Kolumne

GEDANKENKARUSSELL | WENN ZIVILCOURAGE NICHT MEHR EXISTIERT

4. August 2017
Kolumne, Gedankenkarussell

 

Gedankenkarussell:
„Mama, wieso hilft ihm denn keiner?“
Wenn Zivilcourage nicht mehr existiert!

Vorgestern habe ich etwas beobachtet, und es lässt mich seitdem einfach nicht mehr los. Es macht mich traurig und wütend und beschämt mich. Und ich frage mich: Wann ist die Menschheit so abgestumpft. Wann ist es dazu gekommen, dass sich Menschen nicht mehr um ihre Mitmenschen scheren. Seit wann fehlt es so sehr an Empathie, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Wir haben doch alle ein Herz.

Ich kam gerade aus der Kita, wo ich Mimi gegen späten Nachmittag abgeholt habe. Anni saß im Auto neben mir, die Ampel schaltete erst auf Orange und dann auf Rot. Wir blieben stehen. Plötzlich sehe ich, wie ein älterer Mann an der Kreuzung mit dem Fahrrad stürzt. Es schaut schlimm aus. Zig Menschen um ihn herum. Ich weiß nicht, wie alt er war – lassen wir ihn vielleicht Anfang 80 gewesen sein. Er versucht schwerfällig sich aufzurappeln, was ihm offensichtlich nicht gelingt. Er ist ganz eindeutig weder angetrunken noch ungepflegt – auch wenn das in meinen Augen keinen Unterschied machen würde. Irgendwie ist alles in Zeitlupe. Neben dem Mann steht eine Frau, Anfang bis Mitte 20, sie telefoniert an ihrem Handy und zuckt nicht einmal mit der Wimper. Sie schaut zwar einige Male hin, aber es tangiert sie nicht. Ein weiterer Mann, etwa um die 60 Jahre alt, ebenfalls auf einem Fahrrad steht dahinter. Auch er rührt sich nicht. Keine Reaktion. Auf der anderen Straßenseite der Kreuzung auch Menschen. Aber kein Mensch reagiert. Es tut keiner was. Außer nochmal verstohlen hinschauen. Meine Ampel schaltet auf grün, ich überlege, stehen zu bleiben, auszusteigen und zu helfen. Hinter mir wird schon gehupt. Dabei ist die Ampel gerade einmal umgesprungen. Ich fahre an und halte Ausschau nach einer Halte- oder Parkmöglichkeit. Keine Chance so zentrumsnah. Es wird nochmals lange gehupt. Anscheinend haben es die Autos hinter mir so eilig, dass jede Minute zu viel ist. Ich fahre schwitzend und nicht wenig verzweifelt weiter, fühle mich elend. Anni ist ganz bedrückt und schaut mich an. Und dann kommt eine Frage aus ihrem Mund, auf die ich keine Antwort weiß:

„Mama, wieso hilft ihm denn keiner?“

„Es sind doch so viele Menschen dort, warum hilft denn bloss niemand. Was ist, wenn er sich verletzt hat?“. Ich bin wirklich wütend. Und ich bin entsetzt. Und ich schäme mich. Und vor allem habe ich keine Antwort auf ihre Frage. Was soll ich ihr darauf antworten. Außer: Mach du es bitte anders. Sei du bitte niemals so.

Keine Courage, nichts. Besonders enttäuscht und wütend bin ich mit der jungen Frau, die nicht einmal ihr Telefonat beendet hat. Die direkt neben dem älteren Herrn stand. Die ihm einfach nur die Hand hätte reichen müssen. Genau wie der Mann auf dem Fahrrad dahinter. Unmittelbar daneben. Beide. Und beide haben sie nur immer mal wieder verstohlen hingeschaut. Als wäre nichts. Helfen? Fehlanzeige. Aber in was für einer Welt leben wir, in der man nicht einmal mehr die Hand reichen kann. Mich macht es noch immer so traurig und betroffen. Und ich fühle mich noch immer fürchterlich. Zwei Tage danach denke ich noch immer darüber nach. Frage mich, ob es dem Mann gut geht. Mache mir Vorwürfe, dass ich nicht helfen konnte. Ja, mache mir wirklich Gedanken und fühle mich schlecht. Frage mich, ob ich nicht einfach hätte aussteigen und die hupenden Autos ignorieren hätte müssen. Ich fühle mich noch immer elend und schlecht, weil ich nicht helfen konnte, obwohl ich helfen wollte. Zwei Tage später ist die Wut noch immer nicht verflogen. Und das Gesehene nicht vergessen. Ich mache mir viele Gedanken. So generell. Tagtäglich beobachte ich, wie rücksichtslos die Menschen geworden sind. Wie wenig sie sich umeinander scheren. Es fängt schon damit an, freundlich zu bleiben. Man bricht sich als Kunde an der Kasse doch nichts ab, wenn man „Hallo“ oder „Vielen Dank“ sagt, oder einen „schönen Abend!“ wünscht.

Vor einigen Wochen gab es so einen Moment, auch den habe ich nicht vergessen. Auf dem Spielplatz, im Sandkasten. Mimi nahm sich eine Schaufel, die nicht ihr gehörte, die aber besiterzlos im Sandkasten herumflog, setzte sch hin und buddelte damit im Sandkasten. Das ist nicht ungewöhnlich, denn es liegt immer Spielzeug dort, das auch den ganzen Sommer dort verbleibt (und in der Regel nicht weg kommt – für alle sozusagen). Also dachte ich mir nichts dabei. Bis eine Mama angestiert kam, meinte, das wäre aber die Schaufel von ihrem Kind, ihr die Schaufel entriss und zurück stapfte. Der Ton. Die empörte Mimik. Ein Moment der Fassungslosigkeit. Wisst ihr, es war weder ein Kind dort, welches um seine Schaufel geweint hätte, noch war die Art und Weise irgendwie auch nur annähernd ok. „Meins“, aus der Hand zerren. Bei einem kleinen Kind. Als erwachsene Frau, als Mutter. Wenn wir unseren Kindern natürlich so ein Vorbild sind, vermutlich unbedacht und nicht bewusst, dann müssen wir uns nicht wundern, warum Egoismus und Unfreundlichkeit unser alltägliches Brot ist. Wir leben vor. Wir sind als Eltern und Großeltern Vorbild. Menschlichkeit. Zivilcourage. Nur ein klitzekleines bisschen Freundlichkeit im Alltag. Das ist doch nicht zuviel verlangt. Das tut uns doch allen gut. Denn man sollte nie vergessen, vielleicht bin ich mal die Person, die Hilfe braucht. Vielleicht habe ich mal einen Unfall, stürze oder gerate in irgendeine ähnlich kritische Situation, in der ich oder meine Familie Hilfe benötigt. Und was wäre, wenn sich dann Niemand um mich kümmert, es Niemanden interessiert. DAS, das sollten wir immer im Hinterkopf behalten.

Ich glaube generell fest daran, dass ein Lächeln die Welt verändern kann. Ganz sicher sogar. Geht man positiv und lächelnd durchs Leben, steckt man seine Mitmenschen {die, die nicht vollkommen abgestumpft sind} an. Jeder freut sich über ein Lächeln oder ein paar nette Worte. Das ist meine Erfahrung. Lächelst du jemanden an, wird er in der Regel zurück lächeln. Denn Lächeln ist ansteckend. Und wer weiß, vielleicht trägt dieser Jemand dann das Lächeln weiter… Oder?

 

 

 

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17 Kommentare

  • Antworten Ina 4. August 2017 at 8:00

    Janina… ich bin so bei Dir bei dem Thema! In der letzten Zeit habe ich 2 Mal kollabierten Menschen geholfen- allein- in einem vollen Restaurant und auf der Straße. Ich war ebenso fassungslos wie Du und mich haben die Situationen auch sehr mitgenommen und bewegt. Wenn man schon nicht selbst helfen mag (manche Menschen sind da ja befangen oder in dem Moment gelähmt) kann man doch wenigstens andere Leute um Hilfe bitten oder einen Krankenwagen rufen?!
    So oft denke ich: Bin ich denn allein mit meinen Gedanken? Bis ich Deine Beiträge lese- so oft sprichst du mir aus der Seele.
    Was ist das für eine Welt geworden, in der unsere Kinder aufwachsen? Ich bin auch fest davon überzeugt, dass jeder mit Kleinigkeiten in seinem Umfeld etwas bewegen kann und hoffe, dass dadurch irgendwann wieder eine positivere Welle ,,über uns schwappt“.

    Großes Lob an Dich, dass Du hier mit deinen ehrlichen Themen einen großen Beitrag in die richtige Richtung leistest!

    Alles Liebe,

    Ina

  • Antworten Sylvia 4. August 2017 at 9:20

    Ohmann das ist wirklich schlimm finde ich. Ich glaube jedoch das wir hier Glück haben in einer ländlichen Gegend. Letztes Mal ist genau das bei uns passiert. Ein älteres Ehepaar, beide mit ebike. Die Frau ist gestürtzt und nicht direkt hochgekommen, hat sich aber nicht verletzt. Das Auto auf ihrer Seite ist direkt stehen geblieben damit von hinten keiner reinfährt und ausgestiegen um zu helfen. Auf der Gegenfahrbahn ist auch jemand bereits ausgestiegen um zu helfen. Und das obwohl ja auch noch der Mann dabei war. Ich hab diese Erfahrung selbst schon gemacht als ich zB. mal mit dem Auto liegen geblieben bin um 12 Uhr Nachts. Fast jedes zweite Auto hat nachgefragt ob ich Hilfe brauche. Ich weiss nicht ob das Zufall ist, oder wirklich an der Region liegt. Schade das ihr diese Erfahrung machen musstet, das gehört eigentlich doch zum miteinander unter uns Menschen finde ich.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

  • Antworten Sabrina 4. August 2017 at 9:32

    Liebe Janina,

    Wie wahr sind Deine Worte. Ich bin auch überzeugt,dass das was wir nach aussen tragen, auch wieder zurück kommt!
    Und dass die Menschen wieder mehr im Miteinander sein sollten. Ein Lächeln,ein nettes Wort,es braucht sehr wenig.
    Als Mutter ist es mir auch besonders wichtig,dies meinen Kindern vorzuleben. Einer Alten Frau Hilfe anbieten,Abfall bom Boden aufheben&in den nächsten Mülleimer werfen, oder der Kassiererin Danke zu sagen&ihr einen schönen Tag zu wünschen…

    Herzlich Sabrina

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:15

      Liebe Sabrina,

      diese kleinen Gesten im Alltag bewirken auch schon so viel, bin ich der Meinung.
      Man trägt es weiter!

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Isabel 4. August 2017 at 9:34

    Liebe Janina, die Frage ist nur wie es auf einen zurück wirkt, wenn man mit einem Lächeln durchs Leben geht, versucht es auf seine Mitmenschen zu übertragen und so gut wie nie etwas zurück kommt. Irgendwann hat man dann selber keine Lust mehr darauf. Was natürlich traurig ist und sich wiederum auf die eigene Psyche überträgt. Mir kommt es immer mehr so vor, als sei das Leid anderer Menschen generell nur noch Unterhaltung für andere. Die Menschen um einen herum sind so weit abgestumpft, dass auch tatsächlich oft nichts mehr an sie heran kommt. Und ist es verwunderlich? Ständig diese Glotzerei auf die Smartphones, im Fernsehen laufen fast nur noch Krimis, Thriller, immer Mord, Mord, Mord, die gewaltverklärenden Computerspiele usw. Heute hilft man nicht, man filmt mit dem Handy. Das mag jetzt sehr pessimistisch sein, aber wir befinden uns erst am Anfang, dieser Entwicklung, es wird noch schlimmer. Viele Grüße Isabel

  • Antworten Katharina 4. August 2017 at 11:27

    Hallo Janina,

    ich finde es ehrlich etwas vermessen, sich über die mangelnde Zivilcourage anderer zu beschweren (und zeitgleich ein sehr düsteres Bild unserer Gesellschaft zu zeichnen), wenn man selbst genauso wenig eingeschritten ist, wie alle anderen. Ich kenne nun die konkreten Gegebenheiten besagter Kreuzung nicht, weiß nicht, wo du mit deinem Auto standest etc. und du bist natürlich hochschwanger, solltest als eigentlich nicht diejenige sein, die eingreifen muss, aber dennoch frage ich mich: Warum bist du denn nicht selbst ausgestiegen, wenn es dich so berührt hat? Das Hupen der anderen sollte da wirklich eine untergeordnete Rolle spielen. Und wahrscheinlich hätte das Hupen ohnehin aufgehört, sobald die anderen Fahrer den Grund für dein Anhalten beobachtet hätten. Allen anderen ist eh nicht zu helfen.
    Ich finde, man sollte immer mit dem eigenen Verhalten ein Beispiel setzen, weil man das Verhalten der anderen ohnehin nicht ändern kann.
    Beste Grüße und für die anstehende Geburt alles Gute

    Katharina

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:21

      Liebe Katharina,

      ich wäre ausgestiegen, hätte ich die Möglichkeit gehabt. Gab es aber nicht. Es war schlichtweg einfach nicht möglich.
      Ob nun schwanger oder nicht, das ist ja völlig umrelevant. Aber es war einfach nicht möglich. Keine Möglichkeit zu halten, stehen zu bleiben, nichts. So gern ich es wollte, ich habe nach einer Lösung gesucht. 🙁
      Ich hoffe nur, dem armen Mann geht es gut. Und ich bin sehr wohl wütend, denn ich kann nicht verstehen, wie man wirklich nur einen halben Meter weit stehen kann, direkt daneben und ich einmal mit der Wimper zuckt, das Handy weglegt oder die Hand reicht.

      Viele liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Maria 4. August 2017 at 11:40

    Hallo Janina,

    ich lese deinen Blog sehr gern, aber dein Post heute ist für mich ehrlich gesagt sehr befremdlich.
    Sich über Menschen aufzuregen, die nicht geholfen haben, aber selbst auch weiterzufahren?
    Du prangerst an (und da gebe ich dir sogar recht – ich empfinde es selbst leider mittlerweile auch so, dass Hilfsbereitschaft und Zivilcourage sehr nachgelassen haben und kann selbst einige traurige Geschichten dazu erzählen), aber hast es selbst nicht besser gemacht!

    Dass man in bestimmten Situationen manchmal nicht optimal reagiert, kennt sicher jeder von uns. Und deine Situation an der Ampel, die hupenden Autofahrer, deine Kinder im Auto… Das alles hat dich natürlich zusätzlich gestresst und so bist du eben weitergefahren, anstatt auszusteigen und zu helfen. Und es ist auch gut von dir, dass du dir darüber immer noch Gedanken machst.
    Das kann ich unter den Umständen gewiss noch nachvollziehen.

    Dass du dich nun aber selbst im Nachhinein bemitleidest, weil du nicht helfen „konntest“, hat für mich einen sehr üblen Nachgeschmack.
    Du hättest helfen können, du hattest aber eben Gründe, aus denen du es nicht getan hast.
    Es wäre daher viel schöner gewesen, hättest du in deiner Kolumne auch darauf hingewiesen, dass wir alle und auch du es beim nächsten Mal einfach besser und anders machen müssen und dass hupende, genervte Autofahrer kein Grund sind, einem älteren Herrn nicht von der Straße zu helfen.

    Ich hoffe sehr, dass es dem Mann gut geht und du beim nächsten Mal selbst auch besonnener reagierst.

    Mit den Fingern auf andere Menschen zu zeigen, ist immer sehr einfach. Schöner wäre es doch aber, wenn jeder einfach mal bei sich selbst anfangen würde.

    Ich wünsche dir alles Gute für die bevorstehende Geburt und einen ganz tollen und schönen Start in ein Familienleben zu fünft!

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:13

      Danke dir für deine Gedanken.

      Der Mann lag nicht auf der Straße, er lag auf dem Gehweg.

      Viele liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Lena 4. August 2017 at 12:00

    Hallo liebe Janina,
    ehrlich gesagt, hättest du doch auch anhalten und aussteigen können. Nur weil jemand hupt – na und?
    Mir ist auch mal genau so etwas passiert. Mitten in der Stadt, im Berufsverkehr. Ein Fahrradfahrer ist gestürzt. Da bin ich aber schnell aus dem Auto gesprungen und habe geholfen. Verkehr hin oder her. Soviel Zeit muss sein.
    Liebe Grüße
    Lena

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:12

      Liebe Lena,

      das gab die Situation aber nicht her. Es gab an dieser Stelle keine Möglichkeit. Leider. Ich hab es selbst kaum ertragen. 🙁

      Viele liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Alina 4. August 2017 at 12:03

    Warum hast Du nicht geholfen?

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:10

      Liebe Alina,

      es steht doch im Text. Weil es nicht ging. Weil die Ampel grün schaltete, es im Zentrum war, nirgends auch nur eine Möglichkeit gab, das Auto zwischen zu parken. 🙁

      Liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Sarah 4. August 2017 at 12:23

    Es ist so erschreckend, wie egoistisch manche Menschen sind! Was geht bloß in ihnen vor? Meine Mutter ist vor vielen Jahren mit mir an einem Unfall vorbei gefahren (ich war vielleicht 16) ich musste sie anschreien damit sie umdreht und hilft. Später sagte sie, sie hatte Angst etwas falsch zu machen. Das kann ich bis heute nicht wirklich nachvollziehen. Die Hemmschwelle jemanden Fremdes zu berühren scheint bei vielen Menschen riesig zu sein, denke ich. Und man hört Dinge wie, „wenn ich etwas falsch mache werde ich noch verklagt“! So ein Quatsch!
    Mach dir keine Vorwürfe Janina, du wolltest helfen und konntest es nicht🍀

    • Antworten Janina 4. August 2017 at 12:32

      Liebe Sarah,

      danke dir. Es schmerzt, denn ich wollte helfen und hätte es zu gern getan. Aber es gab keine Möglichkeit.
      Ich glaube auch, dass es vielleicht oft auch die Hemmschwelle ist?
      Ich erinnere mich an eine Situation vor vielen vielen Jahren, Anni war noch recht klein (vielleicht 5?). Da war ich mit einer Freundin spazieren und es lag ein Mann mitten auf dem Weg in einer Unterführung. Und ich sprach ihn an, er war leider nicht mehr wirklich ansprechbar. Ich rief den Rettungswagen. Meine Freundin hingegen ging erst einmal ein Stück weiter und meinte, er wäre bestimmt nur betrunken. War er aber nicht. Er war krank und ist zusammengebrochen. Meine Freundin fühlte sich damals dann auch unheimlich schlecht, weil sie erst diese Gedanken hatte (Alkoholiker, vielleicht Obdachlos oder ähnliches). Vielleicht ist da auch einfach Angst. Ich weiß es nicht. Aber mich macht es traurig. So generell. 🙁

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Judith 4. August 2017 at 13:32

    Oh Janina du hast so recht!
    Immer und immer wieder bin ich schockiert über den unhöflichen Umgang miteinander!
    Die Unzufriedenheit die gefühlt bei jeden herscht, die Abgebrühtheit gegenüber Fremden in Notlagen!
    Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt meinen Sohn anders zu erziehen.
    Ich hoffe auch, dass du, auch wenn du keine Antwort auf Annis frage hast sie darin bestärken kannst dass ihre Empörung über das Verhalten der anderen Leute richtig ist!
    Meine aller besten wünsche für eure Familie und den kleinen sommerjungen
    Liebe Grüße
    Judith

  • Antworten Kristina Dinges 4. August 2017 at 14:00

    Was für wichtiges Thema! In der heutigen Zeit sieht man solche Vorfälle immer häufiger und es wirklich erschreckend. Wie soll man das nur seinen Kindern erklären? Man kann es einfach nicht erklären…

    Liebe Grüße Kristina von KDSecret

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