Gastautoren Schwangerschaft

SCHWANGER IN SCHWEDEN | VOR- UND NACHSORGE REDUZIERT AUF EIN MINIMUM

18. Oktober 2017
Schwangerschaft in Schweden

Foto von Leni Moratti

Von Eltern-Crash-Kursen kurz vor der Geburt, Mütterpflegezentralen und sogenannten „Kindermüttern“, die die Schwangerschaftsvorsorge betreuen – herzlich Willkommen in Schweden. Ein Kind in Schweden bekommen? Das ist ein kleines Abenteuer und so ganz anders als in Deutschland. Wenn die Schwangerschaftsvor- und nachsorge auf Grund fehlender Steuermittel auf das Minimum reduziert ist, läuft es anders. Wie? Das erzählt uns heute die liebe BreadCakeBake.

 

Schwangerschaft und Geburt in Schweden –
wenn das Minimum an Schwangerschaftsvorsorge reichen muss!

Hej allihopa!

So wo fangen wir an. Zunächst, nein ich wohne nicht in einem roten Holzhaus, winke für gewöhnlich nicht beim Fahrradfahren wie die Damen im Inga Lindström Film und meine Kinder heißen auch nicht Bosse, Lasse, Ida oder ähnliches. Michel heißt bei uns Emil und Elche kennen meine Kinder nur aus dem Stadtpark. Hier in Göteborg tragen wir Outdoorkleidung à la Jack Wolfskin nicht als Alltagsgarderobe und die riesen Zimtschnecken im Schaufenster der Cafè´s in Haga sind für Touristen und nicht für Einheimische.

Das hätten wir schon mal geklärt. Mein Leben ist auch ansonsten eher unspektakulär und typisch schwedisch auf eine ganz andere Art und Weise, als die, die wir von Astrid Lindgren kennen. Die Auswanderung ging ohne große Aufregung in Folge eines Auslandssemesters von statten und mittlerweile wohne ich nun schon 6,5 Jahre in Göteborg.  Ich habe zwei Kinder, spreche fließend schwedisch und vermisse Familie, Freunde, deutsche Wurst und Brot nach wie vor.

Aber beginnen wir mit der Schwangerschaft. 2013 im Sommer war es soweit. Ich war zum ersten Mal schwanger. Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Krankensystem waren bis dato begrenzt, denn hier geht man nur zum Arzt, wenn es gar nicht mehr geht.  Hausärzte gibt es so nicht und Routineuntersuchungen beim Gynäkologen hält man für überflüssig. Vor meinem Anruf bei der zuständigen Hebamme machte ich drei Schwangerschaftstest um auf Nummer sicher zu gehen. Nur einige Tage später saß ich bei einer zugeteilten Barnmorska („Kindermutter“). Der Besuch dauerte ca.20 Minuten. Die freundliche Dame erkundigte sich nach meinem Befinden sowie Ess- und Alkoholgewohnheiten. Dann wurde der nächste Besuch in Woche 13 vereinbart. Mit einigen aufklärenden Broschüren in der Hand und einer Empfehlung für Reisetabletten gegen meine Übelkeit, verließ ich die Mödravårdcentralen (Mutterpflegecentrale). Bei meinem anschließenden Anruf bei meiner Schwester, die erst kürzlich ihren Sohn in Good Old Germany zur Welt gebracht hatte, wurde mir klar, der Unterschied zum deutschen System ist gravierend.

Während meiner beiden Schwangerschaften, hier in Schweden, habe ich weder zur Kontrolle, noch während oder nach der Geburt einen Arzt gesehen. Alles liegt in den Händen der Hebammen.

Die Kontrollen während der Schwangerschaft bestehen aus Bluttest zur Feststellung des Eisen- und Zuckerwertes, Blutdruck- und Gewichtskontrolle, Gebärmutter messen und Herzschlag abhören. Ein Besuch dauert in der Regel 15 Minuten und schließt mit einem Gespräch über das allgemeine Wohlbefinden ab. Zwischen der  18.-20. Woche wird im Krankenhaus ein Routineultraschall durchgeführt um den Geburtstermin zu ermitteln, zu prüfen wie viele im Bauch versammelt sind, das alles gesund ist und wenn man möchte wird auch das Geschlecht ermittelt (ist allerdings immer noch recht neumodisch). Selbstverständlich werden weitere Untersuchungen veranlasst, wenn es einen dringenden Grund gibt. Das war bei Kind Nr.2 der Fall, das einfach nicht dem Svensson-Durchschnittswerte entsprechen wollte. Sicher kann man gegen Bezahlung in privater Regie generell zusätzliche Ultraschallkontrollen machen lassen, aber ich habe mich bei beiden Kindern für die gängige schwedische Version entschieden. Auch das Geschlecht wusste ich bis zum Schluss nicht.

Alles in allem hat das schwedische System sicher Vor- und Nachteile. Ich hätte wohl nicht ohne deutsche App`s und Bücher sein wollen, die mir Tag für Tag das Neuste von meinem Mitbewohner berichtet haben, aber anstatt Ängsten wurde mir von den Hebammen vermittelt das schwanger sein ganz natürlich ist.

Und dies ist wohl auch die Summa-des-Kardamumma. Die schwedische Devise ist, Schwangerschaft ist keine Krankheit. Im Bus steht für Hochschwangere keiner auf und Mutterschutz gibt es auch nicht. Das heißt theoretisch kann man bis zum errechneten Termin arbeiten gehen. Da ich einen physisch anstrengenden Job hatte (laut Definition der Versicherungskasse, die hier für alles zuständig ist), wurde ich jedoch schon 5 Wochen vor beiden Geburten von meiner Arbeit  freigestellt und konnte mich so dem Thema Geburt widmen.

Passend dazu besuchte ich den drei Tage Eltern-Crash-Kurs der mir von meiner Hebamme angepriesen wurde. Teil 1 Die Geburt,  Teil 2 Wochenbett, Teil 3 Atem- und Entspannungsübungen. Wer bisher überrascht war über das ach so soziale Schweden, der sollte sich jetzt anschnallen. Im ersten Teil des Eltern-Crash-Kurses wurde ich darüber aufgeklärt, dass ein Besuch im Krankenhaus vorab vollkommen unnötig und unmöglich sei. Des Weiteren entscheide nicht ich wo ich mein Kind gebären soll, sondern die Dame an der Telefonhotline die ich dann anzurufen habe. Kind Nr.1 war für April angekündigt und somit in der Hochsaison für Geburten in Göteborg. Das hieß so viel wie, wer Pech hat muss nach Borås oder Varberg fahren also ca.1-1,5 Stunden von Göteborg entfernt.

Nach dem ersten Kurstag war ich also weniger beruhigt und meine bereits vorhandene Angst wurde noch größer. Wie wird es wohl in einem schwedischen Krankenhaus zugehen? Und wie sieht ein schwedischer Kreißsaal aus beziehungsweise ein Kreißsaal überhaupt? Trotz allen Hindernissen konnte ich  mich wenige Tage später in einen Förlossningsrum (Kreißsaal) vorkämpfen. Dank Gunilla, Hebammenleitung der Station im Östra Sjukhuset (das örtliche Universitätskrankenhaus),  konnte ich beruhigt nach Hause fahren und fühlte mich bereit für die Geburt meines Kindes im Ausland.

Teil 2 des Eltern-Crash-Kurses beschäftigte sich dank Emanzipation damit, dass die Männer bitte Einkauf und Haushalt übernehmen sollen und auf den Sex zu warten haben bis wir Frauen Klarzeichen geben. Nur wenige Tage nach Teil 3 war es soweit. Morgens um 5 Uhr rief ich in der Zentrale für Geburten an. Die Dame an der Hotline notierte sich meine schwedische Personennummer und versprach mir es sei sicher ein Platz frei. Nach genauer Schilderung wie sich meine Wehen und Anzeichen der beginnenden Geburt verhalten bat sie mich ganz unaufgeregt, eine Paracetamol zu nehmen, baden zu gehen und sie wieder anzurufen wenn meine Wehen regelmäßig alle 3 Minuten kommen oder ich die Schmerzen nicht mehr aushalten könnte.

Die ganze Schwangerschaft über haben mich Ängste begleitet, wie jede andere Schwangere und vielleicht noch ein bisschen mehr. Wie wird es wohl sein? Wie werde ich reagieren wenn die Schmerzen so groß werden das ich es nicht mehr aushalten kann? Ob mein schwedisch dann noch funktioniert? So ohne meine Familie fühlte ich mich irgendwie ganz alleine unter Fremden.

Um 16:35Uhr öffnete mir Gunilla, die ich ja nur kurze Zeit vorher dank meiner Hartnäckigkeit kennen lernen durfte die Tür. Ich wurde herzlich willkommen geheißen und in einen Kreißsaal geführt. Damals wusste ich nicht, dass ich in genau diesem  Zimmer 2,5 Jahre später wieder liegen würde. Von hier an habe ich mich in guten Händen gefühlt.  Die Station war voll von erfahrenen, älteren und jungen, frisch ausgebildeten Hebammen die Hand in Hand und mit guter Laune bei der Arbeit waren. Eine tröstende Umarmung war selbstverständlich genauso wie ein Butterbrot für den werdenden Papa. Die Geburt meines ersten Kindes dauerte fast 12 Stunden. Meine Hebamme hat mich so gut wie nie alleine gelassen. Um 5:10 Uhr kam meine kleine Tochter zur Welt ohne jegliche Komplikationen und ohne Ärzte. Nur eine Hebamme, eine Krankenschwester, der frischgebackene Papa und selbstverständlich ich waren dabei. Die Krankenschwester überprüfte alle lebenswichtigen Funktionen des Kindes und hielt es dann mit leicht gespreizten Beinen uns Eltern entgegen, damit wir selbst sehen konnten welches Geschlecht unser Kind hat. Einen Augenblick den ich wohl nie vergessen werde. Für die harte Arbeit wurde ich im Anschluss mit einem Willkommens-Frühstück mit gehisster schwedischer Flagge belohnt.

Zu schnell mussten wir den Kreissaal verlassen, denn draußen erwartete uns wieder das abgespeckte schwedische Krankensystem. Kaum auf der Station angekommen drückten diverse Hebammen/Krankenschwestern an meinen Brustwarzen herum, um den Milcheinschuss zu fördern und meine nimmer satte Raupe zufrieden zu stellen. Dem Kind wurde blitz schnell der von mir extra ausgesuchte, niedliche, kleine Schlafanzug ausgezogen und mir erklärt, das hier Haut-an-Haut das A und O ist. Leider alles ohne Erfolg. Aber darum kümmerte sich nun keiner mehr. Die Station war überfüllt, die Schwestern gestresst. Bei der Essensvergabe wurde ich vergessen, Schmerzmittel für die Nachwehen gab es nur nach Protesten und nach meinem Wohlbefinden hat sich nun keiner mehr erkundigt. Nach Entlassung hat es 24 Stunden gedauert bis ich mich völlig verzweifelt, heulend in der Storchenabteilung des Krankenhauses wieder fand. Meine Tochter war gelb angelaufen, apathisch und hatte einiges an Gewicht verloren. In diesem Moment war die Sehnsucht nach Hause so groß wie nie.

Ja und da sind wir angekommen beim Kernproblem. Die Steuergelder reichen vorne und hinten nicht und so wurde nun im Januar 2017 nur 2 Monate nach Geburt meines zweiten Kindes entschieden, das Zweitgebärende die normal entbunden haben nach 6-8 Stunden das Krankenhaus verlassen müssen. Dazu kommt das während der Sommermonate/Urlaubszeit nicht gewährleistet werden kann dass man sein Kind in Schweden gebären kann. Kommt es hart auf hart wird man an die umliegenden Krankenhäuser in Dänemark und Norwegen verwiesen. Überfüllte Krankenhäuser, zu wenig und schlecht bezahltes Personal sind hier Alltag.

Und um das Ganze noch ab zu runden, die lieben Hebammen verschwinden mit der Geburt. Nachsorge gibt es nicht beziehungsweise beschränkt sich auf einen Kontrollbesuch, 5 Wochen nach der Geburt in dem man darüber aufgeklärt wird, wie wichtig es ist Kneifübungen zu machen.

Das Ohne-Ärzte-System setzt sich auch bei den Babys fort. Nach einem kurzen Check der Neugeborenen im Krankenhaus trifft man Ärzte nur zur U-Untersuchung und Impfung im 3., 6. und 12.Lebensmonats des Kindes. Den Rest übernimmt die Kinderkrankenschwester. An dieser Stelle sei erwähnt das Hebamme und Krankenschwester in Schweden eine akademische Ausbildung ist.

Und trotzdem hätte ich mir mehr als einmal eine Hebamme gewünscht die sich mein Stillproblem anschaut und mir mit homöopathischen Hilfsmitteln und Gesprächen zur Seite steht. Auch wichtige Themen wie Rückbildung, Nachbesprechung des Geburtsverlaufs spielen hier in Schweden leider keine Rolle.

Kind Nr.2 ebenfalls ein Mädchen kam im November letzten Jahres, wenn auch kleiner und leichter als der Durchschnitts-Schwede, gesund zur Welt.

Mein Fazit zum Thema gebären im Ausland – eine Geburt ist und bleibt ein Wunder ganz egal wo auf der Welt und ich bin glücklich über die beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben.

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14 Kommentare

  • Antworten Katja Kuri 18. Oktober 2017 at 16:54

    Hallo,
    Ich habe meine Tochter auch in Schweden (Stockholm) bekommen und exakt die gleichen Erfahrungen gemacht.
    Meine zweite Tochter kam in Deutschland und es war ganz anders.
    Liebe Grüße Katja

  • Antworten Nadine 18. Oktober 2017 at 17:05

    Hej!

    Ich wohne auch seit über 5 Jahren in Schweden, in der Nähe von Stockholm.
    Ich habe mein erstes Kind 2015 bekomme und erkenne mich so gut wieder. Mir erging es genauso und es ist manchmal ein fragwürdiges System, aber auch bei uns ging alles mit der Geburt. Die bei mir jedoch eingeleitet werden musste und auch hier ist das System ein total anderes, denn es wurde erst 16 Tage nach dem errechneten Termin eingeleitet!!! Im Nachhinein wurde mir dann bestätigt, dass mein Sohn ja doch recht groß und schwer war und man ihn früher hätte kommen lassen sollen. Auch hier ist das schwedische System etwas fragwürdig. Nun ja wir werden sehen ob wir es noch ein zweites Mal wagen.

    Vielen Dank für den tollen Bericht 😉

    • Antworten Susanne 18. Oktober 2017 at 20:09

      Oh, freue mich das dir der Artikel gefällt.

  • Antworten Katrin 18. Oktober 2017 at 17:13

    Wahnsinnig interessant – da ist Bullerbü dann plötzlich ganz weit weg…
    Vielen Dank für den tollen Bericht!

  • Antworten Katrin 18. Oktober 2017 at 19:32

    Was mich noch interessieren würde: gibt es in Schweden Empfehlungen zum Essen? Also auch so eine Art „Verbotsliste“ wie hier?

    • Antworten Susanne 18. Oktober 2017 at 20:07

      Ja, die gibt es. Unterscheidet sich wenn ich mich recht erinnere kaum zur deutschen.

      Und vielen Dank. Ich freue mich das der Artikel gelesen wird!

  • Antworten janey77 18. Oktober 2017 at 20:04

    Ich bin Schwedin, wohne aber in Deutschland und habe hier meine zwei Kinder bekommen. Aber der Bericht deckt sich mit dem was Freunde und verwandte erlebt haben. Meine Cousine musste zb nach Norwegen mit Helikopter geflogen werden, um ihr Kind zu gebären. Sie war dann dort ganz alleine, der Mann schaffte es mit dem Auto logischerweise nicht rechtzeitig. Sie lebt allerdings in nordschweden auf dem Lande. Glaube sowas passiert in Stockholm oder Göteborg dann doch nicht. Aber dass man auch da ein Krankenhaus zugewiesen bekommt, weiß ich von einer Göteborger Freundin. Hausgeburten gibt es übrigens nicht in Schweden, das dürfen die Hebammen nicht.
    Ich bin sooo froh über die Hebammen nachsorge in Deutschland und könnte heulen, wenn ich höre, dass diese gefährdet ist.

    Was die Versorgung in der Klinik anbelangt, habe ich leider leider in Hamburg ähnlich miese Erfahrungen machen müssen. Keine Hilfe mit still Problemen usw. Dafür war meine nachsorge Hebamme umso dringender notwendig.

  • Antworten Sabrina 19. Oktober 2017 at 7:05

    Ein toller Text und ganz hoher Wiedererkennungswert!! Lebe seit 8 1/2 Jahren in Nordschweden, ca. 900 km nördlich von Stockholm und habe 2 Töchter hier bekommen. In umliegenden Gemeinden hier oben werden Kurse in Autogeburten angeboten, da die örtliche Entbindungsstation wegen Geldmangel geschlossen wurde. Und trotz zwei wunderbar entspannten Schwangerschaften und Geburten, fehlte mir doch des öfteren mehr Betreuung und Unterstützung. In meiner zweiten Schwangerschaft war es sogar so,dass ich bei meinen Kontrolluntersuchungen in der lokalen ‚Vårdcentral‘ ( eine Art Praxis mit mehreren Ärzten,Krankenschwestern,Hebammen) jedes Mal auf eine komplett neue Hebamme traf, die ausser meinem Namen und meiner Schwangerschaftswoche meist nichts weiter über mich wusste.
    Und ja eine Schwangerschaft ist ganz bestimmt keine Krankheit, aber eine unsichere Schwangere kommt hier sicherlich recht schnell an ihre Grenzen.

    • Antworten Susanne 20. Oktober 2017 at 20:47

      Liebe Grüße nach Norrland. Freut mich das selbst so weit nördlich der Text gefällt.

  • Antworten Katharina 19. Oktober 2017 at 7:25

    Sehr interessant! Vor allem wenn ich an diesen meiner Meinung nach sehr fragwürdigen Kommentar aus der SZ denke, den ich gestern zufällig gelesen habe.

    http://www.sueddeutsche.de/leben/hebammen-eine-schoene-geburt-ist-nicht-das-wichtigste-1.3682528!amp

  • Antworten Johanna 19. Oktober 2017 at 9:55

    Ein unglaublich toll geschriebener Text! Unterhaltsam, ironisch, witzig sowie informativ. Bitte mehr…!

    • Antworten Susanne 20. Oktober 2017 at 20:45

      Vielen lieben Dank! Was ein liebes Kompliment. Ich habe weder Blog noch sonst irgendwelche Schreibambitionen (eigentlich) also wäre es eher Zufall solltest du noch etwas von mir lesen 🙂

  • Antworten Kathrin 19. Oktober 2017 at 11:53

    Hallo aus London!

    Meine beiden Toechter sind hier auf die Welt gekommen – und wobei ich waehrend der Geburten in den besten Haenden war (hauptsaechlich durch Hebammen, wie in Schweden), ist die ganze Vor- und Nachsorge aehnlich mies. All die kleinen, und bisweilen grossen, Fragen, die man so hat in der Schwangerschaft, wurden nicht aufgefangen.
    Ich kann auch nur von Glueck sprechen, dass beide Maedchen super gestillt haben, nur mit wenigen Anfangsproblemen – denn hierzulande finden die meisten Muetter stillen mehr als 1 oder 2 Monate lang (wenn ueberhaupt!) eklig. Selbst Hebammen finden, dass 6 Monate ja nun vollkommen ausreichen.

    Auch werde ich nicht vergessen, wie alleine ich mich gefuehlt habe, als die Kinderkrankenschwester mir dann beim 7 Monate alten, nicht durchschlafenden Kind sagte „Fuell sie mit Haferbrei ab abends“. Nein danke!
    Definitiv habe ich so aber gelernt, mir und dem jeweiligen Kind zu vertrauen, das ist ja auch was!

    Liebe Gruesse,

    Kathrin

  • Antworten Sab 5. November 2017 at 10:34

    Ich lebe seit 8 Jahren in Schweden, in der Nähe von Uppsala. Kann deine Eindrücke genau so bestätigen. Meine Tochter ist etwas über 3 Jahre und zum Glück war Schwangerschaft und Geburt unkompliziert, so dass das Minimumsystem reichte. Erwarte mein zweites Kind im Januar 2018 und würde mir diesmal wünschen es gäbe zumindest den Mutterschutz. Meine Arbeit ist stressig mit teilweise 10 Stundenpässen und 7 Tage am Stück. Ich merke, dass es doch recht belastend für den Körper wird vorallem mit einer 3 Jährigen im Trotzalter zu Hause :).

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