Kolumne Rückblick

WER BIN ICH | 1000 FRAGEN AN MICH SELBST | SELBSTFÜRSORGE UND EIN EXPERIMENT #7

20. Februar 2018
20 Fragen an mich

 

|| WER BIN ICH ||
1000 FRAGEN AN MICH SELBST
SELBSTFÜRSORGE UND EIN EXPERIMENT #7

 

Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Eine schwierige Frage. Arbeit ist wichtig und ja, oft hat Arbeit Vorrang. Aber die Liebe ist ja dennoch die gleiche und all den Verpflichtungen außen vor. Natürlich bleibt, auch gerade mit Job und Kindern, weniger Zeit für sich als Paar, das merken wir aktuell immer wieder, aber die Liebe ist dadurch nicht weniger stark. Denn Henry ist immer in meinen Gedanken. Deshalb kann ich die Frage gar nicht so recht beantworten. Arbeit ist wichtig, ja. Oft geht der Job auch mal vor, ja. Aber die Liebe pflegen wir dennoch immer.

Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Ich bin ihnen generell sehr dankbar. Sie haben mich aufgezogen. Sie haben viel Zeit und Liebe investiert, Geduld bewiesen und haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin.

 


Sagst du immer, was du denkst?

Nein. Und das ärgert mich manchmal. Ganz oft möchte ich Dinge aus- oder ansprechen, tue es aber nicht. Aus Angst, ich könnte jemanden verletzen, es könnte unhöflich sein oder aus welchen Gründen auch immer. In den letzten Jahren habe ich mich dahingehend schon sehr entwickelt und große Fortschritte erzielt, aber da besteht definitiv noch Verbesserungsbedarf.

 

Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

Nein, überhaupt nicht. Wenn ich mal eine Serie oder einen Film schaue, dann nehme ich mir dafür ganz bewusst Zeit. Einfach nur den Fernseher oder Rechner laufen lassen, das wäre nichts für mich.

 

 

Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Den Tod meines Großvaters. Bis heute nicht.

 

Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?

Ich kenne das Gefühl sehr gut, plötzlich nur noch ein paar Euro in der Hand zu haben und damit aber noch auskommen zu müssen. Und ich wünsche mir, dass ich das in diesem Leben so in dieser Form nicht noch einmal erleben muss. Existenzängste sind schrecklich.

Aus Erfahrung sage ich, von den letzten 10 Euro kaufe ich Mineralwasser sowie günstiges Brot und günstigen Aufstrich und einen Sack Äpfel.

Heute habe ich diese Sorge zum Glück nicht mehr. Und obwohl es wirklich ganz und gar nicht schön ist, wenn das Geld knapp ist und man sich fragen muss, wie man die nächsten Tage ohne viel auskommt, so ist es auch prägend und steigert noch einmal die Wertschätzung.

 

 Verliebst du dich schnell?

Nein. Gar nicht. Ich war in meinem Leben zweimal ernsthaft verliebt. Alles andere war im besten Fall Schwärmerei.

 


Woran denkst du, bevor du einschläfst?

An zu viele Dinge. Ich denke viel nach. Gerade vor dem einschlafen ist mein Kopf oft echt in Aktion. Manchmal denke ich so viel nach, dass ich gar nicht mehr in den Schlaf finde. Das ist wirklich etwas, was ich mir gerne ein wenig abtrainieren würde. In stressigen Lebensphasen wache ich auch häufig in der Nacht auf und denke nach. Ja, und dann kann ich meist gar nicht wieder einschlafen.

 

Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Ganz klar, der Donnerstag. Ich kann auch gar nicht sagen, warum es so ist – aber Donnerstag war schon immer mein liebster Wochentag. Am Donnerstag habe ich oft viel Energie, bin irgendwie noch positiver gestimmt und überhaupt, der Donnerstag ist mein Tag.

 

Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?

Mein größter Erfolg? Ich bin sehr glücklich über meine persönliche Entwicklung. Das war bis zum heutigen Tag ein steiniger Weg mit vielen, vieeeeelen Umwegen. Aber ich mag a) keinen Irrweg davon missen und b) bin ich einfach unfassbar stolz heute ein so viel selbstsicherer Mensch zu sein, der gerne lebt. Ich mag mich heute. Ich kenne heute meinen Wert. Ich schätze mich. Und ich finde, ich darf ein ziemlich gutes und entspanntes Leben führen – so mit meinen Kindern und diesem tollen Mann. Und Zufriedenheit. Das ist für mich ein großer Erfolg.

 

Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?

Vermutlich mit Bill Clinton.

 

Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Nein. Generell hat es mir im Teenie-Alter in der Hinsicht ein wenig gefehlt. Klar, ich fand Take That unheimlich cool. Aber zu weinen, nur weil sich die Band getrennt hat? Nein, das ist mir nicht passiert. Ich hatte auch nie irgendwelche Poster von irgendwelchen Bands an meiner Wand. Stattdessen eher Zeichnungen oder Bilder aus der Geo oder Coverblätter von gewissen Zeitschriften.

 

 Was ist dein Traumberuf?

Heute?

Heute bin ich sehr zufrieden und glücklich mit dem, was ich mache. Ich darf schreiben und mich damit ausdrücken. Ich kann mir kaum etwas besseres vorstellen.

 

 

Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?

Eher nicht. Es ist besser geworden, aber dennoch hadere ich oft noch. Es kommt immer darauf an, worum es geht. In welcher Sache ich Hilfe brauche. So Hilfe im Alltag, z. B. in Sachen Kinderwagen die Treppe mit herunter- oder rauftragen, ergibt sich eigentlich immer von selbst. Und wenn nicht, geht mir die Frage nach Hilfe einfach über die Lippen. Bei großen Dingen hingegen fällt es mir doch schwerer.

 

 Was kannst du nicht wegwerfen?

Ich muss ja ehrlich sagen, bis 2016 konnte ich schlichtweg nichts wegwerfen. Ich konnte mich einfach nicht trennen, von nichts. Von Kleidung, die schon lange nicht mehr passte. Von Schuhen, die nicht getragen wurden, von irgendeinem Krempel, Modeschmuck, Stiften, Vasen und Büchern. Alles habe ich gehortet. Und dann war ich das erste Mal in Asien und habe festgestellt, ich brauche gar nicht so viel. Schon während meiner Reise begann ich damit, meinen Rücksack auszusortieren und mein Hab und Gut zu minimieren. Als ich dann zurück kam, erdrückte mich all mein Krempel zu Hause und ich trennte mich wirklich von einem großen Teil. Seitdem gehe ich meine Dinge immer wieder mal durch. Wenn ich etwas nicht nutze – dann sortiere ich es aus. Entweder ich verschenke es, stelle es in einem Karton vor die Tür (mit einem Zettel „zu verschenken“) oder aber ich spende es oder werfe es weg. Als Blogger bekommt man in der Regel allerhand Kram zum testen zur Verfügung gestellt. Aber auch hier habe ich Anfang 2017 für mich beschlossen, das anders zu handhaben. Ich nehme kaum noch Samples an und wenn, dann nur welche, wo ich vorab auch gefragt wurde und wo ich der Meinung bin, die könnten auch für euch einen Mehrwert darstellen.

 

Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?

Blogs.

Facebook in der Regel auch.

 

 

Sind die besten Dinge im Leben gratis?

Teils. Wir alle wissen, das Leben kostet und ist in keinem Fall billig. Aber Erlebnisse sind gratis. Am Meer sitzen, dem Rauschen der Wellen lauschen, die Meerluft einatmen. Kostenlos. Den Sonnenuntergang betrachten. Kostenlos. Sich im Sommer auf eine Wiese legen und die Sonne auf der Haut spüren. Kostenlos. Mit Freunden lachen, kostenlos. Und das könnte ich endlos so weiterspinnen.

 

Hast du schonmal etwas gestohlen?

Ja, als Kind. Es war eine Tafel Schokolade und ich wurde auch direkt dabei ertappt. Wie sich das damals noch gehörte, jeder kennt jeden, haben mich meine Eltern direkt zurück zum Geschäft geschickt, damit ich mich noch einmal höchstpersönlich für mein Fehlverhalten entschuldige. Ich frage mich bis heute, was ich mir dabei gedacht habe. Die Reaktion meiner Eltern fand ich in jedem Fall genau richtig und ich würde es heute wohl genau so handhaben. Hoffe aber einfach darauf, dass meine Kinder diese Dummheit auslassen.

 

 

Was kochst du, wenn du Gäste hast?

Ganz unterschiedlich. Eigentlich nehme ich da Rücksicht auf die Gäste. Wenn Familie kommt, dann weiß ich, was sie besonders gern essen und dann gibt es eben genau das. Wenn Besuch ins Haus kommt, gibt es eines immer ganz sicher: Kuchen oder Zimtschnecken. Die Zimtschnecken reißen sie mir alle aus der Hand und in der Regel werden die auch immer gleich als erstes geordert.

 

 In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?

Im Reisebüro – zählt das?

In dieser Minute würde ich mich für eine Rundreise durch Israel und die USA entscheiden. Henry hat das bereits gemacht {eine USA-Rundreise} und schwärmt bis heute. So sehr, dass ich genau das auch mal erleben möchte.

 

Ein Experiment

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6 Kommentare

  • Antworten leamariaantonia 20. Februar 2018 at 19:39

    Was ein schöner Artikel, die Fragen bezaubern mich jede Woche aufs Neue. Und du hast so schöne Antworten, auf das Reisebüro wäre ich gar nicht gekommen, aber ich würde auch sofort dort einkaufen, jetzt wo du es sagst. Eine Reise durch Afrika und eine Reise nach Russland.

    • Antworten Janina 20. Februar 2018 at 23:12

      Liebe Lea,

      ich freue mich gerade sehr über deinen lieben Kommentar.

      Bei der Reise durch Russland würde ich mich sofort anschließen. Kennst du das Buch „Couchsurfing in Russland“? 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Flo 24. Februar 2018 at 19:43

    Ich glaube die Frage mit der Liebe (Nummer 1) betrachtest du zu eindimensional, was ist denn mit deinen Geschwistern,hast du die schon Mal wegen eines dringenden Telefonates warten lassen? Oder hast du Mimi schon Mal mit dem Satz „Gleich Schatz, muss erst noch…“ Abgefertigt? Das steht auch in diesem Bezug.

    • Antworten Janina 25. Februar 2018 at 14:12

      Hallo Flo,

      ja – da magst du Recht haben. Aber ich beantworte die Fragen ja so, wie ich sie beim ersten Lesen verstehe. 🙂

      Liebe Grüße
      Janina

  • Antworten Ricarda 26. Februar 2018 at 19:26

    Hallo Janina,

    ich hatte abends auch häufig das Problem wegen schwirrender Gedanken in meinem Kopf nicht einschlafen zu können. Ich habe dann irgendwo gelesen, dass es super helfen kann, abends vor dem einschlafen einfach eine Liste mit Dingen zu schreiben, die einen beschäftigen und die noch zu erledigen sind. So kann man leichter damit abschließen. Vielleicht hilft dir das ja auch 🙂

    Liebe Grüße,
    Ricarda

    • Antworten Janina 26. Februar 2018 at 19:50

      Liebe Ricarda,

      das ist ein toller Tipp. Das probiere ich doch direkt mal. Ich danke dir sehr dafür. 🙂

      Ganz ganz liebe Grüße
      Janina

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