20:16

    Oh Janina uns geht es ganz genauso. Du siehst übrigens toll aus!

    • Antworten Janina 29. Januar 2017 at 20:23

      Danke schön. 🙂

  • Antworten Chrisrina Bormet 29. Januar 2017 at 20:43

    Hallo
    Also ich könnte das gar nicht so ganz ohne Art….Da ich beim ersten Kind einen Kaiserschnitt hatte ….Er lag in Beckenendlage…
    Und nun habe ich Probleme mit der Narbe sie muss nun wöchentlich kontrolliert werden…
    Bin seit heute in der 34.woche.

  • Antworten Karin 29. Januar 2017 at 21:20

    Es ist toll, dass du deine Wünsch-Hebamme bekommen hast und dich so wohl und gut aufgehoben mit ihr fühlst! Aber was ich schon bemerkenswert finde: du fragst sehr früh (2./3. SSW, also quasi bei Eintritt / Beginn der Schwangerschaft) an und es ist für deinen Geburtsminat kaum noch was frei? Wann organisieren sich denn dann die anderen eine Hebamme?
    Alles Gute weiterhin und geniesse die Schwangerschaft. 💛

  • Antworten Delia 29. Januar 2017 at 22:14

    Meine liebe Janina, ich freue mich sehr auf unsere gemeinsame Zeit und auch über die Gemeinsamkeit mit unseren kleinen Mitreisenden 😉 Und besonders beruhigt mich, dass ich eine so entspannte Schwangere an meiner Seite haben werde. Ich bin leider nicht so gelassen wie du und versuche derzeit meine innere Mitte und Zuversicht zu finden, was nicht so einfach fällt. Aber auch ich habe einen Termin bei einer Vorsorgehebamme und möchte von den ärztlichen Terminen etwas Abstand nehmen, denn noch fehlt mir die Erfahrung auf meinen Körper zu hören und ich glaube es verunsichert mich zusätzlich.

  • Antworten Toni 29. Januar 2017 at 22:51

    Liebe Janina,
    ich finde Du sendest mit der Herangehensweise an Deine dritte Schwangerschaft eine schöne und ermutigende Botschaft. Natürlichkeit, Intuition, Vorfreude und Zuversicht, das höre ich da heraus und das klingt gut. Ich wünsche Dir eine wundervolle Schwangerschaft und dass sich die Dinge so entwickeln, wie Du es Dir vorstellst. Alles Gute!

    Toni.

  • Antworten Hannah 30. Januar 2017 at 7:53

    Dein Text spricht mir aus dem Herzen, das Gefühl auf den eigenen Körper vertrauen zu dürfen wird durch die ärztliche Vorsorge untergraben. Ich habe es genau so gehandhabt und zum Schluss unseren kleinen Bub in der Badewanne zu Hause geboren, ein Traum wurde war. Über die medizinischen Möglichkeiten unsrer Zeit bin ich sehr dankbar, dann wenn wir sie brauchen! Während der vierten Schwangerschaft war ich sehr viel in der Klinik, da die dritte Tochter schwer krank war. Also Medizin gerne, wenn sie gebraucht wird.
    Von Herzen eine wunderschöne Schwangerschaft und Geburt, Hannah

  • Antworten Katharina 30. Januar 2017 at 10:32

    Liebe Janina! Noch ein kleines Wunder – zauberhaft!! Ich wünsche Euch nur das Beste!! Deine Entscheidung zur Schwangerschaftsbetreuung finde ich toll! Ich habe damals auch nur die wichtigsten Schalle und Laboruntersuchungen machen lassen und habe ansonsten auf mich gehört und die Hebamme machen lassen! Eine Geburt betreut durch nur eine Hebamme, entweder zu Hause, oder in der Klinik ist so schön! Ich hatte so ein Glück mit meiner Hebamme, sie hat mir alle Ängste genommen und mich in jeder Minute der Geburt gestärkt! Ich empfinde noch immer und wohl auf für immer tiefste Dankbarkeit für sie!!! Das wünsche ich dir auch!!
    Liebe Grüße Katharina

  • Antworten Sylvia 30. Januar 2017 at 10:40

    Ich bewundere deine Entscheidung für eine Hausgeburt ehrlich! Ich glaube das würde ich mich nicht trauen (ok ich hatte auch noch keine Geburts bisher). Ich bin sehr gespannt auf deine neuen Updates, da mich das alles die nächsten Jahre irgendwann erwarten wird, sauge ich alle Infos auf. 😀

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at Foto/Reisen/Lifestyle

  • Antworten Sandra 30. Januar 2017 at 14:39

    Liebe Janina,

    ich finde es toll, dass Du dich für diesen Weg entschieden hast und auf deinen Körper und die Natur vertraust. Das wird uns wirklich abtrainiert, in jeglichen Lebenslagen.

    Schade finde ich einfach, dass es scheinbar so viele Gynökologen gibt die sich nicht die Frau und das heranwachsende Baby als Individuum anschauen sondern ihre Arbeit fast ausschließlich nach Zahlen, Fakten und Tests ausrichten. Ich kenne das von meinem Frauenarzt so überhaupt nicht. Klar wurde bei mir bei beiden Schwangerschaften auch viel getestet (Zucker, Blutdruck, Ultraschall, CTG, GMH etc.) aber es wurde keine Panik gemacht. Auch wenn etwas von der Norm abwich. Im Gegenteil, mein Frauenarzt hat mich immer beruhigt, dass alles normal und in Ordnung sei. So war mir z.B. während meiner zweiten Schwangerschaft eigentlich klar – ich werde einen Kaiserschnitt haben. Die Kleine lag mit dem Po nach unten und da kam für mich nichts anderes in Frage. Bis mein FRAUENARZT mir sagte, ich solle doch mal über eine natürliche Geburt nachdenken und dass die im Grunde kein bisschen anders wären. Es würde nur so viel Panik verbreitet um u.a. die Kaiserschnittrate in den Himmel zu treiben und weil es einfacher für die Ärzte sei. Und so war er es, der mir zur schönsten Geburt verholfen hat, die ich mir vorstellen konnte. Einfach weil er mich ermutigt hat auf mich, das Baby und die Natur zu vertrauen. Dass er nicht die Norm, sondern ein Glücksgriff zu sein scheint, macht mich schon ein wenig traurig.

    Umso besser, dass es (noch…) Hebammen gibt, die Schwangere auf diesem tollen Weg begleiten.

  • Antworten Michaela 30. Januar 2017 at 18:40

    Hallo Janina,
    auch ich finde, dass dein Post und auch deine Photos ein riesiges Glück ausstrahlen. Alles alles Gute für die Schwangerschaft und weiterhin ein so gutes Bauchgefühl wünsche ich dir!
    Schade finde ich – als Ärztin – wie du dich über mich und meine Kollegen äußerst! Die Untersuchungen in der Schwangerschaft folgen einem vorgegebenen Schema, die Gynäkologen denken sie sich nicht willkürlich aus, um die Frauen zu verunsichern sondern diese Untersuchungen machen Sinn. Entwicklungen, die von der Norm abweichen, werden so frühzeitig erkannt und wenn man das möchte kann darauf reagiert werden. Viele kleinere Auffälligkeiten können unproblematisch behandelt werden und die Frauen erleben dadurch eine entspanntere Schwangerschaft. Niemand möchte „mit Ängsten und Unsicherheiten spielen“, die meisten Ärzte haben durchaus das Wohlergehen ihrer Patienten im Blick! Viele Frauen wünschen sich genau diese ärztliche Anbindung und möchten regelmäßig gesagt bekommen, dass sich alles normal entwickelt. Jeder hat das Recht, auf die Untersuchungen zu verzichten, dieses Recht hättest du auch, wenn du deine Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrnehmen würdest. Keiner wird auf die Ultraschallliege gezwungen!
    Deine Entscheidung für die fast ausschließliche Vorsorge durch die Hebamme ist dein Weg und ich finde es schön, wenn du dich damit so gut fühlst! Ärzte unter Generalverdacht zu stellen und ihnen niedrige Motive zu unterstellen ist zwar momentan schwer en vogue, allerdings total ungerecht und voreilig und das sollte jemand mit deiner Reichweite in den Medien und mit deiner sonst so bedachten Urteilsweise nicht unterstützen!

    • Antworten Janina 31. Januar 2017 at 9:35

      Liebe Michaela,

      danke dir für deine Worte. Ich habe sie mir in Ruhe durchgelesen und daraufhin auch noch einmal meinen Beitrag überflogen. Ich glaube, du verstehst den Text falsch. Ich stelle Ärzte nicht unter Generalverdacht, mit keinem Wort. Ich spreche von mir und meinen Weg, wie ich diese Schwangerschaft erleben möchte, was mein Plan ist. Fakt ist aber, und das belegen diverse Studien, dass in der Geburtshilfe viel zu oft unnötig eingegriffen wird. Dass häufig nicht mehr das Wohl der der gebärenden Frau und des Babys im Vordergrund steht. Viel mehr soll es schnell gehen, effizient sein, die Kosten müssen stimmen. Das ist eine Entwicklung, wie sie überall stattfindet – nicht nur im medizinischen Bereich. Nur dort ist diese Entwicklung fatal. Frauen sind einerseits überinformiert, aber doch völlig verunsichert. Weil es eine Schwangerschaft samt Geburt eben nicht mehr als „etwas natürliches“ angesehen wird. So ist dem leider. Das hat aber nichts mit dem Berufsstand Mediziner zu tun. Ich glaube, da missverstehst du meine Worte, vielleicht auch weil du eben Medizinerin mit Leib und Seele bist und du meine Worte auf dich beziehst? Das hoffe ich natürlich nicht, denn so sind sie nicht gemeint. Ich kann dir nur von meinem gestrigen Arztbesuch (keine Gynäkologin) berichten. Die Ärztin hat mich über 20 Minuten bedrängt, hat Grenzen überschritten, mir letztendlich gesagt, ich würde absolut VERANTWORTUNGSLOS handeln. Sie ging sogar soweit, dass sie meinte, das Wohl meines Kindes würde nicht im Vordergrund stehen und das, weil ich keine zusätzliche Folsäure einnehme. Letztendlich bin ich aufgestanden und gegangen, werde nie wieder diese Ärztin aufsuchen. Aber mal in dem Punkt Geburtshilfe – Mediziner und Hebammen werden da auch einfach in zwei ganz unterschiedliche Richtungen geschult und ausgebildet. Kein Wunder also, dass die Ansichten da soweit auseinander gehen.

      Ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

  • Antworten Saskia 30. Januar 2017 at 19:09

    Liebe Janina,

    ich glaube Geburten sind unter Frauen ein seeehr emotionales Thema, ob man es nun zugeben mag oder nicht. Ich finde es schön, dass du einfach deine ganz persönlichen Erfahrungen teilst – denn mehr ist es ja nicht.

    Wir haben bis jetzt sehr positive Erfahrungen mit der klassischen Schulmedizin gemacht, vielleicht hatte ich einfach Glück bei der Arztwahl, vielleicht ist es Typsache. Bei unserer Zweiten durfte ich im stink normalen Uniklinikum eine wunderbar selbstbestimmte und so respektvolle Geburt erleben – es ist also auch möglich aber nicht zwingend.

    Entscheidend finde ich in der gesamten Schwangerschaft auch schlicht, dass man sich selbst sicher und wohl fühlt und genau danach klingt es bei euch. Ihr werdet da genau die richtigen Entscheidungen für euch treffen und ich bin gespannt was du berichtest.

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Antworten susanne 31. Januar 2017 at 17:33

    Liebe Janina,
    ist Dir bewusst, dass Du ganz häufig auf kritische Kommentare reagierst, indem Du dem Leser/der Leserin vorwirfst, er/sie habe „den Text falsch verstanden“ oder „wohl nicht richtig gelesen“? Schade!
    Ein emotional geschriebener Text, in dem es nicht um Fakten geht, kann nicht „falsch verstanden“ werden. Es sei denn, Du definierst „richtig“ verstehen grundsätzlich als „komplett Deiner Meinung zu sein“…Du selber schreibst ja, es kommt darauf an, was die Worte beim Lesenden bewirken. Das hat aber nichts mit „falsch“ oder „richtig“ zu tun oder gar mit der Unfähigkeit, einen Text verstehen zu können.

    Auch in der Entscheidung dafür, wie Frau ihre Schwangerschaft und Geburt gestalten möchte, gibt es kein „richtig“ und kein „falsch“. Und es gibt, darauf lege ich Wert, weder grundsätzlich gute Hebammen noch ausnahmslos unempathische, rein profitorientierte Ärzte.
    Viele meiner Freundinnen haben mittlerweile mehrfach entbunden, und an Schwangerschafts- und Geburtserlebnissen ist da die komplette Bandbreite dabei: wundervolle Hebammen, unempathische Ärzte; eine Beleghebamme, die eine Woche vor ET mit fadenscheiniger Begründung absagte und die Hochschwangere im Regen hat stehen lassen; eine großartige Ärztin, die eine erstgebärende Freundin davon überzeugt hat, dass sie eine Beckenendlage spontan entbinden kann, und die dann in der Klinik tatsächlich eine wunderbare, perfekt betreute spontane Geburt erlebt hat. Drei Entspannte, autonome Geburtshausentbindungen bei der einen – Abbruch einer Hausgeburt mit Akutverlegung in die Klinik wegen Geburtsstillstand mit Notkaiserschnitt bei der anderen. Gab´s alles.

    Letztendlich darf in diesem Land glücklicherweise jede Frau für sich entscheiden, was sie braucht und für sich möchte. Eine großartige Chance – aber auch eine Herausforderung, und eine Verantwortung, die Frau dann auch in aller Konsequenz tragen sollte, selbstbewusst und optimistisch, und ohne dabei alternative Möglichkeiten schlecht zu machen. Pauschale Unterstellungen an Ärzte, sie würden „mit Ängsten und Unsicherheit spielen“, und „Tests hier, Tests da“ aufdrängen (und so, wie Du sie formuliert hast, SIND es Pauschalisierungen, Janina) sind ebenso unnötig wie die immer wieder gerne ungefragt geäußerte Panikmache vor außerklinischen Geburten („Eine HAUSGEBURT??? Du bist aber mutig! Das würde ich mich ja niiiiiie trauen!!!!“). Jeder Frau eine zauberhafte, selbstbestimmte und glückliche Schwangerschaft und Geburt – ob in Hebammen- oder Gynäkologenhänden, ob in der Klink oder zu Hause, nicht wahr?
    Wunderbar, dass Du Deinen Weg für Dich gefunden hast. Wir freuen uns alle auf weitere Berichte von Dir und diesem Deinen Weg.

    • Antworten Janina 31. Januar 2017 at 18:35

      Liebe Susanne,

      danke dir für deinen Kommentar mit deinen Gedanken.
      Ich sehe es anders, ich selbst pauschaliere nicht in „Ärzte sind schlecht“ und „Hebammen sind gut“. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sowohl Hebammen gibt, die keine zufriednestellende Arbeit leisten und gleichwohl auch Ärzte gibt, die top sind. Wie zum Beispiel mein Spezialist, den ich im Text erwähnte. Ein Arzt, der fachlich äußert kompetent und dazu unheimlich emphatisch ist. Toller Arzt!
      Deinen Vorwurf bezüglich „Text falsch verstanden“ verstehe ich nicht ganz, um ehrlich zu sein. Denn ja, geschriebenes Wort ist nun einmal ohne Mimik und Gestik. Und oft liest man zwischen den Zeilen aneinander vorbei, ganz besonders in so emotionalen Themen. 🙂

      Lieben Gruß
      Janina

  • Antworten Mein Weg zu mehr Selbstbestimmung in der Schwangerschaft ›› Schwangerschaft 3. Februar 2017 at 9:26

    […] erstmal selbst hören und nicht direkt den Arzt konsultieren möchte. Ich glaube wie Janina von oh wunderbar, dass wir Frauen nämlich ganz gut selbst wissen, was mit unserem Körper los ist – wir […]

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