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MAMA, BEKOMME ICH EIN SMARTPHONE | KINDER UND DER UMGANG MIT DIGITALEN MEDIEN

28. September 2017
Internetsicherheit Kinder
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„Mama, bekomm ich ein Smartphone?“
Kinder und der Umgang mit digitalen Medien:
Eine Diskussionsrunde!

 

„Mama, Papa, bekomme ich ein Handy?“, fragte Anni irgendwann in der Grundschule. „Die anderen Kinder haben auch alle eins“, führte sie weiter an. Als dieser Wunsch das erste Mal offen kundgetan wurde, war ich unsicher und skeptisch. Braucht ein so junges Kind wirklich ein Smartphone? „Ich finde nicht!“, war mein erster Gedanke. „Wozu?“, dachte ich mir. „Wozu braucht ein Kind in der Grundschule ein Handy?!“. Und so versuchten wir Anni zu erklären, dass es doch noch gar keinen Sinn macht – so ein Handy. Und doch wurde dieser Wunsch nach einem Mobiltelefon immer wieder mal am Rande geäußert. Irgendwann dann, es muss in der dritten Klasse gewesen sein, bemerkten wir, dass sich die Kinder in sogenannten Klassen-Chats austauschten. Hausaufgaben wurden besprochen, Verabredungen ausgemacht, und wenn Klassenarbeiten anstanden, wurde in diesem Chat gegenseitig erklärt und zusammen gelernt. Und Anni war außen vor. Weil sie eben kein Handy hatte.
So kam es, dass wir mit den Eltern einer Klassenkameradin sprachen. Wie sie das so sehen würden, fragten wir sie. Kurzum, es wurde tatsächlich Zeit, dem Wunsch nach einem Smartphone nachzugeben. Nicht {nur}, weil wir unserer Großen eine Freude bereiten wollten. Nein. Viel mehr auch deshalb, um sie nicht auszugrenzen. Denn die Kommunikation unter den Kindern fand eben doch hauptsächlich über die WhatsApp-Chats statt. Und so kam es, dass Anni damals doch ein Handy bekam. Und zwar das alte, ausrangierte iPhone von Henry und mit nur einer zusätzlich installierten App: WhatsApp. Mehr Freiheit für das Mädchen, ein wenig Skepsis bei mir.

Das ist jetzt fünf Jahre her. Fünf Jahre hat unsere Große nun ein Smartphone und damit auch Kontakt zur digitalen Welt. Heute ist sie 13 und ihr Umgang mit dem Handy oder auch dem Internet ist schon fast selbstverständlich. Und ich habe gelernt, zu vertrauen. Und dieses Vertrauen zahlt sich aus. In der Regel ist es so, dass Anni zu uns kommt, wenn sie Fragen hat.

Nun ist es bisher so, dass Anni keinen eigenen Account bei Facebook und Co. hat. Das Interesse war bisher nicht vorhanden. Gott sei dank, denke ich mir da irgendwie. Seit ein paar Monaten aber kommt nun immer wieder die Frage nach einem eigenen Instagram-Account auf. Den hätte sie gern. Ich wiederum habe da Bedenken. Warum? Weil ich tagtäglich im Netz unterwegs bin und weiß, wie gemein und unbedacht Menschen im Internet {hallo du schöne Anonymität} zum Teil agieren. Ich möchte mein Kind davor schützen. Ich möchte nicht, dass sie verletzenden Kommentaren oder ähnlichem ausgesetzt ist. Ich finde, sie ist mit ihren 13 Jahren einfach noch zu jung. Deshalb unser ganz eigener Kompromiss, der bisher so gut funktioniert: Anni stöbert bei mir mit. Sie schaut über meinen Zugang immer mal wieder, folgt darüber auch gewissen Accounts. Mein Instagram-Account ist somit ein waschechter Familien-Account: Henry, Anni und ich – wir alle nutzen meinen Zugang. Und sonst ist sie sehr frei. Sie hat ihre WhatsApp-Chats, schaut gelegentlich bei YouTube rein und hat außerdem einen Kinder-Account bei Netflix. Einen Fernseher haben wir hier nämlich nicht mehr und so schauen wir nur online. Ich bin der Meinung, dass der Gebrauch für die Kinder heute normal ist. Gleichzeitig möchte ich aber, dass mein Kind noch Bücher in die Hand nimmt und nicht stundenlang surft. Dass sie einen gesunden Umgang zum Internet pflegt.

Kindersicherheit im Internet?

Ein Rückblick.
In der Grundschule von Anni ist in der vierten Klasse etwas passiert. Etwas, das später zum Thema eines ganzen Elternabends werden sollte. In einem Klassen-Chat der Parallelklasse wurde von einem Jungen ein pornografisches Foto verschickt. Mehrere Kinder vertrauten sich ihren Eltern an und diese wiederum meldeten den Vorfall umgehend der Klassenlehrerin. Diese handelte.

Als ich da damals auf diesem Elternabend saß und davon hörte, wurde mir mulmig und schlecht. Ich konnte und wollte einfach nicht glauben, dass so junge Kinder Zugriff auf {in diesem Fall} Pornografie haben. Das war für mich so weit weg, nie im Leben wäre ich überhaupt auf die Idee gekommen. Das hat mich wirklich erschüttert. Gleichzeitig war ich sehr froh, dass so viele Kinder aus der betroffenen Parallelklasse das Vertrauen hatten, ihre Eltern zu informieren.

Wie aber schützt man sein Kind vor nicht kindgerechten oder gar gefährlichen Inhalten?

Irgendwann kommen sie alle mit dem Netz in Kontakt, das kann man gar nicht verhindern. Ich finde deshalb, dass es wichtig ist, seine Kinder zu stärken. Vertrauen in das Kind zu haben, und vor allem auch ein gutes Vorbild in Sachen Mediennutzung zu sein ist, dann der nächste Schritt. Aber es gibt da noch mehr Möglichkeiten für mehr Sicherheit – dazu kommen ich gleich.

 

Cybermobbing

 

Digitaler Elternabend zum Thema
„Kindersicherheit im Internet“

Letzte Woche fand in Berlin, initiiert von Vodafone, ein digitaler Elternabend {live} zu genau diesem Thema statt.

Kinder und die digitale Welt!

Insgesamt fünf Expertinnen und Experten, allesamt auch Eltern, sprachen in einer Diskussionsrunde über dieses doch so große und wichtige Thema. Sie berichteten von eigenen Erfahrungen und teilten Expertenwissen.

HIER könnt ihr den digitalen Elternabend noch schauen.
Wirklich sehr sehenswert und interessant!
Wenn ihr also ein wenig Zeit habt, kann ich euch die Diskussionsrunde nur ans Herz legen.

 

Kinder wachsen heute in einer digitalen Welt auf. Anders als in meiner Kindheit, ist das Internet für Kinder dieser Zeit selbstverständlich. Schon Kleinkinder bedienen Smartphones und Tablets zum Teil ganz intuitiv. Das birgt Chancen, viele Chancen und ganz neue Möglichkeiten als noch vor 30 Jahren – aber es birgt eben auch gewisse Risiken.

Und so habe ich mir bewusst Zeit genommen, um diese Diskussionsrunde zu verfolgen. Einerseits, weil mir das Thema „Kindersicherheit im Internet“ als Mutter extremst wichtig ist, andererseits, weil ich die Runde an sich sehr spannend fand. Fünf Elternteile, fünf Experten, fünf Ansichten, fünf verschiedene Wege mit dem Thema umzugehen. Ist es doch immer auch ein Mehrwert, wenn man noch einmal Impulse von außen bekommt.

Die fünf Experten: 

Mario Stiller, Internet-  und Mediencoach, Vater einer Tochter
Kristin Langer, Medienpädagogin – tätig in der Elternberatung
Markus Wortmann, Kriminologe und Gründer von „Sicheres Netz hilft e.V.“Julia Günther, Lehrerin und Mutter von drei Kindern
Jennifer, Bloggerin {Frau Brummkreisel}, lebt mit 6 Kindern Patchwork

„Von Anfang an digital –
wie und wann sollten wir unseren Kindern den Umgang erlauben?“

Das richtige Maß ist entscheidend – da ist sich die Runde einig. Erstaunlich ist aber, dass es, wie so oft, nicht nur einen richtigen Weg gibt. So empfehlen der Internet- und Mediencoach sowie Frau Langer als Medienpädagogin ganz klar, auf sein Gefühl zu vertrauen.  Denn Eltern kennen ihr eigenes Kind am besten.

Jedes Kind ist unterschiedlich weit in seiner Entwicklung, manche sind bereits reifer, andere brauchen noch Zeit – all das sollte bei der Entscheidung in Sachen Internetnutzung berücksichtigt und bedacht werden. Spannend fand ich, dass man sein Kind nicht in Richtung „digitale Medien“ drängen sollte. Gerade in den ersten Jahren ist es wichtig und gut, auch mal in einem Buch zu lesen, zu spielen – Mediengeräte deshalb einfach aus dem Blickfeld nehmen. Getreu dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“. Denn, was Kinder nicht sehen, danach werden sie erst einmal auch nicht verlangen.

Wir haben es so gehalten, dass wir Anni in Sachen digitale Medien begleitet haben. Wir haben mit ihr zusammen etwas auf dem Computer oder dem Tablet geschaut, haben uns mit ihr hingesetzt und uns zusammen auf die Couch gekuschelt. Aufmerksamkeit ist meiner Meinung nach ganz wichtig.

Cyber Mobbing und das Lehren von Medienkompetenz an Schulen. Das waren unter anderem noch zwei weitere Themen des digitalen Elternabends. Beides meiner Meinung nach sehr wichtige Themen. Denn gerade Cyber Mobbing ist vollkommen unterschätzt und gefährlich. Die Erfahrungen sowie Empfehlungen der Experten empfand ich persönlich als sehr spannend. Im Nachhinein hat mich gerade das Thema Cyber Mobbing noch sehr beschäftigt. Wie schützt man sein Kind, wie stärkt man es? Und da sind wir schon beim Thema „Medienkompetenz an Schulen“. Meine Erfahrung ist es, dass hier noch viel zu wenig an Schulen passiert. Es herrscht Handyverbot im Schulgebäude, zumindest an unserer Schule. Gelernt wird noch ganz klassisch an der Tafel und im Arbeitsheft. Die Digitalisierung ist in den Klassenzimmern noch lange nicht angekommen. Häufig frage ich mich aber, ob das vielleicht eher ein Nachteil ist?! Was denkt ihr?

Sicheres Surfen für Kinder

Was mir persönlich völlig neu war: Es gibt spezielle Tarife für Kinder, die ein sicheres Surfen und Telefonieren und, falls gewollt, auch mehr Kontrolle ermöglichen.

Vodafone ist da mit seinem Tarif Red + Kids ein toller Ansprechpartner. Mit einer zusätzlichen Sicherheitskarte ermöglicht Vodafone den Kindern ein sicheres und altersgerechtes Surfen im Internet. Das Surfen ist damit nur zu gewissen {festgelegten} Zeiten und auf bestimmten Seiten möglich. Das bedeutet so viel mehr Sicherheit für die Kinder.

Informationen zum Red + Kids Tarif von Vodafone:

  • eine Flat ins Vodafone-Netz
  • 200 Freiminuten in andere Netze
  • 50 freie SMS in alle deutschen Netze
  • Volle Kostenkontrolle durch Abo-Ausschluss
  • Sicherheitseinstellungen für altersgerechtes Surfen
  • Das Datenvolumen lässt sich über die MeinVodafone-App auch auf die Kinder verteilen
  • Kosten: 15 Euro monatlich {bei Abschluss eines Neukundenvertrages bis zum 31.10.2017 bekommt ihr 5 Euro Rabatt}

Alle Informationen zu dem Red + Kids Tarif findest du HIER einmal zusammengefasst.

Vodafone

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29 Kommentare

  • Antworten Gaby S. 28. September 2017 at 11:08

    Ich glaub du siehst das richtig, ohne geht nicht, mit nur mit Vorsicht,aber ohne Panik mache, das es im Netz nicht nur Gutmenschen gibt, aber ich glaube der eigene Umgang mit den Medien steuert das Kind in eine Richtung. Und auch der Umgang mit nicht so feinen Dingen will gelernt sein. Und 100% Schutz auch nicht.

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:16

      Liebe Gaby,

      ich glaube auch, dass man Kinder einfach begleiten muss. Nicht strikt verbieten, heranführen, wenn das Interesse da ist.
      Meine Erfahrung aus meiner Kindheit: Alles was strikt verboten war, war doppelt interessant. 😀

  • Antworten Gaby S. 28. September 2017 at 11:09

    Ich glaub du siehst das richtig, ohne geht nicht, mit nur mit Vorsicht,aber ohne Panik mache, das es im Netz nicht nur Gutmenschen gibt, aber ich glaube der eigene Umgang mit den Medien steuert das Kind in eine Richtung. Und auch der Umgang mit nicht so feinen Dingen will gelernt sein. Und 100% Schutz gibts auch nicht.

  • Antworten Melanie 28. September 2017 at 11:24

    Schwieriges Thema. Ich hätte auch Bedenken meinen Kinder früh ein Smartphone zu kaufen. Wobei ich eure Gründe für einen Kauf dann nachvollziehen kann. Man möchte eben nicht dass sein Kind dann ausgegrenzt ist. Im Moment bin ich froh,dass meine noch zu klein für dieses Thema sind aber in ein paar Jahren werde auch ich mich damit auseinandersetzen müssen.

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:18

      Liebe Melanie,

      vermutlich ist es für unsere Kindeskinder schon wieder ganz anders. Weil beide Generationen komplett von Tag 1 an in einer digitalen Welt aufwachsen. Ich hatte das erste Mal so richtig mit einem Computer Kontakt, da war ich 16 und habe meine Ausbildung gemacht. Vorher hat mit das nicht interessiert. Und meinen ersten Rechner habe ich mir sogar erst mit 25 oder so geholt. Ich bin mi nicht mehr sicher, aber sehr spät. Anni ist da schon ganz anders. Die hat ein viel besseres Verständnis. Ich bewundere das manchmal.

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Lissi 28. September 2017 at 11:28

    Liebe Janina, es ist wirklich wichtig sich Gedanken über dieses Thema zu machen und ich denke ihr handhabt das ganz gut. Mir graut es ja schon davor wenn meine Tochter soweit ist….Aber warum hat Anni denn ein Insta Account seit 2013? Das ist irgendwie etwas wiedersprüchlich?

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:24

      Liebe Lissi,

      ich denke auch. Es ist wichtig. Letztendlich wächst man ja aber eh rein. 🙂

      Ja, den gibt es wirklich. Der ist aber seit Jahren „tot“ bzw. still gelegt. Irgendwie war das für sie nur kurz interessant.
      Ich hatte bei Facebook schon einmal was dazu geschrieben:
      Anni wollte damals auch gern ein wenig instagramen. Sie fand das spannend und statt es komplett zu verbieten, haben wir mit ihr gemeinsam einen Account erstellt. Hier durfte sie dann Fotos und Texte posten. Allerdings immer unter der Bedingung, dass wir es als Eltern vorher anschauen und dann gemeinsam frei geben. Das Interesse ihrerseits war dann aber auch schnell wieder erledigt. 😀
      Damals ging es ihr eher um das posten. Heute findet sie es viel spannender, den Feed zu konsumieren. Sie folgt tatsächlich ein paar Mädels und schaut da immer gern die Fotos. Ich sag nur #instamademebuyit – Nagellack.

  • Antworten Lisa 28. September 2017 at 11:42

    Was spricht denn gegen einen privaten Instagramaccount von Anni, bei dem ihr nur ihre persönlich bekannten Freunden folgen?
    Sie macht doch immer einen sehr reifen, gefestigten Eindruck, da traue ich ihr das ohne Weiteres zu. Und wenn schon Grundschulkinder derart über Whatsapp vernetzt sind, dann wird mit 13 Instagram sicher der aktuelle Trend sein, ich kenn Mädels in dem Alter, die teilweise drei Accounts haben.
    Zumal ihr der Umgang mit Social Media und möglichen Reaktionen darauf ja durch deine Internetpräsenz bekannt sein dürfte? Sie stürzt sich also nicht blind darein.

    LG

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:27

      Liebe Lisa,

      aktuell ist es so, wie wir es gerade machen für sie gut und passend. Also ihr fehlt so nichts. Sie folgt gewissen Mädels und schaut da gern die Fotos. Mehr macht sie auch nicht wirklich. Aber wer weiss, wie es dann in einem halben Jahr oder Jahr ausschaut. 🙂
      Ich traue ihr das auch zu. Sie ist smart. Aber so ist es bisher einfach ein guter Mittelweg.

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Manuela 28. September 2017 at 11:53

    Hi,

    Ich erwarte keine Freigabe, wollt dich nur darauf hinweisen, dass Anni doch einen Account auf Instagram hat. Evtl. handelt es sich hier um einen Fake?! (Bin ihr jedenfalls mal gefolgt)

    Liebe Grüße

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:29

      Liebe Manuela,

      genau. Den gibt es, der ist aber seit Jaaaahren still. Damals wollte sie gern auch ein wenig und hatte Interesse, welches sie aber auch sehr schnell wieder verloren hat. Ich kopiere dir mal meinen Text hier rein, dann muss ich nicht alles noch einmal neu tippen. 😀

      Ich hatte bei Facebook schon einmal was dazu geschrieben:
      Anni wollte damals auch gern ein wenig instagramen. Sie fand das spannend und statt es komplett zu verbieten, haben wir mit ihr gemeinsam einen Account erstellt. Hier durfte sie dann Fotos und Texte posten. Allerdings immer unter der Bedingung, dass wir es als Eltern vorher anschauen und dann gemeinsam frei geben. Das Interesse ihrerseits war dann aber auch schnell wieder erledigt. 😀
      Damals ging es ihr eher um das posten. Heute findet sie es viel spannender, den Feed zu konsumieren. Sie folgt tatsächlich ein paar Mädels und schaut da immer gern die Fotos. Ich sag nur #instamademebuyit – Nagellack.

  • Antworten Lilly 28. September 2017 at 12:25

    Liebe Janina,

    vielen Dank für deinen Artikel, der mich aber doch etwas stutzig zurücklässt. Ich folge dir schon etwas länger und erinnere mich, dass doch Anni bereits einen Instagram-Account hat, oder?

    Es tut mir Leid, dass Anni sich ausgeschlossen gefühlt hat. Bei uns läuft es komplett anders: Mein Sohn ist mittlerweile in der vierten Klasse und hat ein Mobiltelefon (nein, kein Smartphone!), um mich im Notfall erreichen zu können. Er nutzt also kein WhatsApp oder ähnliche Apps und ich habe nicht das Gefühl, dass er dadurch benachteiligt oder sogar aus dem Klassenverbund ausgeschlossen wird. Verabredungen sprechen eh meistens wir Mütter/Väter untereinander ab 😉 Auch lerntechnisch ergeben sich dadurch keine Nachteile, denn wenn er etwas nicht versteht, dann fragt er mich oder den besten Freund beim Treffen am Nachmittag. Ich habe auch nicht mitbekommen, dass es eine solche WhatsApp – Lerngruppe in seiner Klasse gibt und fände eine solche Entwicklung etwas fragwürdig.

    Liebe Grüße,
    Lilly

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:39

      Liebe Lilly,

      ich habe damals auch das erste Mal davon gehört, also, dass Kinder sich in Sachen Schule in einer WhatsApp Gruppe austauschen. Aber die haben sich darüber richtig organisiert. In Sachen Schule und auch darüber hinaus. Heute ist es noch immer so, die besprechen sich dort ständig. Wenn jemand krank war, wird er dort in Sachen Stoff und Hausaufgaben abgeholt. Bei Klausuren und Referaten tauschen sie sich aus. Es ists aber schön zu hören, dass es bei euch tatsächlich noch anders funktioniert. Es wäre ja spannend, ob es sich nach dem Schulwechsel ändert? Wie würdest du dann damit umgehen – wenn es dann auf der weiterführenden Schule so wäre, dass sie sich alle über WhatsApp organisieren oder dein Sohn vielleicht auch einfach so gern gern ein Smartphone hätte?

      zu deiner Frage in Sachen Instagram, kopiere ich dir einfach mal den Text rein. Sonst muss ich alles nochmal tippen 😀

      Ich hatte bei Facebook schon einmal was dazu geschrieben:
      Anni wollte damals auch gern ein wenig instagramen. Sie fand das spannend und statt es komplett zu verbieten, haben wir mit ihr gemeinsam einen Account erstellt. Hier durfte sie dann Fotos und Texte posten. Allerdings immer unter der Bedingung, dass wir es als Eltern vorher anschauen und dann gemeinsam frei geben. Das Interesse ihrerseits war dann aber auch schnell wieder erledigt. 😀
      Damals ging es ihr eher um das posten. Heute findet sie es viel spannender, den Feed zu konsumieren. Sie folgt tatsächlich ein paar Mädels und schaut da immer gern die Fotos. Ich sag nur #instamademebuyit – Nagellack.

  • Antworten kamatilimi 28. September 2017 at 12:45

    Gerade gestern hab ich auf Insta von meiner Großen und ihrem Handy berichtet. Es ist Fluch und Segen…
    Da aber auch hier oft der Social Media-Wunsch aufkommt und es auch immer mal wieder Reibereien zwischen uns gibt, hat mich dein Artikel gerade sehr interessiert. Deshalb würde mich auch interessieren, ob ihr Handy-Regeln habt oder Anni auch mal bremsen müsst wenn es zuviel wird? Liebe Grüsse, Katrin

    • Antworten Janina 28. September 2017 at 17:34

      Liebe Katrin,

      eigentlich haben wir gar keine großen Regeln. Außer, nicht zu viel am Handy. Sprich, abends nicht bis in die Puppen und auch nicht den ganzen Tag und ständig. Ich finde aber, das hält sich hier auch echt in Grenzen. Manchmal sehe ich sie den ganzen Tag nicht mit dem Handy. Als das Handy allerdings neu war, da war es so interessant, dass wir dann schon einmal gesprochen haben, dass das vielleicht eher nicht so die Lösung ist (und die Idee war). 😀

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Katrin 28. September 2017 at 16:44

    Hallo liebe Janina,

    Mal wieder ein sehr schöner Post von dir. Jetzt möchte ich hierzu doch mal eine Kommentar da lassen 🙂

    Als ich vor 13 Jahren (wow bin ich alt geworden…) auf eine weiterführende Schule gekommen bin, stand diese Diskussion auch im Raum. Damals allerdings noch mit einem alten Nokia Knochen mit Riesen Antenne, wir nannten es liebevoll „Tragbare Telefonzelle“. Grund dafür war, dass die Schule 5 km weit entfernt war und nur ein Bus nach Schulschluss ging. Verpasste man diesen hätte man schlechte Karten. Ich war froh meine Eltern in Notfällen erreichen zu können, und es stellte sich oft als Retter heraus.
    Heute ist die Diskussion mit den Möglichkeiten, die ein Smartphone mit sich bringt sicher weitreichender. Nicht desto trotz finde ich es sehr wertvoll, wenn ein Kind sich im Notfall melden kann – auch wenn es nicht immer das neuste IPhone sein muss! 🙂

  • Antworten Caro 28. September 2017 at 17:58

    Liebe Janina,
    Ich finde das Thema super wichtig und auch interessant dieses Thema aus Elternsicht zu sehen.
    Du sprichst auch das Thema Schule und Medienerziehung. Als Lehrerin stimme ich dir zu, dass im Bereich der Digitalisierung noch ein weiter Weg vor uns liegt. Und auf diesem Gebiet deutlich mehr noch passieren muss.
    Dennoch bin ich der Meinung, dass die Grundlagen vom Elternhaus kommen müssen.
    Die Zahl von Mobbing ist durch Klassenchats in Whatsapp deutlich gestiegen.
    Doch Lehrer haben keinen Zugriff auf diesen. Natürlich können wir eingreifen, wenn uns davon erzählt wird, doch Eltern zu Hause müssen da vor allem bei jungen Kindern ein deutlich größeres Auge drauf haben. Dies fehlt mir in der heutigen Zeit sehr. Sehr schnell wird die Institution Schule verantwortlich gemacht, womöglich der Klassenlehrer, dass er Mobbing nicht erkannt hat.
    Doch gerade was online passiert, kommt beim Klassenlehrer erst sehr spät an – meist wenn das Problem schon fortgeschritten ist.
    Viel eher hätten Eltern durch Gespräche oder „Kontrolle“ Anfänge von Mobbing erkennen können.

  • Antworten Nele 28. September 2017 at 18:31

    Ich glaube ja, dass wir mit unseren Kindern an diesem Thema gar nicht mehr vorbei kommen und schlichtes verbieten (egal ob eigenes Handy, Account whatever) nur dazu führt, dass kinder es erst recht wollen. Von daher finde ich deinen Weg sehr schön!
    Und dass man ohne WhatsApp tatsächlich ausgegrenzt werden kann, sehe ich an meiner Cousine: sie ist 12 und schreibt über ihren Account nicht nur mit ihren Freundinnen, sondern hat auch solche „Lerngruppen“. Ihre Mutter ist übrigens Grundschullehrerin und als wir uns darüber unterhalten haben, meinte sie nur, dass das einfach der Lauf der Dinge ist und viel auch vereinfacht und erst ermöglicht.

  • Antworten Katarina 28. September 2017 at 18:56

    Huhu Janina,
    Ich sage ja immer Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz. Wie sollen unsere Kindder denn lernen was „gut“ im Netz oder TV ist wenn wir sie nicht mitreden lassen? Wie sollen wir denn unsere Kinder zu modernen, mündigen Bürgern erziehen, wenn wir ihnen DIE Art der Informationsbeschaffung vorenthalten. Das wäre ja so als hätten wir damals keine Zeitungen lesen dürfen…. ich finde unsere Kids sollen ruhig mit den neuen Medien aufwachsen. Begleitet von hoffentlich Medienkompeten Eltern.

  • Antworten Hanna 28. September 2017 at 20:38

    Liebe Janina, ich finde es sehr schade zu hören, dass es tatsächlich Grundschulen gibt, an denen Kinder wegen ( nicht vorhandenen) Smartphones gemobbt/ ausgeschlossen werden.
    Glücklicherweise kann man als Eltern gegen solche Entwicklung gegensteuern-zumindest in den unteren Klassenstufen.
    Mein Sohn, nun in der 5. besitzt ein Mobil- aber kein Smartphone und kommt damit bestens zurecht. Ebenso der Großteil seiner Klassenkameraden.
    Klar gibt es irgendwann auch ein Smartphone, aber bis dahin können die Kinder sich gerne in der realen Welt verabreden und lernen…
    Liebe Grüße
    Hanna

  • Antworten JesS von feierSun.de 29. September 2017 at 7:24

    ein spannendes Thema. Wir standen auch plötzlich vor dem Thema, als oder GroßeJunge bei uns einzog. Plötzlich Mama eines Teenagers, bedeuten eben auch plötzlich Themen wie Liebeskummer, Algebra und Soziale Medien. Ja, sie organisiere sich schulisch und für Vereine viel in WatsApp-Gruppen. Das war neu für mich und ich besorgte schnell ein Smatphone mit genau dieser Funktion. Denn es ist schade für das Kind, wenn es wichtige Inhalte nicht mitbekommen.

    Also beschäftigten wir uns mit dem Thema und ich würde sagen, da wir uns selber viel mit den Medien beschäftigen, sind wir da viel mehr im Bilde, wie Eltern, die nicht mal wissen, was Instagram und co ist. (ich hab meine Nachbarinnen auch schon über die Bilder der Töchter aufgeklärt. Nicht die alltäglichen, sondern diese, die viel zu tiefe Einblicke gewährt haben. Denn diese Eltern wussten bei vielen Netzwerken nicht mal, dass es sie gibt.

    Eigentlich sollte ich auch nochmal darüber schreiben. Vor allen dieses von 0 auf 100 bei uns.

    Janina, ich denke Du machst das mit Anni schon richtig, denn die Medien gehören zu unserem Alltag und daher müssen wir gemeinsam lernen, mit ihnen um zu gehen und die Kompetenzen vermitteln!

    Drück Dich
    JesS

  • Antworten Friederike 29. September 2017 at 8:36

    Liebe Janina,
    könntest du in diesem Zusammenhang auch mal darauf hinweisen, dass die Nutzung von WhatsApp, Facebook und co. überhaupt erst mit 13 Jahren ERLAUBT ist? Demnach wäre es auch überflüssig, über einen Gebrauch während der Grundschule zu diskutieren. Klar wird es immer Kinder geben, die bereits vorher ein Smartphone haben bzw. diese Apps nutzen. Aber solltest du als Socialmedia Expertin. Mit deiner Reichweite. Nicht die Chance ergreifen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Eltern mobilisieren bzw. ihnen Argumente liefern, um sich auf Elterabenden stark zu machen (denn ja, es ist Thema in den Grundschule), dass Kinder in diesem Alter entsprechende Apps noch gar nicht nutzen DÜRFEN…. Denn je mehr Eltern in diesem Alter „kontrollieren“ (und ja, auch verbieten, weil ihre Pflicht) desto weniger Kinder nutzen Whatsapp und co und desto geringer wird schon in der GRUNDSCHULE der Druck, „Mama ich will WhatsApp, weil das alle haben“. …

  • Antworten Julia 29. September 2017 at 8:38

    Interessant, dass du in der Story berichtet hast, Anni sei null an Facebook interessiert – das ist bei meinem Neffen und meiner Nichte (16 und 18) nämlich auch der Fall, die haben nur Insta und Snapchat, der Sinn von Facebook erschließt sich ihnen gar nicht. Lustigerweise hab ich immer gedacht, jaja, wenn die erst mal in das „Alter“ kommen, haben die das auch, aber nö. Ich glaub, Facebook ist mittelrweile echt was für die „ältere“ Generation. Ich glaube, Instagram hatten die auch schon mit 14, und wenn ich bei deren Profilen nachgucke, stell ich fest, dass auch deren Freunde das alle haben. Wäre es denn nicht eine Option für Anni einen privaten Account zu haben? Also dass man in dem Alter keinen öffentlichen hat, ist ja eigentlich eh klar. Ich hab auf der Arbeit ein bischen mit Jugendlichen zutun und merke, dass Instagram aber auch tückisch ist. Ganz oft höre ich den Spruch „Die mag ich nich“ oder „Ich hasse die“. Wenn ich dann frage, warum bwz. woher derjenige die Person denn überhaupt kennt, wo sie doch auf unterschiedliche Schulen gehen, höre ich als Antwort immer „Instagram“. Als wäre es das selbstverständlichste der Welt, jemanden erst mal über Insta „abzuchecken“ und darauf bezogen ein Urteil zu fällen. Ich finde, hier braucht es mehr AUfklärung von seiten der Schulen, aber auch der Eltern, was soziale Medien bedeuten, dass man z.B. nur seine Schokoladenseiten präsentiert und Instagram nicht die komplette Person abbildet usw.

  • Antworten Vera 29. September 2017 at 9:33

    Liebe Janina, vielen Dank für deinen Beitrag und deine Gedanken dazu. Manchmal bin ich froh, dass wir noch ein bisschen weiter weg sind vom diesem ganzen Thema aber früher oder später muss ich mich hier auch mit auseinandersetzen – also lieber früher Gedanken machen, wie man damit umgehen kann. Daher freue ich mich über deine Erfahrungen zu lesen und werde auch bei deinen Lesetipps mal rein schauen. Liebe Grüße Vera

  • Antworten Svenja 29. September 2017 at 11:44

    Wow!
    Ich hab gestern deinen Beitrag empfohlen bekommen und finde ihn echt super!

    In der heutigen Zeit gehören Tablets und Smartphones selbstverständlich in jeden Haushalt. Ich hab vor meiner Schwangerschaft/Elternzeit in einer Krabbelstube gearbeitet und selbst die Kleinsten sind schon sehr fit in der Bedienung, weil sie zu Hause auf ihren Tablets bewegliche Wimmelbücher haben, oder von den Eltern Kinderlieder auf YouTube gezeigt bekommen.
    Wenn ich morgens mit Bus und Bahn gefahren bin, habe ich kein Schulkind ohne Smartphone gesehen.
    Deshalb finde ich die Art und Weise, wie du deine Tochter an ein Smartphone geführt hast, sehr gut!
    Denn heutzutage sind die Kinder wirklich schnell ausgeschlossen, wenn sie nicht an der digitalen Welt teilhaben dürfen! Da ist es in meinem Augen auch sehr fahrlässig, sein Kind „aus Prinzip“ selbst auszuschließen.

    Die Mischung macht’s. Deinen Weg finde ich sehr gut und ich denke, ich werde bei meiner Tochter ähnlich verfahren 🙂

  • Antworten Britta 29. September 2017 at 16:31

    Hallo,

    vielleicht kann ich hier als Mama von inzwischen uralt Kindern noch einen Tipp einwerfen.
    Unsere Kinder haben immer nur Prepaid Karten, also bis der große volljährig wurde und die kleine hat sie heute noch.
    Das hat den Vorteil, das die Internetzeiten gaaanz schnell versurft sind, und dann nur noch sehr langsames Internet läuft.
    Whatsapp funktioniert immer noch, aber surfen ist echt keine Freude mehr. Natürlich können die Kids dann zu Hause erlaubterweise über das WLAN noch surfen. Dieses haben wir am Anfang aber nur stundenweise frei gegeben, mit wachsendem Alter dann halt mehr.
    Inzwischen hat die Lütte 24 h freien Zugang und geht meistens auch sehr vernünftig damit um. Sie weiß nämlich aus Erfahrung, läuft es nicht vernünftig in Schule etc. werden ruckzuck die WLAN Zeiten gekürzt, ganz einfach mit ein paar Klicks im Router.
    Denn eines passiert ganz schnell: die Handys wachsen an den Kids fest.
    Und Janina hat wirklich recht, ohne geht es nicht mehr, aber ich finde, das wir Eltern schon auch ein Auge auf das wie lange haben sollten, nicht nur auf den Inhalt.
    Derzeit fahren wir bei der 15jährigen mit offener Leitung gut, sie ist total aktiv in ihrem Leben, unterhält sich lieber mit uns als zu surfen und erfüllt ihre Pflichten.
    Vielleicht ist dieser Weg ja auch eine Möglichkeit für andere Eltern….
    Achso, zum Thema Kindersicherung für das Internet…..vor vielen, vielen Jahren knackte unser Sohn diese im vorbeigehen. Dafür gibt es Tutorials bei Youtube….Die Kids sind uns da manchmal echt einen Schritt voraus 😉

  • Antworten Martha 30. September 2017 at 17:35

    Interessant wäre auch folgendes Thema: die Auswirkungen auf (Klein-)kinder durch die enorm gestiegene Handynutzung der Eltern! Ich komme gerade aus einem Seminar, in dem eine Psychologin von Studien berichtet hat, die extreme Bindungs- und Vertrauensstörungen der heranwachsenden Generation antizipieren, da sie mit Müttern aufwachsen, die verstärkt auf ihr Smartphone starren und den Kleinsten damit die so wichtige Aufmerksamkeit entziehen!

    Auch ein wichtiges Thema, zumal wir darüberhinaus auch noch DIE Vorbildfunktion für unsere Kinder haben!

    • Antworten Christina 2. Oktober 2017 at 14:27

      Das sehe ich leider jeden Tag, in der S-Bahn und auf dem Straßen: Mütter, die ihre Kinder mißachten und nur auf das Smartphone schauen. Grade am Wochenende ein Kind im Bus, das immer aus dem Fenster zeigte „schau mal, Mama“, aber diese schaute eben nicht, sondern brabbelte nur ins Handy. Richtig traurige Szene.
      Auch bei machen Youtubern und Instagrammern frage ich mich, ob die Kinder das Gesicht der Eltern ohne Telefon davor überhaupt kennen.

  • Antworten Steffi 3. Oktober 2017 at 14:47

    Ein sehr wichtiges und viel diskutiertes Thema an unserer Schule. Wir haben vorerst Handys im Schulgebäude verboten. Die Oberstufe darf sie allerdings nutzen. Was die Kinder dann privat machen, ist nicht mehr unsere Sache, aber der Drang ist vielleicht ein klein bisschen weniger da.
    Wir haben bei uns die Digitalen Helden, Achtklässler, die ausgebildet werden und dann mit ihrem Social Media-Wissen in die kleinen Klassen gehen. Das finde ich super.
    LG Steffi

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