Gastautoren Kolumne Schwangerschaft

DER RICHTIGE ZEITPUNKT ZUM SCHWANGER WERDEN // KINDERWUNSCH

22. Februar 2017

 

Gibt es ihn,
den perfekten Zeitpunkt für eine Schwangerschaft?

Das fragt sich Anna von www.liebeanna.de.

Als ich ihre Gedanken zu diesem Thema das erste Mal las, konnte ich nicht anders, als mit dem Kopf zu nicken und innerlich laut zu bejahen. Ein wunderschöner Text, tief aus dem Herzen. Gedanken, die wohl fast jede Frau kennt. Aber lest selbst. Es lohnt sich!

 

Der richtige Zeitpunkt zum Schwanger werden

Mit Anfang zwanzig habe ich geheiratet. Mit Mitte zwanzig war mir klar, dass ich in den nächsten Jahren Kinder haben möchte. Dass ein Kind in mir heranwächst, ich Wehen und Geburtsschmerzen durchstehen muss, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen. Ganz im Gegenteil: ich war felsenfest davon überzeugt, einen Wunschkaiserschnitt in Anspruch zu nehmen. Heute deute ich dies als Anzeichen, dass ich noch nicht bereit war, ein Kind in die Welt zu setzen. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft? Und woran erkennt man ihn?

Der Volksmund sagt: den perfekten Moment gibt es nicht.

Aber damit möchte ich mich nicht abfinden. Ich bin ein Planer, ich überlasse nichts dem Zufall. Mit Ende zwanzig merke ich das wachsende Verlangen danach, ein Kind zu zeugen, zu halten und zu lieben. Gemeinsam mit meinem Mann möchte ich als kleine multikulti-Familie in unserer Welt, die in diesen Tagen von Terror und Gewalt beherrscht wird, etwas selbstkreierte Liebe verbreiten. Geburtsschmerzen? Ich denke, das kriege ich irgendwie hin. Freiwillig und mit Freude lese ich Eltern-Zeitschriften. Mit meinem Mann rede ich darüber, wie wir uns das Leben mit Kindern und die Erziehung vorstellen. Dabei denke ich an meine eigene Kindheit und meine Eltern. Vieles von ihnen, will ich mitnehmen, vieles anders machen.

Das Bauchgefühl sagt: ich glaube, ich bin bereit. Doch der innere Kampf geht weiter.   

Früher habe ich mich gefragt, wann ich erwachsen werde. Denn als Erwachsener – so dachte ich, kann man getrost Kinder in die Welt setzen. Jetzt weiß ich, dass man nicht erwachsen wird. Man bleibt derselbe Mensch, einzig die Erfahrungen lassen einen die Dinge anders empfinden, interpretieren, angehen. Die Eselsbrücke geht also nicht auf. Hinzu kommen andere Gedanken: wenn ich Kulleraugen von Kindern sehe, wird mir klar, dass man als Erwachsener viele eigene Gefühle in den Wunsch des Kinderkriegens hineininterpretiert. Allen voran die Suche nach dem Sinn des Lebens, getrieben von der schmerzhaften Einsicht, im Kapitalismus angekommen zu sein. Die Suche nach einer tiefen und verbündeten Freundschaften unter Müttern. Und: ist es egoistisch, heutzutage Kinder zu kriegen, wenn man weiß, dass die Welt schlecht ist? Ist es naiv, sich auf Kuchenbacken, Geschichtenvorlesen und Laternenbasteln zu freuen? Habe ich überhaupt genügend psychische, körperliche und materielle Kraft für das Gründen einer Familie? Und was ist mit der Karriere?

Männliche Kollegen um die dreißig werden regelmäßig gefragt, wann der Nachwuchs kommt

Seufzen. Das tue ich, wenn ich an die aktuelle Situation berufstätiger Frauen in Deutschland mit Kinderwunsch denke. Die Politik wünscht sich mehr intellektuellen Nachwuchs. Die Gesellschaft beäugt und stellt U3-Kinderbetreuung unter Generalverdacht. Ich wünsche mir, als Frau mit Karriere- und Familienambitionen ernstgenommen und gefördert zu werden. Ich wünsche mir, den Blogpost onlinezustellen zu können, ohne dass ich mich um zufallende Türen fürchten muss. Ich wünsche mir bessere Aufklärung vom Staat und vor allem wünsche ich mir mehr eigenen Mut.

Der richtige Zeitpunkt zum Schwanger werden – ich freue mich über eure Gedanken.

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21 Kommentare

  • Antworten Lea 22. Februar 2017 at 7:17

    Liebe Anna,Liebe Janina,

    Was für ein toller Beitrag! Genau dieser Gedanke beschäftigt mich momentan sehr! Bin ich wirklich bereit oder doch noch etwas zu jung? Brauchen wir noch mehr Zeit für uns als Ehepaar? Zeigen mir vielleicht genau diese Fragen, dass ich noch nicht bereit bin? Wenn wir warten werde ich je sagen, „jetzt sind wir bereit“ ist man denn überhaupt je bereit? Denn ich denke, es wird eh alles anders, wie man es sich vorstellt mit eine kleinen Wunder!

    Habt ein tollen Tag!
    Und nochmal danke für anstoßenden Worte! ❤

    • Antworten Anna 22. Februar 2017 at 15:39

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! 🙂 Das ist wirklich eine gute Frage… ist man überhaupt bereit, auch wenn man sich fest dazu entschließt! Wir werden es wohl wirklich erst wissen, wenn es soweit ist :). Liebe Grüße aus Düsseldorf <3

  • Antworten Bianca 22. Februar 2017 at 8:35

    Ein wirklich schöner Post. Ich finde, jede Frau entscheidet allein, wann sie bereit ist. Wir haben damals, als wir bereit waren, einfach das Kind entscheiden lassen, wann es kommen will und auf Verhütung verzichtet.
    Ich finde es eine gesellschaftliche Frechheit, die U3-Betreuung schlecht zu machen und unter Generalverdacht zu stellen. Mein Sohn geht seit dem 1. Geburtstag in die Kita und hat sich prächtig entwickelt, vor allem was das soziale Verhalten angeht. Und mir als Mama gibt es die Möglichkeit, arbeiten zu gehen.

    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

    • Antworten Janina 22. Februar 2017 at 13:19

      Liebe Bianca,

      ich bin auch der Meinung, dass eine Kita einem Kind grundsätzlich nur gut tun kann. Sofern es eine gute Einrichtung mit motivierten Pädagogen ist.
      Und den Gedanken, dass sich das Kind entscheidet, wann es zu einem kommen mag, finde ich sehr schön. 🙂

      ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

    • Antworten Anna 22. Februar 2017 at 16:04

      Hi Bianca, vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂 Ich finde es super zu hören, dass sich dein Sohn so gut entwickelt hat, genauso wollen wir es auch mal handhaben, da ich nicht so lange aus dem Berufsleben raus sein will :)… Liebe Grüße!
      Anna

    • Antworten Caroline8 22. Februar 2017 at 17:03

      Wenn man auf Verhütung verzichtet, hat man sich, meiner Meinung nach, aber schon entschieden.
      Man macht vielleicht keine Ovulationstests etc. um alles daran zu setzen, schwanger zu werden, aber bereit für Kinder ist man dann schon irgendwie.

      Da ich noch keine Kinder habe, aber mit Sicherheit welche möchte, finde ich die Diskussion spannend und freue mich auf weitere Kommentare.

  • Antworten Leonie 22. Februar 2017 at 9:42

    Schöner Blogpost! Bin selbst Anfang 30 und finde es extrem schwierig, den richtigen Zeitpunkt für Kinder zu finden. Habe einige Jahre im Ausland gearbeitet und finde mich jetzt erst wieder in das Leben in Deutschland ein…und ganz ehrlich ist das etwas enttäuschend! Bei der Jobsuche wird man als Frau im gebährfähigen Alter sowieso nur noch halb wahr genommen und von den Gehältern her ist man als Frau den Männern sowieso unterstellt. Habe jetzt zwar einen Job gefunden, aber mein Gehalt ist in Deutschland eine Ecke niedriger als im Ausland und bei den teuren Stadtmieten wird es schwierig, da finanziell noch an Kinder zu denken. Bei mit wird es wohl daher erstmal nichts…traurig, aber in Deutschland wird es einem in vieler Hinsicht wirklich schwer gemacht!

    • Antworten Anna 22. Februar 2017 at 16:06

      Hey Leonie. Das stimmt, das sind wahre Worte. Allerdings haben wir es in Deutschland natürlich auch sehr gut. Mein Mann kommt ja aus den USA und dort träumen Frauen von den sozialen Leistungen, die wir hier haben. Frauen arbeiten, bis einen Tag vor der Geburt, nehmen dann 2 Wochen unbezahlten Urlaub und dann geht es weiter. Da ist natürlich auch klar, dass die Arbeitgeber Frauen nicht so benachteiligen wie hier. Ich finde, die Skandinavier machen es super: eine gewisse soziale Absicherung gibt es, aber die Kinder kommen schnell in den Kindergarten und Frauen arbeiten dann wieder. LG 🙂 Anna

  • Antworten Andrea 22. Februar 2017 at 10:07

    Liebe Janina, liebe Anna,
    toller Artikel, ich könnte so viel dazu schreiben, da auch ich diese Gedanken hatte. Ich begrenze mich mal auf das für mich wesentliche: Ich glaube den einen ‚richtigen‘ Zeitpunkt gibt es nicht. Es gibt natürlich grundsätzlich einen biologischen Rahmen und vielleicht auch einen sozialen – damit meine ich: ein Partner an der Seite und die notwendigen Mittel zur Verfügung. Aber letzteres ist vom persönlichen Verständnis her sicherlich dehnbar.

    Für mich war es mehr ein ‚jetzt passt grad alles, schauen wir, ob es so kommen soll‘ und so kam es. Ohne wahnsinnig viel darüber nachgedacht zu haben ob jetzt karierretechnisch, finanziell oder persönlich der optimale Zeitpunkt war. Unterdessen haben wir zwei wundervolle Kinder, wir lernen gemeinsam das Familienleben, lernen Eltern zu sein. Und es ist unbeschreiblich schön wie es ist.
    Alles Liebe!

    • Antworten Janina 22. Februar 2017 at 13:17

      Liebe Andrea,

      so schöne Worte. Danke dir dafür.
      Oft es ja auch so, dass der Moment erst perfekt erscheint, wenn das Kind in den Armen liegt. Weil sich dann alles fügt. 🙂

      Herzliche Grüße
      Janina

      • Antworten Anna 22. Februar 2017 at 16:08

        Vielen lieben Dank, Andrea! 🙂 <3

  • Antworten frauschroeder 22. Februar 2017 at 20:03

    Wir haben uns bewußt im letzten Jahr entschieden, es zu versuchen. Allerdings bin ich inzwischen Mitte dreißig und damit biologisch ja auch schon spät dran. Zuerst kam das Studium und da war für mich auch klar, dass ich für ein Kind nicht so sorgen könnte, wie es notwendig ist. Dann der Berufseinstieg – da wollte ich erstmal zwei Jahre Erfahrung sammeln. Nach einem Jahr ein Jobwechsel und quasi zeitgleich die Trennung von meinem langjährigen Freund. Seit vier Jahren gibt es einen neuen, vor anderthalb haben wir geheiratet, das Haus ist fertig und seit Januar ist unser Baby da. Zum Glück hat es sofort geklappt, worüber wir sehr dankbar sind. Für uns war nun genau der richtige Zeitpunkt. Aber natürlich hat man auch dann noch Gedanken wie, schaffen wir das finanziell als auch als Paar oder kann ich irgendwann wieder arbeiten. Und auch wenn es gerade recht kräftezehrend ist (vor allem die Nächte), ist es doch wunderschön 😊

  • Antworten Steffi 22. Februar 2017 at 21:35

    Liebe Anna, liebe Janina,
    ein sehr schöner Text, der zum Nachdenken anregt. Vor allem in dem Punkt, ob es egoistisch ist bei allen aktuellen Geschehnissen Kinder zu bekommen und sich auf die einfachen Dinge (wie zB Laternen basteln) zu freuen, habe ich mich direkt wiedergefunden. Aber das ist es ja grade, wir brauchen Kinder um uns nach langer Zeit im Erwachsenenleben mal wieder an kleinen Dingen zu erfreuen, Spaß zu haben und selbst mal wieder das Kind in uns zu entdecken. Das gibt uns eine völlig neue Sicht auf viele Dinge und macht uns offener. Und somit erziehen wir gleichzeitig eine neue Generation, die hoffentlich in vielerlei Hinsicht die Welt um einiges besser macht und für ein friedlicheres Miteinander sorgt.
    Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie, das denke ich auch…aber man sollte sich immer überlegen was einem im Leben wichtig ist. Viele Paare schieben den Kinderwunsch auf bis Mitte/Ende 30 und dann kommt der große Druck – oder es kommt vorher etwas anderes dazwischen, eine Krankheit zum Beispiel, die den Traum vom Kind platzen lässt. Mir war es wichtig eine Familie zu gründen, den Rest mit Beruf etc. bekommt man auch hin, wenn man möchte…vielleicht gibt es dann keine mega Karriere mehr, dafür aber ganz viel Liebe.

    Alles Liebe,
    Steffi

    • Antworten Anna 27. Februar 2017 at 18:00

      Liebe Steffi,

      das sind wirklich sehr schöne und wichtige Gedanken! Danke dir! 🙂 <3

      Anna

  • Antworten Nonna 23. Februar 2017 at 12:25

    Mein Mann und ich sind schon früh zusammen gekommen. Da waren wir 19 und 20 Jahre alt und hatten gerade erst angefangen zu studieren. Kinder waren kein Thema, bei uns nicht und bei niemandem im Freundeskreis. Wir haben studiert und uns ehrenamtlich engagiert, haben gefeiert, Auslandssemester gemacht und Praktika in diversen Städten dieser Welt. Wir haben die Freiheit dieses Lebensabschnitt genossenund darauf möchte ich nie im leben verzichten. Das war die tollste zeit einfach!

    Wir haben uns für alles zeit gelassen. Wir sind mit Mitte 20 in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen. Mit 28/29 haben wir geheiratet. Mit 30 habe ich meinen Traumberuf bekommen (als Richterin). Da wollte ich erstmal ankommen. Ich habe noch meine Lebenszeiternennung abgewartet und dann haben wir es drauf ankommen lassen. Mit 33 war ich schwanger. Das war genau richtig. Wir sind solche Sicherheitsleute irgendwie…Mit 34/35 haben wir uns dann unser Häuschen gebaut und sind happy mit Kind,Haus und Garten. Eigentlich wollten wir nur ein Kind. Haustiere sollten hinzu kommen. Aber wie das Leben so spielt: jetzt bin ich wieder schwanger, mit 39, ungeplant… Die Katzen und Hunde müssen noch bisschen warten. Wir mussten uns erst an den Gedanken gewöhnen, da unser Sohn schon 5,5 Jahre alt ist. Aber so ist es jetzt. Und wir freuen uns. Für uns war das genauso richtig. Wenn ich zurück denke, denke ich, ich hätte vielleicht das erste Kind 2-3 Jahre früher kriegen sollen. Aber vor 30 wäre für mich kein Thema gewesen trotz stabiler Beziehung. Wir haben unser DIN Leben gern gemocht 🙂
    Ich finde so richtig junge Mütter mutig und bewundernswert, aber ich war dafür wahrscheinlich einfach zu unreif und zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Für jeden ist etwas anderes richtig.

    • Antworten Anna 27. Februar 2017 at 18:01

      Wie schööön, danke für den tollen Kommentar und herzlichen Glückwunsch!

      Anna

  • Antworten Kristina 1. März 2017 at 10:03

    Ich (28) habe studiert, arbeite nun seit drei Jahren in einem absoluten Männerberuf (bin die einzige Frau in einem 15-köpfigen Ingenieurbüro), habe vergangenes Jahr geheiratet und saniere zur Zeit mit meinem Mann in fast kompletter Eigenleistung unser Haus. – Vieles spricht dafür, dass der perfekte Zeitpunkt ist und die Sanierung des Hauses, in der wir mittendrin stecken, spricht sehr dagegen. Dazu kommt, dass ich in meiner Firma die erste Frau sein werde, die Mutter wird und mindestens ein Jahr nicht „zur Verfügung“ steht. Zudem sollte ich gerade ein Projekt, das über mehrere Jahre läuft, leiten.
    Aber was soll ich sagen: bei der Sanierung des Hauses halte ich mich weiter fit (bin gerade in der 14. Woche und deswegen noch komplett uneingeschränkt, was Bauch oder ähnliches betrifft) und bin gleichzeitig ganz ruhig. Wenn wir bis zu Geburt umgezogen sind, ist alles gut, aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.
    Und meine Chefs haben ganz toll reagiert, als ich ihnen vor ein paar Tagen sagte, dass ich schwanger bin. Sie sagten, dass es schade um meine fehlende Arbeitskraft ist, aber sie sich für uns freuen. Und wir sollten erstmal als Familie ankommen, uns kennen lernen, Familienleben lernen und dann können wir gemeinsam weiter schauen, wie ich wieder arbeiten kann (Homeoffice, Stundenanzahl etc).
    Es gibt nie den „perfekten Zeitpunkt“ oder „dass alles passt“. Irgendwann haben wir es gespürt: Es ist soweit, wir sind bereit und wollen es wagen, mit allem was dazu gehört. – Warum ich so ausführlich schreibe? Ich finde es selbst anregend und ermutigend verschiedene Lebensentwürfe zu lesen. Es gibt halt nicht den einen Weg, wie man richtig eine Familie gründet. Jeder findet seinen Weg oder verirrt sich, entwirrt sich, vertraut, sucht.
    Liebe Anna, danke für deinen Text und deine Gedanken!

    • Antworten Anna 3. März 2017 at 13:29

      Liebe Kristina,

      ich danke dir herzlich für die lieben Worte. Das ist soooo schön, so viele mutige und ermutigende Geschichten zu lesen. Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und alles alles gute für die Zukunft!! 🙂

      LG!

      Anna

  • Antworten Kathi 24. März 2017 at 11:57

    Das Thema bewegt mich sehr.
    Ich bin in der Situation einen jüngeren Freund zu haben, das macht es nicht leichter. Ich verspüre oft den Wunsch Mama zu werden und all die Höhen und Tiefen zu durchleben, aber oft habe ich auch einfach Angst. Angst davor diese enorme Verantwortung zu übernehmen, Angst davor wie es werden soll, Angst so eine große Entscheidung zu treffen. Ich stelle mir dann so viele Fragen: Wie wird unsere Beziehung? Wie schaff ich das ohne mich aufzugeben? Brauchen wir vorher eine größere Wohnung? Ich habe nur einen befristeten Arbeitsvertrag, soll ich nicht vorher einen neuen Job suchen? Will ich nicht lieber vorher heiraten? Will ich vielleicht gar kein kind? Was will ich denn?
    Das verwirrt mich so. Eigentlich ist der Wunsch da, aber ist jetzt der richtige Zeitpunkt ? Vermutlich nicht. Und genau das zu akzeptieren ist nicht leicht.

  • Antworten Gina 26. März 2017 at 17:51

    Huhu 🙂 Schöne Beiträge bei dir. Ich bin jetzt auch 30 und alle nerven mich wegen Kindern…ich sag dann immer,dass ich auf die schmerzfreie Geburt warte…ich habe echt riesen Angst davor…und die Vorstellung mich da 9 Monate reinzusteigern ist echt schrecklich 🙁

  • Antworten Agatha 13. Juli 2017 at 9:07

    Ein wirklich sehr schöner Beitrag. Mich beschäftigt dieses Thema auch schon seit vielen Monaten…ich habe einen 4-jährige tollen Jungen. Mein Mann und ich haben 2012 geheiratet und 1 Jahr später war ich mit unserem jetzigen Sohn schwanger. Alles nach Plan sozusagen. Erst 3 Jahre später war ich wieder bereit für eine 2. Schwangerschaft, es klappte auch wieder auf anhieb. Ich bin schwanger geworden und habe durch eine sehr schlimme Blinddarmentzündung leider unseren Jungen im 5. Monat verloren. Im Januar darauf hatte ich auf der rechten Seite, wo der Blinddarm war eine Eileiterschwangerschaft. Diese Schicksalsschläge zu verarbeiten kostet mich sehr viel Nerven und ist eine enorme psychische und physische Belastung für einen persönlich. Unser größter Wunsch ist es noch ein Kind zu bekommen. Aber wann ist bei mir der richtige Zeitpunkt? Diese Frage stelle ich mir immer und immer wieder. Die Angst ist riesengroß, dass wieder etwas passieren könnte…ich versuche positiv in die Zukunft zu schauen und irgendwann wird auch bei mir der richtige Zeitpunkt kommen.

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