Elisabeth Familienleben Gastautoren Kolumne

VON WORKING MOMS UND RABENMÜTTERN | USA UND DEUTSCHLAND – EIN VERGLEICH

11. Oktober 2017
Berufstätige Mutter gleich Rabenmutter

Berufstätige Mutter gleich Rabenmutter?

Berufstätige Mutter gleich Rabenmutter?

Meine liebe Elisabeth zieht einen Vergleich zwischen Deutschland und den USA. Als Deutsche in Washington schildert sie ihre Beobachtungen und erzählt von ihren Erfahrungen. Gesetzlicher Mutterschutz? In den USA gibt es den nicht. Dafür haben es Frauen mit dem Wiedereinstieg einfacher. Vor- und Nachteile haben beide Systeme, sagt Elisabeth.

Alle Texte von Elisabeth findet ihr HIER {allesamt großartige Texte, die absolut lesenswert sind – unbedingt mal reinschauen!},  bei Instagram ist sie unter lottalove_usa zu finden.

Von Working Moms und Rabenmüttern:
USA und Deutschland – ein Vergleich

Amerika ist die einzige Industrienation ohne bezahlten Mutterschutz. Die meisten frischgebackenen Mütter arbeiten bis zum Tag der Entbindung, um anschließend möglichst lange bei ihrem Neugeborenen zu sein. Manche Firmen bieten zwar wenige Wochen Mutterschutz an, oft ist dieser aber unbezahlt. Ich habe darüber HIER {arbeiten bis die Fruchtblase platzt} geschrieben.

Auf der einen Seite kann man in diesem System natürlich viele Nachteile erkennen: eine Frau, die sich entscheidet in den USA ein Kind zu bekommen, ist auf sich allein gestellt, hat keinen finanziellen Ausgleich und muss meist nach 8 Wochen mit dem Baby wieder in die Arbeitswelt zurück. Ganz schön hart. Doch auf der anderen Seite kann man hier auch einige Vorteile sehen: In der amerikanischen Gesellschaft gilt eine Mutter, die wieder arbeitet, nicht als Rabenmutter – den Begriff „Rabenmutter“ gibt es im Englischen übrigens nicht. 😉 Sie muss sich weder rechtfertigen noch klein machen. Mütter die zwei, drei oder fünf Kinder haben, arbeiten meistens Vollzeit! 

Auch das Betreuungsangebot hat sich an diese äußeren Umstände angepasst. Die Kindertagesstätten („daycare“) haben nicht nur Öffnungszeiten, die Berufstätige tatsächlich entlastet  (von 7 Uhr morgens – 19 Uhr abends), sondern nehmen auch schon Säuglinge ab 8 Wochen in ihre Obhut.

Eine Nanny ist hierzulande nicht nur etwas für Promis und Reiche, sondern ein gängiges Betreuungsangebot, gerade für kleine Kinder und Babys.

Zudem gibt es in Amerika das System der Ganztagsschulen, wodurch die Kinder weitestgehend versorgt sind. So findet sich in der Praxis meist ein Elternteil, der den Nachwuchs am Nachmittag abholen kann. Und sollte dies für manche Familien nicht funktionieren, gibt es oft Babysitter oder Nannys, die den Fahrdienst übernehmen und solange für die Kinder da sind, bis die Eltern nach Hause kommen.

Natürlich finde ich es als Deutsche manchmal hart mit anzusehen, wie meine Freundinnen nach nur acht Wochen schweren Herzens wieder arbeiten – doch ich realisiere gleichzeitig wie verdammt schwer es uns Frauen in Deutschland gemacht wird, beides unter einem Hut zu bekommen.

Eine amerikanische Bekannte und Mutter, die in Deutschland lebt, hat ähnliche Beobachtungen gemacht: „In Amerika haben all meine Freundinnen neben ihren zwei oder drei Kindern trotzdem tolle Jobs. Hier haben viele meiner Mama-Freundinnen nach dem zweiten Kind aufgehört zu arbeiten, und müssen als „Ausgleich“ abends Thermomix verkaufen.“

Viele deutsche Mamas verzweifeln – und scheitern letztlich – an der Kinderbetreuung. Sie sehen sich gezwungen, entweder nur halbtags zu arbeiten oder resigniert ganz aufzuhören.

Und ja, auch die amerikanische Lösung ist weit weg vom Idealzustand: Ob Kita, Tagesmutter oder Schule – Eltern blättern monatlich dafür Beträge im vierstelligen Bereich hin. Manchmal arbeitet ein Elternteil nur, um die Kinderbetreuung zu finanzieren. Aber ich finde, dass es den deutschen Eltern nahezu unmöglich gemacht wird, mit Kindern auch im Job Erfüllung zu finden. Ich degradiere damit keineswegs all die großartigen Mütter oder Väter, die sich bewusst dazu entschließen, zu Hause den Laden zu schmeißen (im Gegenteil: Ich ziehe meinen Hut!) – und abends Thermomix verkaufen – und darin ihre Erfüllung finden. Es gibt aber eben auch viele, die das nur notgedrungen tun. All jene, die es anders möchten, müssen sich immer und immer rechtfertigen, weshalb sie „schon nach einem halben Jahr“ wieder arbeiten – oder verzweifeln am Ende doch am Jonglieren von Beruf und Baby. Im Jahr 2017 scheitert ein hochentwickeltes Land an der Kinderbetreuung. In meinen Augen schlicht ein Armutszeugnis.

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16 Kommentare

  • Antworten Katharina 11. Oktober 2017 at 15:36

    Rabenmutter-den Begriff mag ich ja überhaupt nicht, und dass sich hierzulande (anderswo kenne ich die Zustände nicht) Mütter ständig rechtfertigen müssen wann sie wieviel arbeiten (übrigens auch umgekehrt-wenn sie zuhause bleiben) ist sicherlich verkehrt.
    Was mir aber leider ganz böse aufstößt, ist die Tatsache, dass hier nur von Müttern geredet wird. Was es mit einem Kind macht, ab der 9. Woche weitestgehend fremdbetreut zu werden, wird ignoriert. Entschuldigung, aber ich kann da NICHTS gutes daran finden, wenn man Mütter dazu zwingt ihre Kinder abzugeben. Und wir sprechen hier nicht davon, dass Frauen sich selbst dazu entscheiden nach 9 Wochen wieder zu arbeiten.
    Ich empfinde dieses System als äußerst verquer, um es nett auszudrücken. Und zwar für Mutter UND Vorallem für die Kinder.
    Und JA die Akzeptanz unterschiedlicher Wege für Mütter und auch die Betreuungsangebote müssen verbessert werden, aber beim amerikanischen System wird mir speiübel.

    • Antworten Chris 13. Oktober 2017 at 18:19

      Das System was du kritisierst funktioniert eigentlich sehr gut für Kinder. Was sollte denn so schlimm sein an Fremd Betreuung? In ganz vielem Ländern läuft das schon so seit Jahren. Wenn es nicht funktionieren würde gäbe es dann da nur Bindungsgestörte? Nein…Im Gegenteil finden sich da sogar schnell die glücklichsten Kinder. So wie in den Niederlanden. Die Studie mag dann schon 5 Jahre alt sein aber das System hat sich nicht geändert in den letzten Jahren.
      Eine Freundin erzählte mir letztens auch ganz beschämt dass sie lieber wieder arbeiten gehen möchte (Sohn ist 4 Monate alt) als Zuhause das Jahr aus zu sitzen. Aber Kita haben sie erst ab 1 Jahr. Ich selber bin nach 10 Wochen wieder zur Arbeit gegangen wie fast alle meiner niederländischen Kolleginnen. Bei der Tagesmutti wurde auch erzählt dass die Kleinen, die erst mit 1 Jahr kommen die meisten EingewöhnungsProbleme haben. Mein Kleiner freut sich wie Bolle wenn er wieder zu den anderen Kindern kann und er lernt so viel mehr als wenn er nur bei mir hängen würde.

      Lohnt sich wirklich um zu gucken dass es auch mit anderen Systemen sowohl glückliche Mamas als auch Kinder gibt. Am schönste ist es vor allem wenn man die Auswahl hat und nicht durch den Staat in ein System gezwungen wird.

  • Antworten Julia 11. Oktober 2017 at 16:34

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Habe schön öfters davon gehört.
    Ich seh das ein bischen kritisch. Ich finde, dass es den Begriff Rabenmuter bspw. nicht gibt, heißt nicht, dass es deswegen besser für Mutter und Kind ist. Es gibt ihn ja nur nicht, weil es normal ist, so früh und so viel wieder zu arbeiten, denn was anderes geht aus finanzieller Sicht ja gar nicht (wenn man Normalverdienerin ist). Aber dass so gut viele alle Frauen so früh wieder Vollzeit arbeiten, macht es wahrscheinlich erträglicher, weil man nicht die Einzige ist, die schuften muss 🙂 Aber schön finde ich das Ganze nicht. Ich hab selber noch keiner Kinder, „plane“ aber welche in ein paar Jahren zu haben. Und ich freu mich richtig darauf, ein paar Jaare ein bischen auszusteigen oder zumindest weniger zu arbeiten und das Muttersein genießen zu können. GLeichzeitig verurteile ich aber nicht andere Frauen, die schnell wieder arbeiten gehen! Das finde ich wichtig.

  • Antworten Sabine 11. Oktober 2017 at 17:13

    Manchmal geht es einfach nicht anders als sein Kind früh in fremde Obhut zu geben. Aber als Krippenpädagogin mit vielen Jahren Erfahrung kann ich nur immer wieder sagen, dass die Kinder zumindest ein halbes Jahr alt sein sollten, was in meinen Augen dennoch zuviel für eine Gruppengrösse von 12 Kindern ist. 🙁 Man kann den Kleinen einfach nicht gerecht werden. Es muss endlich „mehr“ in der Kinderbetreuung passieren. Aber das ist ja immer leicht gesagt…

  • Antworten Svenja 11. Oktober 2017 at 17:52

    Hey!
    Super passendes Thema für mich und wirklich interessant zu lesen!
    Ich bin nach 15 Monaten (!!) Elternzeit wieder angefangen in Teilzeit zu arbeiten und bin mittlerweile in einer Vollzeitstelle als Führungskraft beschäftigt. Ohne die Flexibilität meines Mannes (ebenfalls Vollzeit beschäftigt) würde das überhaupt nicht klappen, da die Kita keinen Spätdienst hat und unser Kleiner bis 14 Uhr abgeholt werden muss. Absolut unmöglich, wenn nicht beide Elternteile sich vor Flexibilität einen Arm ausreißen…
    Mein Sohn ist mittlerweile fast 2 Jahre alt und trotzdem bekomme ich oftmals den Vorwurf, mich nicht ausreichend um ihn zu kümmern und böse Blicke oder Kommentare.
    Dabei denke ich mir auch, dass es heutzutage absolut nicht verwerflich ist, sich die Erziehung zu teilen, sich im Job zu verwirklichen und trotzdem liebevolle Eltern zu sein. 🙂 Diese Kombination ist dennoch wahnsinnig schwer, wenn man (nur) die Unterstützung des Staates hat. Aber hey- es wird Müttern ja soooo einfach gemacht, arbeiten zu gehen…. definitiv nicht!

    Kurzum: Nerv getroffen!
    Herzliche Grüße
    Svenja

  • Antworten Jessi 11. Oktober 2017 at 17:53

    Also ich bin bei beiden Kindern ( jetzt 12 und 16 Jahre ) jeweils nach 2 Wochen wieder in meine Werkstatt arbeiten gegangen…wenn man selbstständig ist, wartet keiner auf einen, wenn man nach 1-2 Jahren wieder da ist…und von dem Geld ganz zu schweigen…und es schadet dem Mutter-Kind-Verhältnis überhaupt nicht …wir lieben uns alle sehr innig und es ist (war) völlig normal und ich fühle mich überhaupt nicht als Rabenmutter….l.g.

  • Antworten Katrin Hackbarth 11. Oktober 2017 at 21:06

    Die Frage ist, ob wir von Voll- oder Teilzeit sprechen. Ob das Kind gerne in die Kita geht oder bei den Kids in der Schule in die Hortbetreuung. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich momentan mit 15 Stunden am Rande meines Machbaren bin. Wir sind gottseidank in dieser finanziellen Lage. Und ich möchte momentan meinen Sohn in der Grundschule begleiten…ihm zuhören…ihm helfen bei Problemen und ihn NICHT abends um 17 Uhr vom Hort abholen müssen.
    Natürlich ist es in Deutschland nicht attraktiv mit Teilzeitstellen…aber man sollte sich auch fragen an was dies liegt. Nämlich daran, dass die meisten Frauen immer um den heißen Brei rumreden und nicht klare Fakten schaffen. Wenn jemand NICHT Vollzeit arbeiten möchte und der AG dies so will, dann muss man richtig verhandeln. Und ja…warum nicht mehr für seine Rechte kämpfen.Wir leben schließlich im 21.Jhdt. oder auch nicht;)

  • Antworten Katharina 12. Oktober 2017 at 6:00

    Wir sind im April in die USA gezogen und ich habe das Glück im Home-Office arbeiten zu können, denn mir tun jeden Tag auf‘s neue die kleinen Würmchen leid, die in unserem Kiga zwar toll betreut werden, aber so kleine Babies brauchen ganz viel Nähe und das kann keine Einrichtung leisten.

  • Antworten Mamispezial 12. Oktober 2017 at 11:12

    Das Thema ist sooo schwierig.
    Ich selbst arbeite als Krankenschwester im Schichtdienst, in Teilzeit. Ohne Familie, meinen Mann und eine liebe Leitung, die meine Dienste so leg das ich nicht sechs Uhr auf der Station sein muss, könnte ich nicht arbeiten gehen. Es ist unglaublich kräftezehrend den Alltag zu organisieren. Leider macht es mir die Krippe zusätzlich, mit überflüssigen Bemerkungen und Zettel in der Brotdose schwer, ohne schlechtes Gewissen arbeiten zu gehen. Ich geben mein Bestes, das es meinen Kindern trotz arbeitender Eltern gut geht. Und ja, manchmal bekommt man das Gefühl vermittelt aufgrund seiner Arbeit eine Rabenmutter zu sein. Mein Fazit: Egal was man mach es wird nie richtig sein.

  • Antworten Franzi 12. Oktober 2017 at 11:30

    Ach wie schön… erst gestern hatte ich wieder solch ein Thema. Der Witz an der ganzen Sache: Mein Kind ist noch nichtmal geboren. *kopfschüttel*
    Ich bin aktuell in der 19 Schwangerschaftswoche und habe entschieden nach 15 Monaten wieder arbeiten zu gehen. Warum? Na ich habe ein Haus, das finanziert werden will, allgemein ist das Leben nicht billig und ich habe 5 Jahre studiert. Aber das aller wichtigste: Ich liebe meinen Beruf. Ich liebe das was ich tagtäglich mache, meine Kollegen die Kunden. Arbeiten ist ein Teil von mir und gehört für mich zu meinem Leben dazu. Natürlich wird mein Kind das größte Geschenk meines Lebens sein und wird IMMER an erste Stelle stehen, aber für mich bedeutet das nicht, dass ich meinen Job aufegeben muss. Aber Fakt ist, dass ich mich schon jetzt hierfür rechtfertigen muss und teilweise sehr schräg angekuckt werde. Und das in einem Land, dass sich mit der Frauenquote in Führungspositionen schmückt. Gruselig – wirklich.

  • Antworten Katharina 12. Oktober 2017 at 17:13

    Dazu viel mir gleich ein Artikel ein, den ich vor kurzem im SZ-Magazin gelesen habe. Es ging um Tod bei der Tagesmutter in den USA. Dort ist für Kinder das Sterberisiko bei einer Tagesmutter 7 Mal höher als zu hause. Sehr traurig, das Ganze.
    Die Frauen in den USA können es sich ja nur selten aussuchen. Und Stillen ist so auch schlecht möglich. Die Food-Industrie in den USA freut sich bestimmt…

    Für mich hat das nichts mit glücklichen Frauen zu tun, die kurz nach der Geburt freiwillig und voll motiviert wieder arbeiten wollen.

    • Antworten Janina 15. Oktober 2017 at 11:12

      Liebe Katharina,

      ich meine, dass es in den USA in den großen Unternehmen ganz oft extra Räume zum abpumpen gibt. 🙂

  • Antworten Bianca 13. Oktober 2017 at 8:35

    Ich finde es immer wieder gemein, wenn arbeitende Mütter als Rabenmütter betitelt werden. Denn gerade in Deutschland gibt es viel zu wenig Solidarität unter Frauen und vor allem unter Müttern. Nirgends wird so geurteilt wie auf dem Spielplatz. Mal arbeitet man als Mama zu viel, mal zu wenig und fast nie macht es eine Mama in den Augen der anderen richtig. Dabei soll es doch jede Mama so machen, wie sie es für richtig hält. Allerdings fehlen in Deutschland dafür tatsächlich noch einige Voraussetzungen.
    Viele Grüße Bianca

    http://ladyandmum.blogspot.de

  • Antworten Inken 15. Oktober 2017 at 7:32

    Hm, ich finde der Artikel ist etwas einseitig geschrieben. Ich kenne viele Amerikanerinnen, die dieses System entweder unfreiwillig in den Job zurück gezwungen hat oder, die rein rechnerisch keinen Nutzen darin sahen ihr Kind (oder ihre Kinder, denn dann wird es ja nur noch teurer) fremdbetreuen zu lassen und die jetzt ihr Leben als Hausfrau und Mutter zu Hause verbringen. Davon mal abgesehen, dass ich mir nicht sicher bin, wie oft die Mütter auch unfreiwillig (zu) früh zurück zur Arbeit gehen, weil der Job sonst halt weg ist, frage ich mich ja auch, wie die Fremdbetreuung für 8 Wochen alten Babys aussieht. Ich denke nicht, dass diese Kinder bei 8 Stunden Fremdbetreuung das an Nähe kriegen, was sie bräuchten.
    Insgesamt muss man auch in beiden Ländern zwischen der Situation in der Stadt und auf dem Land vergleichen. Ich hab mich mal mit einer Bekannten aus dem ländlichen süddeutschen Raum unterhalten, die fand, dass Kita unter 3 Jahren total unsinnig und schrecklich fürs Kind wäre, also die Mutter eine „Rabenmutter“. Ich lebe und arbeite in Hamburg und hier ist es völlig normal, wenn die Mutter nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten geht. Klar, das sind keine 8 Wochen, aber auch das gibt es hier dank Elternzeit Plus.
    Ich kann dem US-System also nicht wirklich was positives abgewinnen, außer, dass sich niemand was dabei denkt, wenn man früh zurück zur Arbeit geht, aber ich glaube da bewegt sich in Deutschland auch gerade ganz viel und bin froh über Elternzeit und flexible Arbeitszeiten beim Mann und Mutterschutz und Elternzeit für mich!
    Liebe Grüße Inken

  • Antworten Christina 15. Oktober 2017 at 11:56

    Liebe Elisabeth,
    vielen Dank für deinen schönen Beitrag. Er spricht ein Thema an, das mich seit einiger Zeit selbst umtreibt. Viele meiner Freundinnen haben bereits Kinder oder sind gerade schwanger und eigentlich vertritt jede von ihnen eine eigene Position zum Thema der Kinderbetreuung. Ich, in meiner halb informierten Sicht ohne Kinder, finde in all den Meinungen immer einen Teil, dem ich zu 100 % zustimme und meistens auch etwas, was ich mir so für mich nicht vorstellen könnte. Das eigentliche Problem für mich ist aber ein anderes: Egal, wofür man sich als Familie entscheidet – es wird geurteilt. Entweder, man wird kritisch beäugt und gemaßregelt, weil man sich dazu entscheidet, dass das Kind von einem Elternteil möglichst lang zu Hause betreut wird, oder man wird kritisch beäugt und gemaßregelt, dass man es nach einer gewissen Zeit als angemessen empfindet, dass das Kind in eine Kinderbetreuung geht. So oder so: es wird kritisiert. Ich fände es so wichtig, dass gerade wir Frauen uns NICHT gegenseitig mit Vorwürfen überhäufen, weil wir die Entscheidung der Anderen nicht nachvollziehen können. Jedes Kind, jede Frau, jede Familie hat andere Bedürfnisse. Unterstützen wir uns doch lieber gegenseitig in unseren Entscheidungen, statt uns fertig zu machen.

    • Antworten Sylvia 16. Oktober 2017 at 6:49

      Dieser Meinung bin ich absolut auch. Ich, ebenfalls noch kinderlos, möchte mich später mal frei entscheiden können. Und zwar so wie ICH es für richtig halte. Wenn ich nach 6 Monaten arbeiten will, ja gern. Wenn ich merke das ich lieber Zuhause bleibe und das möglich ist – auch toll. Ich find sowieso gerade bei Kindern und als jüngere Mutter bekommt man andauernd vorgeschrieben was man zu tun hat.

      Liebe Grüsse

      Sylvia
      http://www.mirrorarts.at

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