Kolumne Schwangerschaft

DISTANZLOSIGKEIT IN DER SCHWANGERSCHAFT // VON GUTEN RATSCHLÄGEN UND DEN FOLGEN

6. April 2017

Distanzlosigkeit in der Schwangerschaft,
von gut gemeinten Ratschlägen und ihren Folgen!

„War das so geplant mit der Schwangerschaft?“
wurde ich letzte Woche in einem Babygeschäft gefragt. Das wäre ja schon ein geringer Altersabstand, so zwischen Kind Nummer 2 und 3. Sie selbst hätte lieber ganz bewusst vier Jahre gewartet. Ich stand da, schaute die Dame an und wusste nicht so recht. Natürlich war das geplant, das war so gewollt und erhofft und erwünscht. Ich weiß, hinter dieser Frage steckte keine böse Absicht. Keine Kritik. Nichts dergleichen. Und dennoch zuckte ich kurz zusammen. Immerhin ist das eine sehr intime Frage. Sehr persönlich. Diese in einem Babygeschäft gestellt zu bekommen, umgeben von anderen Kundinnen, gestellt von einer mir fremden Person – das fühlte sich unangenehm an. Nicht richtig. Falsch.

„Ist nicht böse gemeint, aber…“

„…ich habe etwas hin und her überlegt, ob ich mich einmischen soll. Du hast ja eine Hebamme, die dich engmaschig betreut. ABEEER da ich… Dass dein wunderschöner Babybauch schon „so groß“ ist, ist nicht unbedingt eine Spielerei der Natur. Es lässt vermuten, dass deine Gebärmutter nicht im Lager ist! Und somit auch nicht das Baby…!“

„Sie nehmen keine Folsäure, das ist höchst unverantwortlich!“. {Anmerkung: Weit über die 12. SSW hinaus}

Ich bin schwanger, nicht krank. Wir bekommen ein weiteres, ein drittes Kind und freuen uns sehr darüber. Weil wir es uns so gewünscht haben. Aber selbst wenn es vielleicht nicht so wäre, selbst wenn diese Schwangerschaft eine waschechte Überraschung gewesen wäre, was würde das ändern. Selbst dann wäre die Freude groß.

Es drängt sich mir zunehmend das Gefühl auf, dass ich als schwangere Frau mit allerlei Meinungen konfrontiert werde. Ich sehe mich plötzlich in Situationen, in denen mir viel zu private Fragen von mir nicht bekannten Menschen gestellt werden. Situationen, in denen ich und mein Baby(bauch) bewertet werden. Ich Tipps und Tricks und sehr gut gemeinte Ratschläge erhalte. Und Dinge darüber hinaus. Und das alles {in der Regel} unaufgefordert. Und ja, ich bin damit nicht allein. So ergeht es leider vielen Frauen in dieser Zeit. Das hört aber nicht mit der Geburt auf, nein, dann geht es erst so richtig los.

Da wird plötzlich ohne Vorwarnung der Bauch angefasst. „Ich finde Babybäuche einfach so schön!“. Ich im übrigen auch. Wunderschön sogar. Eine schwangere Frau strahlt Magie aus, wie ich finde. Sie wirkt so besonders schön, und irgendwie auch beschützenswert. Und dennoch greife ich nicht ungefragt und ohne Vorwarnung nach dem Bauch.

Manchmal, da schlucke ich. Manchmal möchte ich mich sogar rechtfertigen, beiße mir dann aber doch auf die Zunge. Und ganz manchmal treffen mich Bemerkungen, so gemeinte gute Ratschläge, auch zutiefst. So sehr, dass ich noch Wochen später darüber nachdenke, grüble und mir Gedanken mache. Ich weiß, dass fast alle dieser Ratschläge oder Kommentare lieb gemeint sind. Und dennoch: Immerhin sind wir Menschen mit Gefühlen, man kann nicht alles ausblenden. Man kann nicht immer, nicht hinhören.

„Deine Gebärmutter ist nicht im Lager und somit auch nicht das Baby!“
Distanzlosigkeit in der Schwangerschaft

Schwangerschaft Kritik

 

Vor knapp 6 Wochen erhielt ich diese Nachricht, privat. Von einer Hebamme. Bei Instagram.

Ich war gerade in Asien gestrandet, als ich meine Privatnachrichten durchging. Ich las den Text, las ihn nochmal, schloss Instagram, legte das Handy weg. Nahm das Handy später wieder in die Hand und las die gleiche Nachricht nochmals. So lieb die Worte wohl auch gemeint waren, sie trafen mich zutiefst. Sie verunsicherten mich, gaben mir ein schlechtes Gefühl. Ich wollte antworten, tippte immer wieder einen Anfangssatz, löschte wieder, tippte und löschte. Ich konnte darauf nicht antworten. Zu verunsichert und verletzt war ich. Traurig. Auch ein klitzekleines bisschen wütend. Ich fühlte mich überrumpelt, angegriffen, kritisiert, schlecht. Irgendwie waren da ganz viele verschiedene Gefühle, die zusammenkamen. Also beschloss ich, das Handy wieder zur Seite zu legen und nicht zu antworten. Ignorieren. Vergessen.

Und doch spürte ich in den darauf folgenden Tagen und Wochen, wie sehr mich im Besonderen diese eine Nachricht doch wirklich verunsichert, aufgewühlt und verletzt hat. Es fühlte sich wie Kritik an meinem Körper an. Meinem Körper, der bereits zwei gesunde Kinder geboren hat. Ohne Komplikationen. Meinem Körper, der in jeder Schwangerschaft einen sehr großen Bauch aufwies – genau wie es bei meiner Mutter schon bei jedem einzelnen Kind der Fall war. Noch weniger konnte ich verstehen, dass der Absender dieser Nachricht tatsächlich eine Hebamme sein sollte. Sprich, von einer Frau, die werdenden Müttern, Gebärenden und Wöchnerinnen Kraft und Mut und Stärke schenken sollte.

Ich kann nicht sagen, warum und weshalb mich diese {ja recht höflich formulierte} Nachricht auch nachhaltig so verunsichert hat. Ich weiß es nicht. Aber die Verunsicherung und die Verletzung sitzt tief.

Kurz nach meiner Rückkehr stand dann endlich meine Vorsorgeuntersuchung bei meiner Hebamme an. Ich freute mich darauf, wie jedes Mal. Wir saßen bei Sprudel am Tisch, unterhielten uns über den Schwangerschaftsverlauf der letzten Wochen, es war schön und ich erzählte ihr von dieser Nachricht, die mich noch immer beschäftigte, weil mich die Worte einfach nicht los ließen.

Meine Gebärmutter wäre nicht im Lager, genau wie mein Kind. Scheinbar auch nach der Geburt für mich wichtig. 

Sie hörte zu und war ebenfalls ein wenig ratlos. Sie verstand meine Verunsicherung und versuchte, mich dahingehend zu beruhigen. Wir maßen den Bauch später aus, sie tastete. Alles fein, alles gesund, alles gut. Als sie ging, fühlte ich mich bestärkt und hatte meine Sicherheit zurück. Es sollte letzte Woche noch ein weiterer sehr „belehrender“ Kommentar von der Hebamme folgen, aber diesen konnte ich für mich gut weglesen. Aber auch nur deshalb, weil meine betreuende Hebamme mich so bestärkt hat. Weil sie alle {Selbst}Zweifel mit wenigen Sätzen ausräumen konnte.

Was mich aber noch immerbestürzt, wenige Sätze haben mich so arg verunsichert. Diese Schwangerschaft über fühle ich mich so stark, so gut und gesund. Ich habe ein gutes Gefühl für meinen Körper, meine ich. Und doch hat mich diese Nachricht so zweifeln lassen. Eine Nachricht, die eine fremde Person so hätte einfach nicht schreiben sollen – wie ich finde.

Generell verursachen viele Sätze, die wir unbedacht von uns geben, Spuren. Manche verletzten, manche verunsichern. Jede schwangere Frau, jede Mutter geht ihren Weg und wird wissen, was für sie und ihr Baby gut ist. Sie wird es auf ihre Art richtig machen. Jeder Bauch ist gut so, wie er ist. Sei er klein oder groß. Es gibt kein zu klein, eckig, zu rund, zu groß. Es liegt im Ermessen der Frau, ob sie sich während der Schwangerschaft eine Tasse Kaffee gönnt oder nicht. Es ist ok, wenn eine Frau in der Schwangerschaft Absatz trägt. Genau so ist es ok, wenn sie lieber nur Leggins und Birkenstock an ihren Körper lässt. Es ist ok, wenn sie sich die Nägel lackiert. Weiter geht es in Sachen Geburtsplan. Und in Sachen Baby. Familienbett, Beistellbett oder gar ein eigenes Babybettchen. All das ist ok. Denn jedes Kind, jede Frau, jedes Elternpaar ist anders.

Ich wünsche mir mehr Toleranz und weniger Distanzlosigkeit, vor allem im Netz.
Oder, wie sieht du das?

Liebe Grüße,
Janina

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36 Kommentare

  • Antworten Jasmin 6. April 2017 at 10:42

    Liebe Janina,

    ich selber habe keine Kinder und bin auch nicht (noch nicht – hoffentlich, aber bald) schwanger. Trotzdem wollte ich Dir sagen, dass ich deinen Artikel ganz toll finde und Dir sagen, dass du alles ganz toll machst. Ich finde es wirklich einfach schrecklich, was sich manche Menschen herausnehmen. Jede Frau ist doch anders, jede Schwangerschaft ist anders und wann jemand und wie ein Kind bekommt geht doch niemanden etwas an, ausser die Eltern selber. Es ist ein so intimes und sensibeles Thema, da würde ich einfach viel mehr Respekt und Empathie von den Menschen erwarten. Ich glaube ich würde auch erst mal geschockt sein, wenn mich jemand so anspricht. Und von einer Hebamme so eine Nachricht zu bekommen ist, finde ich die Höhe! Ich habe einfach das Gefühl, dass man als Frau so stark bewertetet und gemessen wird von der Gesellschaft mit Ansprüchen und Erwartungen, die einfach surreal sind. Anstatt das man einer schwangeren Frau einfach etwas nettes sagt, wird direkt etwas gefragt und unterstellt. Ich finde es einfach unmöglich. Also lange Rede kurzer Sinn: Du bist wunderschön und die Schwangerschaft steht dir unglaublich gut! Und ich finde es wirklich unglaublich inspirierend wie du das mit deiner Geburt planst und vorgehst!!
    Liebe Grüße aus Dortmund und weiterhin alles Gute für Dich und Deine Familie

    • Antworten Julia 6. April 2017 at 20:10

      Einfach nur toll gedchrieben…. du hast so Recht!

  • Antworten Denise Bella 6. April 2017 at 10:51

    Ja, stimmt alles. Und wird nur schlimmer. Wenn das Baby da ist, all das Getätschel, wohlwollende Ratschlage, Ermahnungen, Schreckensgeschichten, intime Fragen – hört nie auf. Schwangere und Mütter sind Freiwild auf der Wiese der gutgemeinten Ratschläge.

  • Antworten marie-isabell 6. April 2017 at 10:52

    Hallo Janina!
    Ich kann das gut nachvollziehen. In meinen Schwangerschaften hatte ich einen sehr kleinen Bauch (obwohl ich keine Elfe bin). Immer wieder hörte ich: „Was? Der ist aber klein. Wann ist dein Termin? Dafür ist der Bauch aber sehr klein…“. Tja, den Lauf der Natur kann man nicht beeinflussen. Und was war am Ende? 2 gesunde Mädchen kamen zur Welt.
    Und was höre ich heute? „Wie alt ist dein Kind? Oh, die ist aber GROß für ihr Alter!“ Immer wieder höre ich soetwas. Als wäre es eine Krankheit oder Abnormalität. Das verletzt mich und ärgert mich. Warum kann man nicht z.B. sagen: „Du hast aber ein ansteckendes, schönes Lächeln.“ Oder „Dein Kind hat schöne Haare.“ Ich weiss nicht, irgendetwas ANDERES als das, WAS sie sagen.
    Ärgere dich nicht!
    Lieben Gruß und alles Gute
    Isabell

    • Antworten Anna-Lena Zintel 6. April 2017 at 11:31

      Ich bin sicher deine Töchter sind zauberhaft!
      Meiner Tochter wurde von Beginn auch immer nur gesagt das sie riesig ist. Dabei hat sie das offenste und schönste Lächeln der Welt das wird nur leider nie kommentiert, weil sie größer ist als die Norm. Verstehe dich gut. Mir treibt das auch immer wieder die Tränen in die Augen…

    • Antworten Sarah 7. April 2017 at 12:47

      Ich verstehe nicht was an der Anmerkung dass sie groß ist, so schlimm ist.. Ist doch einfach eine Feststellung. Und nichts negatives.
      Gruß, Sarah

      • Antworten Anne 19. April 2017 at 23:08

        Vielleicht die Distanzlosigkeit? Kann sie gut verstehen- was fühlt sich diese Frau beflissen….

    • Antworten Laura 11. April 2017 at 20:27

      Das ist witzig…bei meinem Sohn sagen auch immer alle wie GROß er ist und ich habe es noch nie so aufgefasst, dass das etwas ist was jemand negativ meinen könnte. Das ist doch toll groß zu sein. Junge oder Mädchen, ganz egal.

      Hmmmm… da muss ich jetzt nochmal drüber nachdenken.

      LG

  • Antworten Svenja 6. April 2017 at 11:00

    Ganz toller und wichtiger Text! Selbst jetzt im Nachhinein tut es mir für dich leid, dass dich dieser unbedachte Kommentar um einige unbesorgte Minuten (Stunden?) gebracht hat. Tatsächlich denke ich auch, dass die Verfasserin es kein bisschen böse gemeint hat. Man liest raus, dass sie wohl ganz beeindruckt von diesem Seminar war und jetzt ihr Wissen teilen wollte. Aber wie du schreibst, völlig ohne Distanz. Hoffentlich liest sie deinen Artikel, kann es für dich reflektieren und lernt für die Zukunft.
    So blöd der Satz auf der einen Seite klingt, so wahr ist er auf der anderen: „Keine Beratung ohne Auftrag!“
    Glauben manche Personen denn​ wirklich, ihnen würden über Fotos bei Instagram medizinische Sachverhalte auffallen, die den Hebammen und Ärzten entgehen? Das sollte man sich vielleicht vorher mal fragen…
    Vor den anderen Situationen, die du beschreibst, ist wohl wirklich niemand sicher. Es liegt eine Unbedarftheit dahinter, kein Nachdenken darüber, was eine Frage auslösen kann oder wie sie vielleicht ankommt und trifft. Und nicht selten steht eben doch etwas Belehrendes oder eine Wertung dahinter und nicht nur ehrliches Interesse. „Das Kind soll Einzelkind bleiben? Das arme Ding…“ „Es wird noch / nicht gestillt?“ „Du gehst schon wieder arbeiten?“ Scheinbar ist kein Thema privat genug, als dass die Entscheidung nicht von Fremden Personen in Frage gestellt wird.
    Ich wünsche dir, dass du mit deiner positiven Energie über diesen Fragen stehen und sie weg lächeln kannst! Und für die restliche Schwangerschaft weiterhin viel Gelassenheit, Vertrauen in deinem Körper und keine Sorgen!
    Svenja

  • Antworten Bini 6. April 2017 at 11:08

    Liebe Janina,
    ich weiß ganz genau, wie du dich fühlst. Mir werden auch ständig Fragen gestellt, die mich verletzten.
    Insbesondere auf mein Alter bezogen und ob das nicht unverantwortlich sei, während des Studiums Kinder zu bekommen.
    Natürlich mussten wir uns auch schon oft die Frage anhören, ob das so denn geplant gewesen sei mit dem ersten und dem zweiten Kind. Leben und leben lassen, wie ich finde. Was für mich der richtige Weg ist, muss nicht unbedingt für wen anders richtig sein.
    Und zu deinem Bauch: ich finde ihn ganz wundervoll. Du strahlst eine solche Selbstsicherheit aus und gehst so bewusst und selbstbewusst mit deiner Schwangerschaft um, dass dir mit Sicherheit aufgefallen wäre, wenn irgendwas nicht in Ordnung wäre.
    Ich grüße dich ganz lieb,
    Bini

    • Antworten Janina 6. April 2017 at 12:31

      Liebe Bini,

      ich glaube es dir aufs Wort. Ich kann mir das zu gut vorstellen. Und ich finde, ihr macht das toll. Es gibt nicht nur DEN einen Weg. Es gibt zig Wege, für jeden seinen eigenen. Und wie man an Pauli sieht, macht ihr wirklich alles richtig.

      Ich war damals mit Anni und den Sprüchen so gestresst, dass ich mich irgendwann in der Wohnung verschanzt habe und nur noch abends in der Dunkelheit raus ging. Einfach weil ich das Getratsche um meine Schwangerschaft in diesen jungen Jahren nicht mehr hören wollte und ertragen konnte.

      Du siehst übrigens blendend aus!

      Herzliche Grüße an Dich und bis ganz bald,
      Janina

      • Antworten Bini 7. April 2017 at 9:19

        Liebe Janina,
        danke für deine lieben Worte! Im ersten Babyjahr war ich unheimlich verunsichert, doch nun gehe ich mit Pauline raus und tue und lasse, was wir als Familie eben so tun wollen. Seit Paulines Krippen-Start fühlt es sich wieder ein wenig merkwürdig an, da man doch oft das Gefühl bekommt, dass getuschelt wird. Vielleicht ist es auch einfach Einbildung meinerseits.. ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist dass ich alles richtig gemacht habe und wir so zufrieden sind, wie es ist. Ich hoffe, dass blöde Fragen und ungewünschte Ratschläge einfach ausbleiben.. das wünsche ich auch dir!
        Liebste Grüße,
        Bini

  • Antworten Jule 6. April 2017 at 11:28

    Oh, das kann ich so gut verstehen. Ich bin in der 10. Woche und leide seit der 5. Woche unter extremer Übelkeit mit übergeben. Ich bin völlig erledigt und ausgelaucht. Mir wurden schon so viele Ratschläge gegeben. Der schönste: du bist nur aufgeregt und hast Angst das Kind zu verlieren, deshalb kotzt du. Dann, völlig unnötig, ob sich die Frauenärztin und ich nicht im Termin verrechnet hätten, man glaube ich wäre schon mindestens ein Monat weiter. Und das schlimmste: die Kommentare kommen von Freunde und Familie. Man ist Freiwild und jeder weiß es besser oder kennt jemanden, der jemanden kennt. Kurz gesagt: ich fühle mit dir!

  • Antworten Nonna 6. April 2017 at 11:30

    Ich finde den das auch alles distanziert und insbesondere die Nachricht mit dem Bauch geht gaaaaar nicht, unmöglich!
    Aber genau das ist für mich der Grund warum ich selber mich zurück halten. Ich möchte keine Ratschläge und Tipps und angefasst werden schon gar nicht. Horror wenn mir jemand an den Bauch langen würde. Ich würde daher vielleicht an deiner stelle auch manchmal das schwangerschaftstgemab etwas mehr zurück schrauben. Nicht dass du gar nichts mehr dazu schreiben sollst, im Gegenteil, mir würden deine Bilder und bump Updates fehlen, aber es nimmt schon einen see ehrlich großen Platz auf deinem Blog ein und animiert dann auch komische Leute zu unangebracht Kommentaren. Soll nicht böse gemeint sein, nur ein Tipp, dass etwas mehr Selbstschutz hilfreich sein kann. Ich habe nämlich zum Glück solch Übergriffe fragen und Kommentare noch nie erlebt. Erst mit Baby dann. Und empfand das als Horror… Deutsche Mamas können anstrengend und besserwisserisch sein.

  • Antworten Eva 6. April 2017 at 11:33

    💛 so wahr! Ich finde es erschreckend, dass man sich so allerhand gefallen lassen muss (auch von Profis wie Hebammen u Ärzten) und seine eigenen Gefühle/Bedürfnisse erklären oder rechtfertigen muss. Ich habe auch erst in der zweiten Schwangerschaft gewusst: ICH bin der Chef – und das würde ich jeder Frau als Ratschlag geben!

    • Antworten Janina 6. April 2017 at 12:28

      Liebe Eva,
      manchmal wundert man sich einfach nur. Und ich glaube wirklich, dass es in der Regel nicht einmal bewusst übergriffig oder böse gemeint ist.
      Ich glaube, oft wird einfach nicht nachgedacht. Das geht ja nach der Geburt auch weiter, wenn Menschen einfach in den Kinderwagen greifen, um das Babyhändchen zu streicheln. Oder weil man stillt, nicht stillt… Es gibt immer ein Thema.
      Herzliche Grüße an dich
      Janina

  • Antworten Caro 6. April 2017 at 12:16

    Ich bin anscheinend eine Exotin, ich habe weder vor noch nach der Geburt entsprechendes erlebt. Kein ungefragtes Bauch-Getätschel, keine gut gemeinten Ratschläge, etc. und daher bin ich immer erstaunt, so etwas zu hören. Auch bei Bekannten habe ich derartiges nicht mitbekommen oder erzählt bekommen. Was ich mir jedoch gut vorstellen kann gerade bei den Internetkommentaren, die du erhältst, ist, dass diese fehlende Distanz durch deine “Selbstdarstellung“ (oh das hört sich böser an, als es gemeint ist!) und die Preisgabe vieler persönlicher Informationen eine große Nähe zu deinen Followern, Lesern oder was auch immer erschaffst. Meiner Meinung nach, weiß man extrem viel über dich und deine Familie. Dies ist dein Job, eine “Bindung“ zu deinem Publikum zu schaffen, sicher, und das soll auch “freche“ Kommentare gar nicht rechtfertigen, aber ich denke, die Hemmung sich in derartige Sachen einzumischen und nachzufragen ist meiner Ansicht nach deutlich geringer als bei einer Instagrammerin, über die ich nicht soviel weiß und die mir nicht so viel persönliches, wie Details der aktuellen und vorherigen Schwangerschaften beispielsweise, vermittelt. Nunja, ich hoffe für dich, dass du dir das nicht zu Herzen nimmst und den Mut hast, entsprechend auf distanzloses Verhalten zu reagieren. Alles Gute.

    • Antworten Janina 6. April 2017 at 12:26

      Liebe Caro,

      verrückt. Ich kenne kaum eine Frau, die nicht ähnliches erlebt hat.
      Im übrigen bezieht sich dieser Text, abgesehen von dieser einen Nachricht, ausschließlich auf Erlebnisse, die ich im „real life“ fernab des Internets gemacht habe. Polsäure = Ärztin, antätscheln des Bauches im Edeka, Frage ob die Schwangerschaft geplant war im Babyladen. Ich finde, im Internet ist es oftmals gar nicht so übergriffig, obwohl schon – aber das ist es bei allen. Hier allerdings liest man es und es berührt oder verunsichert in den seltensten Fällen, weil es eben das Internet ist. Weißt du, was ich meine?
      Ganz ganz liebe Grüße an dich
      Janina

  • Antworten Romina 6. April 2017 at 12:26

    Die nachricht von der ,,angeblichen“ Hebamme hätte mich genauso verunsichert und ich verstehe deinen Unmut über sie. Mir wurde immer gesagt, mein Bauch wäre nicht gewachsen in einem bestimmten Zeitraum und das war natürlich weit vom nächsten gyn Termin entfernt. So lange habe ich mich doch sehr unwohl gefühlt und mir Gedanken gemacht. Auch wenn man beim zweiten Kind diese dummen und oft taktlosen Sprüche kennt, treffen diese einem manchmal ins Mark . Nach der Geburt., wie du sagst, geht das ganze weiter. Wie oft ich den Kinderwagen schon gedreht habe, weil fremde Menschen gaaaanz genau mein Kind beobachten wollten. Das finde ich genauso unverschämt wie ein Spruch. Ich kenne diese Menschen nicht. Auch wenn ich auf Instagram die Bilder meiner kinder zeige, ist dies mit einer Distanz versehen. Auf der Straße braucht keiner meinen, sie anzufassen oder ganz nah zu begutachten🙈! Ach Janina… ich hoffe du schüttelst das alles ab und ich wünsche dir eine Wunder wundervolle 3. Schwangerschaft und genieße es in vollen Zügen ! Irgendwann lege ich bestimmt auch nochmal nach ☺

  • Antworten kamatilimi 6. April 2017 at 12:30

    Super Text!! Ich musste mir so oft ähnliches anhören: auch ich hatte jedesmal einen sehr großen Bauch – und das auch schon sehr früh. Zudem war ich beim 3. Kind schon fast 40 – Skandal! „War das geplant?“ „Bist du nicht schon etwas zu alt?“
    Beim 3. Kind konnte ich es tatsächlich weglächeln. Aber vor allem beim zweiten Kind dem mehrere Fehlgeburten und Komplikationen vorangingen war ich sehr verunsichert. Alles was nicht augenscheinlich „normal“ zu sein schien machte mir Angst.
    Die Leute wissen meist gar nicht, was sie mit ihren unbedachten Sprüchen auslösen können…

  • Antworten Anne 6. April 2017 at 12:51

    Ich wurde auf Arbeit (seit 13.03. zurück und ab ca. 20.07. wieder im Mutterschutz) gefragt, ob wir denn keinen Fernseher zuhause hätten. Ich habe nur gekontert, dass das schon geplant war.
    Es ist mir unverständlich wie sich Freunde, Familie, Fremde und Arbeitskollegen so einmischen können. Meine beiden werden nur ca. 18 Monate auseinander sein. Und von den meisten kam auch, dass das ganz schön anstrengend wird. Wir wissen das, wir sind nicht naiv an die Sache rangegangen.
    Jetzt fehlt mir nur noch einer der mir an den Bauch langt, ich glaube dann platze ich. 😀

    Du machst das alles richtig, so wie es dein Gefühle dir sagen. Mach weiter so und lass dich nicht verunsichern. Alles Liebe für den weiteren Verlauf deiner Schwangerschaft.

  • Antworten Isabel 6. April 2017 at 13:00

    Du hast wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin selber gerade schwanger, zum ersten Mal, kannte das also vorher auch nicht. Ständig fasst mir jemand auf den Bauch, um ehrlich zu sein finde ich das eine bodenlose Frechheit! Wenn mich jemand vorher fragt, ok gut, aber einfach so fasse ich doch auch keinen anderen Menschen auf den Bauch. Mir wird auch ständig gesagt „dein Bauch ist aber groß, bist du sicher dass da nur ein Kind drin ist?“. Auch zur Größe des Bauches hat eigentlich keiner was zu sagen. Aber wenn man mal dementsprechend reagiert, dann ist man gleich zickig oder es kommt der typisch „die ist schwanger“ Spruch. Die tausend Ratschläge sind auch einfach nervig. Super das du darüber mal geschrieben hast!

  • Antworten Ellen 6. April 2017 at 18:23

    Liebe Janina,

    Mit Spannung habe ich deinen Artikel gelesen. Ich bin aktuell in der 25. Ssw und verfolge deine Berichte schon seit längerem. Ich kenne deine Erzählungen in Sachen Bauchgröße gut. Nur ist es bei mir andersrum. „Was, du bist schon so weit. Ich hätte gewettet, du bist max im 4. Monat.“ Ich fühl mich dann immer etwas verpflichtet, zu erklären, dass ea schon bei meiner Mama in der Schwangerschaft mit mir so lief… bis zum Ende des 7. Monats war ihr Bauch recht klein und auch sie wurde oft gefragt, ob das alles so passt….
    Ich muss auch gestehen, dass es mich eine Zeitlang trotz der Info meiner Mama immer wieder etwas verunsicherte, wenn ich auf Frauen mit größerem Bauch bei teilweise weniger SSW traf. Aber bei der letzten Vorsorge wurde mein Baby vermessen und das Gewicht ermittelt und es war alles im Normbereich – also alles gut. Seitdem gehe ich absolut entspannt damit um und lasse mich nicht mehr von Außenstehenden verunsichern. Aber wie bei dir, brauchte auch ich die Info von ärztlicher Seite, dass alles passt. (Dazu sei gesagt, bei mir ist es auch die erste Schwangerschaft. Da fehlen also auch Erfahrungen…)

    Eine Freundin hat mir vor einiger Zeit aber einen tatsächlich tollen Tipp gegeben, wie ich finde: „Ratschläge können nicht gut gemeint sein, oder warum steckt in ihnen das Wort Schläge? Das verbindet schließlich auch keiner mit Positivem.“ Sicher ist das jetzt etwas heftig formuliert, aber die Kernaussage war (aufgrund des gesamten Gesprächs), dass man viele Tipps und Hinweise bekommt, die nicht immer als rein wohlwollend gemeint sind, aber zumindest oft mehr verletzen, als dass sie einem helfen und Sicherheit geben.

    Ich bin gespannt, wie es sich bei mir weiterentwickeln wird in Sachen Hinweise von Außenstehenden. Bislang bekam ich nur welche von Leuten, die ich mindestens im Bekanntheitsgrad kenne, Fremde waren noch nicht dabei…

    Die wünsche ich aber von ganzem Herzen auch für das dritte Trimester alles Liebe und Gute und einen weiterhin guten Verlauf.

    #mehrtoleranz

    Liebe Grüße, ellen

  • Antworten Carina 6. April 2017 at 19:15

    So true!

  • Antworten Dani 6. April 2017 at 19:29

    Hallo, ich kann das auch sehr gut nachvollziehen, da ich auch in der ersten Schwangerschaft einen Riesenbauch hatte und jedesmal wenn ich mit meinem Hund Gassi gegangen bin von irgendeiner älteren Dame darauf angesprochen worden. Was ich nicht verstehe, fast jede Frau hat negative Erfahrungen gemacht und ärgert sich und trotzdem sind es meistens Frauen die sich ungefragt äußern. Mir kommt es immer so vor, als ob manche Frauen sich nur selbst gut fühlen wenn Sie andere denunzieren bzw. verunsichern. Ich glaube zwar, dies ist noch nicht einmal beabsichtigt, aber mir fällt es eben oft auf. Es gibt aber auch positive Beispiele. Gestern meinte die Erzieherin meines Sohnes, dass sie meinen Bauch so schön findet. Das tat so gut, da ich wieder mit einer Riesenkugel rumlaufe und mich nicht gerade attraktiv fühle. Von den Brüsten, die am explodieren sind mal ganz zu schweigen. Aber ist der Bauch zu klein ist es nicht recht, zu groß auch nicht. Bei der Form bekommt man ein Mädchen bei der anderen einen Jungen. Bla bla bla. Jeder hat seine Meinung und muss die ungefragt und ungefiltert raushauen.Ich könnte stundenlang weiter schreiben, weil mich das so ärgert. Das Leute absolut kein Empathieempfinden gegenüber Schwangeren und Müttern haben. Aber wie gesagt, leider sind es meist selbst Mütter. Alles Gute wünsch ich Dir noch für die Schwangerschaft und Dein Bauch ist toll!
    Liebe Grüße Dani

  • Antworten Sabrina 7. April 2017 at 7:00

    Liebe Janina,

    Ich kann mich den vorigen Texten nur anschliessen.
    Irgendwie kennen viele Menschen bei diesem Thema keine Grenzen&das ist nicht recht.
    Man kennt ja die Geschichte der jeweiligen Familie dahinter nicht&sollte vorsichtigsein mit Urteilen oder gsr Ratschlägen.
    Bei uns ist es umgekehrt. Unser erster Sohn ist 5&ich werde öfters gefragt ob das so geplant war,da der Altersunterschied ja so gross sei.
    Mich trifft das auch immer,da wir zwei Babys verloren haben&wir nun sehr glücklich sind, dass wir das Wunder nochmals erleben dürfen!

    Ich wünsche Dir in gewissen Situationen eine harte Schale&hoffe viele Leute lesen Deinen Text&lernen daraus.

    Herzlichst Sabrina

  • Antworten Lena Heinzl 7. April 2017 at 9:30

    Liebe Janina,

    ich habe keine Kinder, bin nicht schwanger und kann Deinen Ärger deshalb vielleicht nicht so ganz nachvollziehen. Vielleicht solltest du die Medaille mal von der anderen Seite betrachten. Egal ob ungefragt oder nicht, hinter jedem Ratschlag steckt einfach nur ein Mensch, der sich sorgt und es gut mit Dir meint. Ich verstehe nicht, dass Du dich, als gestandene Frau, von so etwas dermaßen ärgern bzw. verunsichern lässt. Versuch das alles nicht so negativ zu bewerten und aufzufassen, alle auf diesem Planeten sind im Endeffekt nur Menschen, die sich selbst über Ratschläge vielleicht freuen würden und es überhaupt nicht böse oder besserwisserisch meinen. Wenn man sein Leben so offen Preis gibt und viele Details mit der breiten Öffentlichkeit teilt, ist es vorhersehbar, dass sich Menschen einmischen, einfach aus dem Grund, weil sie das Gefühl haben Dich und Dein Leben zu kennen.
    Versteh mich nicht falsch, ich heiße das nicht gut, nur finde ich, dass man dieses Problem aus verschiedenen Sichtweisen betrachten sollte und die Intentionen der „Ratschlaggebenden“ hinterfragen sollte.

    Ganz liebe Grüße,

    Lena

  • Antworten Jana 7. April 2017 at 9:38

    Ich finde du hast eine sehr gute Einstellung und es ist ebenso gut, dass du dich in deiner Meinung nicht beirren lässt! Deine innere Stärke und Gelassenheit bezüglich der Schwangerschaft sind bewundernswerte Eigenschaften. Traurig, dass manche Menschen versuchen einem genau diese Gelassenheit, die so wichtig ist, zu nehmen. Bleib wie du bist und lass dich nicht ärgern.
    Liebe Grüße & nur das beste,
    Jana

  • Antworten Julia 7. April 2017 at 15:53

    Ich habe als Schwangere und junge Mutter schnell gelernt, dass man einfach ganz selbstbewusst sein Ding durchziehen muss. Die Leute werden IMMER ihren Senf dazugeben, egal was man tut. Denn jeder hat zu allem eine Meinung und es wird immer irgendwen geben, der das eigene Handeln „komisch“ oder gar falsch findet. Was meinst du, was ich mir mal von einer Person anhören musste, als sie erfuhr, dass unser Sohn mit sechs Wochen in sein eigenes Zimmer gezogen ist und wir alle komplett zufrieden mit dieser Entscheidung waren. Aber glaub mir – würde er jetzt noch mit bei uns im Bett schlafen, hätte ich bestimmt auch eins auf den Deckel bekommen…! So ist das, gell? Wie gesagt, immer auf sich selbst vertrauen, dann geht eh nichts schief!

    Liebe Grüße 🙂
    Julia

  • Antworten Mamamaj 9. April 2017 at 18:56

    Hallo Janina,
    Ich kann gut verstehen, dass dich solche Kommentare verunsichern, mir gehen diese Dinge auch oft sehr nahe. Ich finde es überhaupt nicht ok sich einer Schwangeren oder einer Mutter gegenüber so zu verhalten, schon gar nicht, wenn einem diese Frau fremd ist. Ich hatte bei all meinen 3 Kindern einen sehr großen Bauch und finde daher deine Bauchbilder überhaupt nicht ungewöhnlich. Allerdings bringt es so ein Blog doch auch mit sich, dass man Kommentare liest, die weniger angenehm sind, oder? Ich glaub da braucht man schon manchmal ein dickes Fell…
    Ich weiß oft in solchen Situationen nicht, was ich sagen soll und hinterher fällt es mir dann ein. Aber eigentlich denke ich, dass man sich auch nicht alles gefallen lassen muss. Jede muss für sich und ihre Familie entscheiden, da kann man sich austauschen oder sich Rat holen, aber einmischen is nicht… 🙂
    LG Mamamaj

  • Antworten silke 10. April 2017 at 11:40

    Hallo janina.
    Ich habe in meiner schwangerschaft gott sei dank nichts dergleichen erlebt. Ich kann es aber echt gut nachvollziehen, weil es mich total nerven würde. Aber speziell im Internet ist es natürlich eine riesen „Gefahr“ ungefragt Ratschläge rauszuhauen, weil einige ihr komplettes privates leben zeigen und so eine gewisse Art von distanzlosigkeit bei den followern suggeriert wird. Ich drücke dir jedenfalls die daumen, dass du vvonweiteren putzigen Begegnungen verschont bleibst.

  • Antworten Daniela 10. April 2017 at 20:50

    Liebe Janina

    Ich stimme dir absolut zu, auch mich beschäftigen Nachrichten oder Kommentare manchmal noch sehr lange. Sie mögen unüberlegt und gar nicht böse gemeint sein. Und trotzdem kann man sie nicht vergessen.

    Ich bin nicht schwanger, werde in Kürze 32. Für gewisse Personen – die mich nicht oder nur flüchtig kennen, leider aber auch Kollegen – unvorstellbar. Sprüche wie „und du, noch nicht bereit?“, „waaaas!? noch keine Kinder?!“, „die Uhr tickt“ oder „was trinkst du? Gin-Tonic, haha, also (noch) nicht schwanger?!“ treffen mich und gehen mir nach. Ich kann dich selbst entscheiden, ob und wann ich Kinder möchte und vllt. versuche ich ja schwanger zu werden und es klappt nicht.

    Obwohl wir nicht in der gleichen Situation sind verstehe ich dich gut. Lass dich nicht verrückt machen. Ein bisschen mehr Überlegtheit und Einfühlsamkeit würde uns allen gut tun.

    Alles Liebe,
    Daniela

  • Antworten Theresa 11. April 2017 at 7:02

    Liebe Janina,
    ich verstehe dich SO gut.
    Ich bin aktuell in der 22. SSW und muss auch schon viel runterschlucken. Nach dem Ultraschall bin ich jedes Mal so voller Glück und Liebe, meine Ärztin sagt mir, dass alles zeitgemäß und gut entwickelt ist und dann kommt irgendein Außenstehender (ohne eigene Kinder und Ahnung in dieser Hinsicht) und sagt zur aktuellen Größe meines Babys „Oh, ist das nicht was klein?“ – solche überhaupt nicht böse gemeinten Aussagen können Schwangere einfach wahnsinnig verunsichern, selbst wenn man es eigentlich besser weiß. Mir reichte diese Bemerkung um mich reinzusteigern und eine ganz gemeine Sorge über die Entwicklung meines Kindes hervorzurufen.
    Dann packte mir mein Schwiegervater vorgestern an den Bauch. Ungefragt, einfach so. „Oh, man sieht ja jetzt schon was.“ Ich war von dieser Situation total überrannt und perplex, dass ich nicht drauf reagierte. Bis heute fuchst mich das enorm, ich empfand und empfinde das immer noch als massiven Einschnitt in meine Privats- und Intimsphäre und lass es die Hormone sein, aber mir kommen die Tränen bei dem Gedanken, dass Schwangere in den Augen einiger Leute ihre Rechte an Selbstbestimmung über ihren Körper abgeben.

    Liebe Grüße!

  • Antworten Aann 11. April 2017 at 15:11

    Liebe Janina,
    recht verspätet: vielen Dank für diesen Text. Gerade bin ich mit Baby Nummer zwei schwanger und freue mich wahnsinnig auf die Geburt im September. Das war vor allem am Anfang nicht leicht, weil diese Schwangerschaft so kurz nach Kind 1 tatsächlich nicht geplant und vor allem von meinem Partner nicht gewünscht war. Dadurch hatten wir eine wahnsinnig schwere Zeit und es hat mich unglaublich viel Mut und Kraft gekostet, mich bewusst (und zu dem Zeitpunkt ganz allein) für das Baby zu entscheiden. Aber wir sind alle so gestärkt daraus hervorgegangen und als Paar noch fester zusammengewachsen. Warum erzähle ich das? Weil es immer noch sonst niemand außer einer Freundin weiß. Und das liegt daran, dass, als ich es ihr voller Begeisterung erzählte, genau so reagierte, wie du im Artikel beschrieben hast. Nicht mit geteilter Freude, nicht mit Glückwünschen, sondern mit „das war doch aber nicht etwa geplant?! Das würde ich mir echt nochmal überlegen! (Schwangerschaftswoche 16….) Entschuldigung, aber… man kann doch verhüten! !!“.

    Ich habe so geweint. Und alles ist wieder hochgekommen. Ich habe jetzt unglaublich Angst davor, mich ähnlichen Reaktionen stellen zu müssen und es lässt mich verzweifeln, dass mein Kind so ‚begrüßt‘ werden soll.

    Vor diesem Hintergrund ist dein Artikel eine feste Umarmung. Und so, so wichtig. Danke!

  • Antworten Steffi 12. April 2017 at 17:33

    Ups. Gott sei dank ist mir sowas noch gar nicht passiert. Man sieht aber auch jetzt erst im 5. Monat so richtig was, kann also noch kommen. Ich denke, wenn man im Internet sehr private Sachen erzählt, dann kommt das auf jeden Fall gut an, aber man ist halt auch extrem angreifbar. Nimm die blöden Kommentare nicht so ernst. Ich weiß, das ist nicht so einfach. Aber das gehört wohl leider zum öffentlichen Leben dazu. Aber dass du sogar im Laden so doof angesprochen wirst, das ist schon krass. Hätte ich auch nicht gewusst, was ich darauf gesagt hätte. Sehr frech.
    Grüße, Steffi

  • Antworten Anna 13. April 2017 at 9:16

    Liebe Janina, lass dich nicht unterkriegen. Es hört ja leider mit der Geburt nicht auf… gestern bin ich 2 Stationen U-Bahn gefahren und musste mir in der Zeit von 3(!!!) älteren Damen unpassende Kommentare anhören , weil ich meine kleine Tochter im Tragetuch dabei hatte. Schlecht für die Wirbelsäule, es sei ihr bestimmt zu kalt und außerdem sei das gefährlich… bla bla. Als ob sie mein Kind besser kennen würden als ich. Wenn man sowas völlig übermüdet und gestresst hört (weil das Baby eben nur im Tuch schläft und den Kinderwagen hasst), dann macht einem das einfach zu schaffen…

    Alles Liebe

    Anna

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